Ein Turnier, wie es sein soll

Geschrieben am 19.10.2015 von Edgar Schmitz

Ein Bericht vom 33. Münsterland Open 2015

Wie schon in den letzten Jahren fand das Münsterland Open 2015 in der Steverhalle in Senden statt. Dabei sehr erfreulich - alle in der Ausschreibung zugesagten Kriterien waren in hohem Maße realisiert.

Aus den zahlreichen versprochenen Spiel- und Turnierbedingungen besonders hervorzuheben sind hier m.E., dass

  • der Rundenplan entspannt war, nur am zweiten Spieltag gab es eine Doppelrunde;

  • alle Begegnungen an großen Spieltischen, ausgestattet mit Figuren und Brettern aus Holz mit insgesamt viel Platz im Turnierraum ausgetragen wurden;

  • der Analyseraum viel Bewegungsfreiheit bei gleichzeitig direkter Anbindung an den Turnierraum bot;

  • die Verpflegung bei großer Auswahl an Speisen und Getränken zu humanen Preisen von guter Qualität war. Sogar für die Vegetarier war gesorgt;

  • Remisangebote erst ab dem 30. Zug möglich waren.

Alle Spieler und Spielerinnen kämpften hart um jeden Punkt. Nicht selten wurden sogar die favorisierten Spieler von Gegnern mit deutlich niedrigeren ELO-/DWZ-Zahlen besiegt. Dies betraf besonders den stark aufspielenden Yesuntumur Tugstumur (ELO 1960/geb. 2006) zu, der mit 5,5 Punkten Platz 21 belegte sowie Ruben Gideon Köllner (ELO 1945/geb. 2004), der mit 4,5 Punkten Platz 39 erreichte.

IM Toms Kantans aus Lettland übernahm in der fünften Runde die alleinige Führung durch einen Sieg gegen GM Alexander Zubarev, die er ungeschlagen bis zum Ende des Turniers behielt. Am letzten Tag konnte er gegen den bis dahin sehr stark agierenden Josef Beutelhoff noch einen weiteren Punkt erzielen.

Auf den nachfolgenden Plätzen: GM Alexander Zubarev (7 Punkte), Dirk Schuh (7 Punkte) und Klaus Schmitzer (7 Punkte).

Mir hat das Turnier sehr viel Freude bereitet. Im nächsten Jahr würde ich mich sehr über Katernberger Verstärkung freuen!

Partie zum Nachspielen: Schmitz-Ackermann

Katernberger geben (fast) niemals auf!

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Die Talente sind oft gar nicht so ungleich, im Fleiß und im Charakter liegen die Unterschiede.

Theodor Fontane

Schachaufgabe

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