Die Meistermacher

Geschrieben am 04.01.2014 von Bernd Rosen

DVM U16: SFK belegt den 14. Platz und verhilft Wildeshausen zum Meistertitel

Das Ziel "einstelliger Tabellenplatz" verpasste unsere U16-Mannschaft bei der Deutschen Meisterschaft in Lingen nur knapp: Mit 6:8 Mannschaftspunkten war es am Ende der 14. Platz - einige knappe 1,5:2,5 - Niederlagen verhinderten eine bessere Platzierung. Meister wurde der SK Wildeshausen vor dem punktgleichen Gastgeber Lingen.

In der Startrangliste, die aus dem DWZ-Schnitt der ersten vier Bretter gebildet wurde, belegte unsere Truppe Rang 10 - folgerichtig mussten wir in der 1. Runde gegen den Setzlistenletzten Heilbronner SV antreten. Lukas geriet nach einem verlockenden Bauerngewinn auf Abwege, aber Patrick, Henrik und Arman gewannen ihre Partien: 3:1.

Runde 2 brachte ein 2:2 gegen den Dauerrivalen Dortmund-Brackel. Lukas verlor erneut - diesmal stellte er in positionell aussichtsreicher Stellung zwei Bauern ein. Henrik egalisierte dies durch einen Sieg nach sehr konzentriert geführter Partie. Patrick musste sich am Spitzenbrett nach einem Bauernverlust mit einem Remis begnügen, Anna hielt das Unentschieden mit einer zähen Verteidigungsleistung in schwieriger Stellung fest.

Gastgeber und Mitfavorit Lingen war eine Nummer zu groß: Patrick stellte in seiner schwächsten Partie des Turniers erst eine Qualität und später gar die Dame ein. Henrik konnte die Schwächen am Damenflügel nicht verteidigen, Arman und Anna verloren im Endspiel: 0:4.

Eine sehr unglückliche Niederlage mussten wir in Runde 4 gegen Königsspringer Hamburg hinnehmen: Henrik gewann seine überlegene Stellung kurz nachdem ich ihm verboten hatte, Remis anzunehmen. Lukas wurde in einer Stellung mit ungleichfarbigen Läufern überspielt. Patrick verlor ebenfalls unnötig, nachdem er kurzzeitig sogar einen Mehrbauern bessen hatte. Am Ende kam auch Anna nicht über ein Remis hinaus, da sie keine Idee fand, ihren Mehrbauern zu verwerten.

Umgekehrtes Bild in Runde 5: Nachdem Lukas Opfer einer Eröffnungsfalle wurde kämpften wir früh mit dem Rücken zur Wand. Patrick verdarb seine überlegene Stellung durch einen Bauerneinsteller zum Remis, aber Henrik siegte aus verlorener Stellung heraus, und auch Arman drehte seine sehr schlechte Stellung noch und setzte mit Turm und Springer matt.

Unnötig war dann wieder die Niederlage gegen Treptow in Runde 6: Lukas remisierte diesmal sicher. Patrick verlor nach Qualitätsgewinn den Überblick und musste froh sein, in vermutlicher Verluststellung noch ein Remisangebot des Gegners zu bekommen. Henrik büßte nach einer kleinen Kombi des Gegners die Dame ein, aber Anna stand nach stark geführtem Mittelspiel total auf Gewinn. Am Ende kam sie jedoch nicht über ein Remis hinaus: 1,5:2,5.

Gütersloh, Gegner der letzten Runde, war vor allem an den beiden ersten Brettern nominell klar unterlegen. Doch Lukas war inzwischen völlig von der Rolle. Kurz nachdem er einen möglichen Bauerngewinn ausgelassen hatte verlor er in positionell ohnehin aussichtsloser Stellung eine Figur. Patrick siegte mit einem locker vorgetragenen Evansgambit. Anna vermied in ubekannter Eröffnung jedes Risiko und spielte Remis. Arman schließlich bot seinem Gegner in einem überlegenen Endspiel Remis an, obwohl dieser ohnde jedes Zeitpolster spielte: 2:2 - aich hier wäre mehr drin gewesen.

Das Remis von Arman kostete Lingen am Ende die Meisterschaft: Die waren nach Punkten und Brettpunkten gleichauf mit Wildeshausen, am Ende entschied die Berliner Wertung im direkten Vergleich für Wildeshausen. Hätte Arman am Ende gewonnen, hätten nicht nur wir einen Mannschaftspunkt mehr gehabt, Lingen wäre dank der besseren Buchholzwertung Meister geworden.

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Alles überwindet der Mensch; aber nur, wenn die Überwindung für ihn eine Notwendigkeit ist. Alles vermag er, wenn er muss.

Ludwig Feuerbach

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