Bad Neuenahr: ChessClassics 50+, 65+ und 75+

Geschrieben am 01.06.2018 von Bruno Müller-Clostermann

Im letzten Jahr (2017) waren wir - noch unter der Flagge „Sportfreunde Katernberg“ bei den ChessClassics in Bad Neuenahr mit Erich Krüger, Willy Rosen, Jürgen Riesenbeck und Bruno Müller-Clostermann unter den ersten 10 (in dieser Reihenfolge und alle „im Preisgeld“) bei insgesamt 163 Teilnehmern. Erich war auf Platz 2 der erfolgreichste Katernberger und gleichzeitig Gewinner des Nestorenpreises.

Bei den diesjährigen ChessClassics war Erich (rechts im Bild) wieder der erfolgreichste Katernberger, mit 6,5 Punkten diesmal auf Platz 3 in der von Turnierorganisator Gottfried Schumacher neu eingeführten Alterskategorie 75+. Erich spielte in diesem Turnier mit 102 Zügen und 6 Stunden Spieldauer vermutlich die längste Partie; am Ende Remis. Den einzigen Verlust musste er gegen den späteren Sieger und amtierenden deutschen (Nestoren- und Senioren-) Meister Jefim Rotstein hinnehmen.

Bruno Müller-Clostermann schaffte mit 6 Punkten den Platz 4 in der Kategorie 65. Wie immer wäre natürlich mehr möglich gewesen, wie die Bilanz von nur 3 Siegen bei 6 Remisen erahnen lässt. Mit zunehmenden Alter scheint das Sicherheitsbedürfnis doch größer zu werden als der Siegeswille.

Erstmals in Bad Neuenahr dabei war in diesem Jahr Jürgen Armbrüster, der mit 5/9 im oberen Drittel der Kategorie 65+, aber etwas unter seinem Startrang landete und sich über manch verlorenen halben Punkt und (nur) eine verlorene Partie ärgern musste.

Karl-Heinz Hüttemann (Dortmunder SV), mit Enkel Nils inzwischen Stammgast unseres Vereinsabends, erreichte einen guten vorderen Platz 11, wobei er mit 5,5 Punkten die Preisränge nur um einen halben Punkt verpasste. Nur gegen den späteren Sieger IM Yuri Boidman musste er eine Niederlage akzeptieren.

Neben den Kategorien 65+ und 75+, gab es auch eine stark besetzte Kategorie 50+ (ohne unsere Beteiligung), die eine sichere Beute des tschechischen GM Igors Rausis (ELO 2640!) wurde. Immerhin musste er 8,5 Punkte aus 9 Runden machen, um keine Elo-Punkte zu verlieren.

Hohe Anerkennung verdient auch dieses Jahr Turnierorganisator Gottfried Schumacher, der zusammen mit dem umsichtigen Schiedsrichter Wolfgang Block und nur sehr wenigen Helfern dieses große Drei-Kategorien-Turnier engagiert vorbereiten – unter anderem mit einem persönlichen Werbebesuch beim unserem Willi-Knebel-Turnier - und auch erfolgreich durchführen konnte. Das eingebettete Blitzturnier konnte er ohne Niederlage vor IM Yuri Boidman, GM Vlastimil Hort und 34 weiteren Teilnehmern für sich entscheiden.

Im kommenden Jahr werden die ChessClassics erneut im großzügigen und angenehmen Steigenberger Kursaal stattfinden (vgl. Bild oben), allerdings etwas später im Jahr: 12.6.-20.6.2019.

Alle Tabellen und Ergebnisse auf der Turnierseite: http://www.chessclassics.de/

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Der Mensch kann wohl die höchsten Gipfel erreichen, aber verweilen kann er dort nicht lange.

George Bernhard Shaw

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