Erfolg auf ganzer Linie

Geschrieben am 12.04.2017 von Bernd Rosen

Reken: SFK - Jugend in allen Gruppen vorne dabei

Das war selbst für unsere erfolgsverwöhnte Jugend ein Sahnetag: Bei den Ruhrgebietsmeisterschaften der Schachjugend standen in allen vier Gruppen Katernberger auf dem Podest: Gold für Anna Döpper (U18w) und Nikita Gorainow (U16), Silber für Noel Gallas (U14) und Timo Küppers (U18w), außerdem fette DWZ-Zugewinne für Cem Celik (U18) und Luca Zamhöfer (U14) lautete am Ende die Traumbilanz. Bei den NRW-Meisterschaften, die am Ostermontag in Kranenburg beginnen, ist unser Verein mit der Rekordzahl von sechs Startern vertreten: Luca Zamhöfer und Jonas Jahrke (U12), Noel Gallas (U14), Nikita Gorainow (U16), Timo Küppers (U18) und Anna Döpper (U18w) kämpfen um Punkte, Pokale und die begehrten Tickets zur Deutschen Jugendmeisterschaft.

In der U14 überzeigte mit Luca vor allem der jüngste Teilnehmer. Er ist für NRW als Dritter der SVR-U12 bereits qualifiziert und nutzte das Turnier erfolgreich zum Warmspielen. Erst durch die Niederlage gegen den Turniersieger Raphael Kracht (Dortmund Brackel) fiel er noch auf Rang 4 zurück. Noel gab drei Remisen ab, was aber dank besserer Feinwertung zum 2. Platz reichte. In den Partien gegen die Hauptkonkurrenten spielte er noch etwas ängstlich, so begnügte er sich gegen Max Peter Bartelt in überlegener Stellung mit einem Remis durch Dauerschach.

Der Sieg von Nikita in der U16 war sicher die positivste Überraschung, da er lediglich auf Platz 7 der Setzliste rangierte. Doch auch er agierte sehr sicher, gab nur drei Remisen ab und gewann in der Schlussrunde ein kompliziertes Endspiel gegen Erdogan Seref (Dortmund Brackel). Ein bisschen Teamgeist war auch im Spiel: Seine bequeme Stellung gegen den Hauptkonkurrenten Paul-Luca Wübker (Bochum 31) verdankte er einem Tipp von Timo.

Timo startete in der U18 als klarer Favorit, verdarb jedoch seine gut stehende Auftaktpartie ausgerechnet gegen den Hauptkonkurrenten Simon Knudsen zum Verlust. Diese Niederlage konnte er nicht mehr wett machen, erreichte aber am Ende das Hauptziel "Qualifikation für NRW" mit 5,5 aus 7 sicher. Cem schnupperte nach einem Remis gegen den starken Simon Knudsen kurz am Qualifikationsplatz, verlor aber die letzte Partie schon in der Eröffnung, als er die Varianten vertauschte. Immerhin gewann er rund 50 DWZ-Punkte hinzu.

Noch deutlicher war die DWZ-Überlegenheit von Anna in der U18w, doch auch sie verlor die erste Partie nach einem groben Patzer. Im Laufe des Turniers fand sie dann zur Normalform zurück und siegte am Ende mit 6 aus 7 und einem halben Punkt Vorsprung vor der Mülheimerin Carolin Frank, die sie in der 6. Runde sicher bezwungen hatte.

Weitere Infos zum Turnier gibt es bei der Schachjugend Ruhrgebiet, der Verlauf der NRW - Meisterschaft lässt sich ab Montag bei der Schachjugend NRW verfolgen.

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Wie aus einer zerschlagenen Vase, wie aus einer zu Boden gefallenen Geige ertönen aus mancher verlorenen Partie die Töne von tausend Leidenschaften.

Dr. Savielly Tartakower

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