2017

03.09.2017 18:53 von Bernd Rosen

Fit auf'm Pütt

Seit 20 Jahren betreibt der Essener Sportbund (ESPO) die Zeche Helne als Sort- und Gesundheitszentrum. Unter dem Motto "Fit auf'm Pütt" feierte er dieses Jubiläum am ersten Sonntag im Septmber mit einem großen Fest in und vor allem vor dem Gebäude. Neben vielen anderen Akteuren waren auch wir Schachspieler dort mit einem Stand vertreten - schließlich sind wir fast von der ersten Stunde an dabei gewesen, und die Entwicklung unseres Vereins ist seit dem Auszug aus dem legendären Bergfort Mitte der 90er Jahre eng mit der Zeche Helene verknüpft.

Der Wettergott spielte mit, und bei strahlendem Sonnenschein konnten wir uns auf dem Freigelände vor dem Kletterpütt gut präsentieren. Ein Dank gebührt neben Davit, Axel (der sogar einen Pavillon zur Verfügung stellte) vor allem auch Enno und Samuel mit ihren Müttern, die für Leben am Stand sorgten und sich interessierten Besuchern als Auskunftgeber und Sparringspartner zur Verfügung stellten.

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03.09.2017 17:58 von Bernd Rosen

Jugendschnellschachmeister 2017

Schon fast traditionsgemäß eröffnet die Essener Schachjugend die neue Spielzeit: Am ersten Samstag nach den Sommerferien fand die Meisterschaft der Altersklassen U8 bis U12 statt, ergänzt durch die Schnellschachmeisterschaft der U14 bis U20. Wieder war es die Pflegeagentur 24, die das Turnier liebevoll organisiert und großzügig mit Pokalen, Medaillen und Sachpreisen ausgestattet hatte, und wieder war es Großmeister Sebastian Siebrecht, der das Turnier souverän leitete.

Bei den ersten Plätzen sahnten die Schachfreunde Werden, die mit einer großen Delegation angereist waren, groß ab. Beachtlich auch die drei (!) ersten Plätze für die vereinslosen Spieler der Familie Siebrecht. Aber auch unsere kleine Auswahl enttäuschte keineswegs: Jonas Jahrke gewann mit etwas Glück und viel Können das U20-Turnier, Nico Spies wurde bester U18-Spieler. René Karl (U12) und Samuel Becker (U10) belegten mit 5 Punkten aus 7 Runden 2. Plätze. Pech für Feilong "Enno" Schwarz, dass seine 5 aus 7 "nur" zum 4. Platz reichten, obwohl er den Dritten (Leo Blume) klar besiegt hatte. Zum Trost spendieren wir ihm das Aufmacherfoto dieses Beitrags. Etwas unter seinen Möglichkeiten blieb lediglich Konstantin Stolzmann (U10 - 4 aus 7), der einmal mehr zu hastig spielte. Hier die Abschlusstabellen und Fotos:

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01.09.2017 10:35 von Bernd Rosen

Schach in Kaddernberch

Seit einigen Jahren bereits stellen wir zu Saisonbeginn die Aufstellungen und Termine aller Mannschaften in einer handlichen Saisonbroschüre zusammen. Das Heft wird ergänzt um die Ausschreibungen der Vereinsturniere, Kontaktdaten von Ansprechpartnern und eine kleine Presserüsckschau. Diese gute Tradition setzen wir auch in der aktuellen Spielzeit fort, allerdings ist unser Heft nun farbig und hat unter dem Motto "Schach in Kaddernberch" ein neues Titelbild erhalten. Wir hoffen, Ihnen gefällt's. Das Heft ist ab sofort bei unserem Trainingsabenden und Heimspielen in der Zeche Helene verfügbar, steht aber natürlich auch hier im Downloadbereich bereit. Hier finden Sie auch die Ausschreibungen von Vereinsmeisterschaft und Vereinspokal:

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29.08.2017 21:12 von Bernd Rosen

Diesmal nur Bronze

Wie in den Vorjahren bildeten Katernberger das Rückgrat des Essener Teams beim nun schon traditionellen Städtevergleichskampf: Nachdem der Aufruf auf der ESV-Seite und eine Mail an alle Vereine eine einzige (!) Meldung nach sich zogen, stand die Mannschaft nach einem Streifzug beim SFK-Vereinsabend relativ schnell, schließlich sagten mit Marian Praß und Jörg Ball noch zwei Akteure zu, die auch schon früher mit von der Partie waren. Am Ende wurden es mit einem Nachzügler sogar 11 Spieler, die pünktlich in Oberhausen an den Start gingen.

Die Essener Auswahl war nominell eher stärker als in den Vorjahren, aber die Konkurrenz aus Oberhausen und Bochum hatte vor allem an den vorderen Brettern mächtig aufgerüstet, so dass wir in der Setzliste nur auf Platz 3 rangierten. Genau diesen dritten Platz nahmen wir auch am Ende ein, der deutliche 6:4 Erfolg gegen den späteren Sieger Bochum zeigt jedoch, dass auch mehr drin gewesen wäre. Aber die hohe Startniederlage (3,5:6,5) gegen Oberhausen und vor allem das schwache 5:5 gegen Gelsenkirchen in der 3. Runde waren ein zu schlechter Start. Der Kantersieg (9:1) gegen Bottrop kam dann zu spät.

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25.08.2017 23:17 von Bernd Rosen

Volker setzt den Schlusspunkt

Volker Gassmann stellte zum Abschluss der diesjährigen Sommerschach-Reihe erneut die Vorstoßvariante von Caro-Kann in den Mittelpunkt, und zwar die Tal-Variante 1.e4 c6 2.d4 d5 3.e5 Lf5 4.h4!?, die dem Exweltmeister Michail Tal in seinem WM-Kampf gegen Botwinnik zwar kein Glück brachte, aber dennoch bis heute seinen Namen trägt. Am besten präpariert war diesmal aber der Vortragende, der das Turnier mit 4,5 Punkten vor dem erneut starken Martin Villwock (4) gewann.

Die Einschätzung, dass die Tal-Variante deutlich solider ist, bestätigte sich auch in der Schlussrechnung: Mit 53% der Punkte holte Weiß eine durchaus normale Punktausbeute.

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20.08.2017 08:04 von Bernd Rosen

Martin kann Caro-Kann

"Unklar" war vermutlich die Einschätzung, die Volker Gassmann während seiner Einführung in die scharfe Caro - Kann - Vorstoßvariante am häufigsten verwendete. In einer knappen Stunde präsentierte er eine Fülle von Angriffs- und Verteidigungsideen für beide Parteien, wobei neben etwas älteren Partien aus der Blütezeit der Variante um die Jahrtausendwende auch brandaktueller Stoff eingearbeitet war: Die Partie Kasparov-Navara vom Comeback - Turnier des Exchampions war gerade mal zwei Tage alt!

Ausgangspunkt war die Stellung nach 1.e4 c6 2.d4 d5 3.e5 Lf5 4.Sc3 e6 5.g4. Am besten kam Martin Villwock mit dieser kompromisslosen Spielweise klar, was vermutlich daran liegt, dass das Opferspiel genuiner Bestandteil seiner schachlichen DNA ist und die geforderten scharfen Varianten ihm daher wie auf den Leib geschneidert scheinen. Jedenfalls gewann er das Turnier mit dem Maximum von 5 Punkten aus 5 Partien vor Timo Küppers (4), Jan Dette und Willy Rosen (je 3,5). Für Weiß scheint die Variante übrigens nicht empfehlenswert: 45% Punktausbeute sind ein verdächtig schlechter Wert.

Wir schließen die Sommerschach-Reihe am Freitag, dem 25.08. mit Teil 2 der Caro - Kann - Story. Beginn wie immer um 18 Uhr, und natürlich sind auch diesmal Gäste herzlich willkommen!

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17.08.2017 17:16 von Bruno Müller-Clostermann

Katernberger Senioren in Berlin

Willy Rosen und Erich Krüger bewiesen bei den Deutschen Senioreneinzelmeisterschaften in Berlin-Spandau ihren langen Atem. Beide erreichten in der Nestorenwertung die Preisränge. Willy sicherte in der Schlussrunde durch ein Remis gegen den starken Christoph Herbrechtsmeier und mit insgesamt 6 Punkten seine gute Platzierung, während Erich eine vorteilhafte Stellung leider nicht zum vollen Punkt nutzen konnte und mit einem Remis und in Summe 5 Punkten zufrieden sein musste.

Unser Bild zeigt die sechs Nestorenpreisträger, eingerahmt von DSB-Seniorenreferent und Turnierleiter Gerhard Meiwald (linker Flügelmann und übrigens seit >50 Jahren SFK-Mitglied) und den neuen DSB-Präsidenten Ullrich Krause (rechts außen). Dazwischen – von links nach rechts entsprechend der Rangfolge aufgereiht - Jefim Rotstein, der übrigens das Double schaffte (Sieger und Meister bei den Senioren und(!) den Nestoren), daneben Boris Khanukov, dem das gleiche Kunststück im Vorjahr gelungen war, der Drittplatzierte Boris Tchetchelnitski, Willy Rosen, Dieter Villing und Erich Krüger.

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16.08.2017 18:06 von Bernd Rosen

Jürgens Schachnovelle

"Nur" 15 Aktive fanden sich ein, um den Vortrag von Jürgen Kraft über das Belgrader Gambit zu verfolgen und die gewonnenen Erkenntnisse beim anschließenden Thematurnier zu erproben. Doch wer nicht dabei war, der hat "echt was verpasst", wie wir im Ruhrgebiet sagen: In einem historisch / literarischem Exkurs schlug Jürgen einen weiten Bogen von den Anfängen des Belgrader Gambits über den Ausbruch des 2. Weltkrieges und Stefan Zweigs Schachnovelle bis in die Nachkriegszeit. Dabei bekannte er freimütig, dass die nähere Untersuchung der Varianten seine Begeisterung für diese Spielweise doch arg gemindert hat, da Schwarz neben der Annahme auch über komfortable Ablehnungen verfügt. Um den Spaß zu erhalten, war beim Turnier allerdings die Annahme des Gambits Pflicht, also die Zugfolge 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 Sf6 4.d4 exd4 5.Sd5 Sxe4.

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Wer Großes versucht ist bewundernswert, auch wenn er fällt.

Seneca

Schachaufgabe

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