Achtbar geschlagen

Geschrieben am 19.01.2013 von Bernd Rosen

SVR-Mannschaftsmeisterschaft U14

Mit vielen sehr jungen und unerfahrenen Spielern traten unsere beiden Mannschaften zur Reviermeisterschaft an und schlugen sich tapfer. Am Ende belegte SFK 1 den 4. Platz, unsere 2. Mannschaft teilt mit Schwarz-Weiß Oberhausen den letzten Platz. Bester Spieler beider Teams war Lukas Schimatkowski, der am 1. Brett 5½ Punkte aus 7 Partien erzielte.

Nur 8 Mannschaften traten zu dem Wettbewerb an - SFK war als einziger Verein mit zwei Mannschaften vertreten. Lukas strahlte am Spitzenbrett der Ersten die Sicherheit aus, die ich mir von ihm erhofft hatte, und punktete sehr zuverlässig. Ausgerechnet in der letzten Runde verlor er seine einzige Partie in der entscheidenden Begegnung um Platz 3.

Mit Manuel Huiskes und Nikita Gorainow besetzten zwei U12-Spieler die nächsten Bretter, die ihre erste Saison spielen. Beiden fehlt nur die Erfahrung, in vielen Situationen zeigten sie aber bereits brillante Einfälle. Manuel kämpfte vor allem mit der Uhr - nachdem er in den beiden ersten Runden klare Gewinnstellungen durch Zeitüberschreitung verloren hatte, spielte er wesentlich schneller, verlor dabei aber oft die Kontrolle über die Stellung. Mit taktischem Geschick ris er aber noch manche schlechte Stellung aus dem Feuer - von ihm dürfen wir noch einiges erwarten. Gleiches gilt für Nikita, der in der Eröffnung oft Probleme bekam, mit einigen schönen Königsangriffen aber demonstrierte, dass unser taktikbetontes Training erste Früchte trägt. Leider erwischte der erfahrene Tim Scholten am 4. Brett einen rabenscharzen Tag, er warf einige tolle Stellungen durch krasse Einsteller weg - auch für ihn sind 15 Minuten Bedenkzeit inzwischen einfach zu wenig.

In der 2. Mannschaft haderte Cem Celik lange Zeit mit seiner Aufstellung am Spitzenbrett. Nach zwei schönen Angriffssiegen gegen Julia Walker und Lukas Schwerdtfeger war die Welt aber auch für ihn wieder in Ordnung. Thomas Plettau stand fast in allen Partien klar besser, fehlende Routine kostete ihn aber noch manchen Punkt - am Ende standen 2 Zähler zu Buche. Marius Hohlfeld fand überhaupt nicht ins Turnier - er verlor alle Partien. Das gleiche Schicksal drohte auch dem erst 10jährigen Boris Godunov, der kurzfristig als Ersatzmann eingesprungen war. Nach fünf Niederlagen in Folge war er am Boden zerstört - doch Cem richtete ihn wieder auf. Vielleicht hat er ihm auch noch ein paar entscheidende Tipps mit auf den Weg gegeben, jedenfalls gewann er seine beiden letzten Partien durch blitzsaubere Matts. Die Mannschaft schlug in der letzten Runde Bochum 31 und ging somit nicht ganz leer aus.

Leider war es dem Turnierleiter Werner Wilfried Jentzsch im Vorfeld nicht gelungen, die genaue Zahl der Qualifikationsplätze zu ermitteln. In der Vergangenheit reichte der 4. Platz oft, um nach NRW weiter zu kommen, aber da das Teilnehmerfeld auf 18 Mannschaften reduziert wurde, gehe ich davon aus, dass die Qualifikation verpasst wurde. Dennoch bin ich sicher: Dieser jungen Truppe gehört die Zukunft!

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Die Ablehnung, Unwichtiges zu tun, ist eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg.

Sir Alexander C. Mackenzie

Schachaufgabe

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