Durchwachsenes Ergebnis der SFK-Senioren in Binz

Geschrieben am 09.12.2017 von Bruno Müller-Clostermann

Nestoren-Vizetitel für Erich Krüger

Bei der 17. Offenen Senioreneinzelmeisterschaft von Mecklenburg-Vorpommern vom 29.11. bis 7.12.2017 in Binz auf Rügen mit 179 Teilnehmerinnen waren wir mit Erich Krüger, Bruno Müller-Clostermann, Jürgen Riesenbeck, Jürgen Armbrüster und Gerhard Meiwald gut vertreten. Dass Gerhard - zuletzt aktiv für den SV Heide im Norden Schleswig-Holsteins und seit 54 Jahren Mitglied in unserem Verein - sich bei Beginn des Turniers unter der SFK-Flagge registriert hatte, bemerkte ich erst recht spät. Wir waren also kein Quartett, sondern ein Quintett und damit der zahlenmäßig am stärksten vertretene Verein.

Wie an anderer Stelle etwas ausführlicher berichtet (vgl. Schachticker), war das Turniergeschehen von Turbulenzen in Form von unerwarteten Ergebnissen begleitet, u.a. blieb auch der erweiterte Favoritenkreis inklusive Startrang 15 nicht von Anfangsschwierigkeiten verschont. Das betraf auch Erich Krüger (Startrang 6) mit nur 2/3, Jürgen Riesenbeck (Startrang 13) mit 1,5/3 und Bruno Müller-Clostermann (Startrang 15) mit 2/3.

Wirklich zufrieden sein konnte nur Jürgen Armbrüster, der am Ende mit 5,5 Punkten von Startrang 63 auf Platz 33 aufsteigen und vor allem DWZ- und ELO-Zuwächse von +24 bzw. +25 Punkten verzeichnen konnte.

Erich Krüger kämpfte sich auf 6/8 hoch (6 Siege, 2 Niederlagen, kein Remis) und riskierte in Runde 9 gegen die Schachlegende Friedrich Baumbach – u.a. DDR-Meister 1970 und Fernschachweltmeister 1988-1990 – unter Damenopfer einen Mattangriff, den dieser schließlich nach beiderseitigen Gewinnchancen zu einem Dauerschach abwehren konnte. Für Erich bedeutete dies mit 6,5 Punkten den 8. Platz in der Gesamtwertung und die Vize-Meisterschaft in der Nestorenklasse.

Ihr Berichterstatter Bruno Müller-Clostermann spielte gegen nominell schwächere Gegner zu oft Remis, so dass die schließlich erreichten 6 Punkte nur zu Platz 22 reichten, ein halber Brettpunkt und einige Buchholzpunkte zu wenig für die Preisränge.

Jürgen Riesenbeck – im Vorjahr nach sehr gutem Turnierverlauf in den Preisrängen – musste sich diesmal mit 5,5 Punkten und Platz 36 bescheiden.

Gerhard Meiwald – ausnahmsweise nicht als Turnierleiter oder Schiedsrichter am Start, sondern als „normaler“ Spieler – erzielte trotz einer in Runde 2 nach wenigen Zügen „eingestellten“ Partie noch > 50%.

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Die Bildergalerie zeigt die Katernberger Spieler und einige Impressionen von Rügen.

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Bei einem Schachturnier muss sich der Meister vorstellen, er sei eine Kreuzung zwischen einem enthaltsamen Mönch und einem Raubtier. Ein Raubtier gegenüber dem Gegner, ein Asket im täglichen Leben.

Alexander Aljechin

Schachaufgabe

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