Frühjahrszeit = Erntezeit?

Geschrieben am 04.04.2016 von Bernd Rosen

Erfolgreiche Osterferien für SFK

Wer unseren Twitter-Account in den Osterferien verfolgt hat wird bemerkt haben, dass wir mit den Ereignissen kaum Schritt halten konnten. Und weil auch ein Homepageredakteur mal ein paar Tage Ruhe braucht, gibt es jetzt aus der Rückschau eine Zusammenfassung der Erfolge in Oberhausen, Karlsruhe, Kranenburg und zuletzt auch bei den Mannschaftskämpfen in Essen:

Gehen wir chronologisch vor: Direkt im Anschluss an die Jugendeinzelmeisterschaften des Ruhrgebiets startete das traditionelle Osteropen in Oberhausen mit insgesamt 7 Akteuren aus unserem Verein, die insgesamt ein Plus von 167 DWZ-Punkten erzielten. Nicht eingerechnet ist dabei Josua Kudelka, der sich eine Einstiegszahl von 1779 erspielte. Patrick Imcke gewann mit einer eher durchschnittlichen Leistung den Jugendpreis, Anna Döpper wurde drittbeste Teilnehmerin, obwohl sie wegen der NRW-Jugendmeisterschaft auf die letzte Runde verzichten musste. Seinen großen Auftritt hatte aber Lukas Schimnatkowski, der zwar nur den dritten Preis in der Jugendwertung holte, dabei aber eine Turnierleistung von 2164 DWZ-Punkten produzierte, was ihm ein DWZ-Plus von stolzen 102 Punkten einrachte. Erwähnenswert auch Luca Zamhöfer, der zwar nur 1,5 Punkte holte, für seine Zähigkeit aber mit einer ELO-Zahl von knapp 1300 Punkten belohnt wurde.

Zeitgleich fand in Karlsruhe das riesig starke Grenke Chessopen statt. Mitten im Stelldichein der Großmeister waren auch drei Katernberger zu finden: Robby Kevlishvili, Sarah Hoolt und Martin Villwock suchten und meisterten die Herausforderung in diesem Elitefeld. Einen schönen Erfolg errang Sarah, die in der letzten Runde die höher eingeschätzte Großmeisterkollegin Ekaterina Atalik besiegte und sich damit den 2. Damenpreis sicherte. Nach einer kleinen Durststrecke in den letzten Monaten wieder ein wichtiges Erfolgserlebnis unserer Nationalspielerin!

SFK hat nicht nur aktive Spieler, sondern auch aktive Leser. Bernd Dahm merkt an, dass zwei weitere Katernberger sich nach Karlsruhe gewagt haben: Thomas Sikorski landete im B-Open mit 6 Punkten weit über seinem Startranglistenplatz, und Bernd Sauer holte im A-Open als Letzter (!) der Setzliste stolze 2,5 Punkte, darunter ein Remis gegen den FIDE-Meister Julian Kramer. Danke an Bernd Dahm für die Ergänzung und eine Bitte um Entschuldigung an die "unterschlagenen" Bernd Sauer und Thomas Sikorski: Unbedacht - nicht aus Verachtung Eurer ist's gescheh'n!

Am Ostermontag startete dann die NRW-Meisterschaft, an der unter Berücksichtigung unserer "passiven" Mitglieder rekordverdächtige sechs SpielerInnen unseres Vereins teilnahmen: Noel Gallas und Jonas Jahrke holten in der U12 "nur" 3 Punkte aus 7 Runden, agierten damit aber über der DWZ-Erwartung. Timo Küppers, der in der U16 aus der zweiten Hälfte der Setzliste heraus den 5. Platz errang, war dennoch unzufrieden, denn wie schon im Vorjahr verdarb er durch zwei gut stehende Partien durch grobe Fehler. Darunter war vor allem die Erstrundenniederlage gegen den späteren Turniersieger besonders bitter.

Erfolgreicher schnitten auch bei diesen Jugendmeisterschaften die Mädchen ab. Melanie Müdder, die bereits einen Freiplatz für die Deutsche Jugendmeisterschaft U14w sicher hat, nutzte einen in letzter Minute zugesprochenen Startplatz in der U18w als Trainingsturnier, das sie mit einem ordentlichen 5. Platz abschloss.

Isabel Otterpohl verlor zwar ihre Partie gegen die spätere Turniersiegerin Eva Rudolph (Düsseldorf), gewann aber alle übrigen Begegnungen und belegte so souverän den 2. Platz und ist damit ebenfalls bei der "Deutschen" dabei.

Anna Bérénice Döpper war durch die vorher gespielten 13 Turnierpartien nicht ermüdet, sondern gut eingepielt: Wie Isabel verlor sie in der U18w nur gegen die Setzlistenerste Sophie Bork (Dortmund) und gestaltete alle übrigen Partien siegreich. Da Sophie aber insgesamt drei Remisen abgab (darunter eines gegen Melanie, die somit wertvolle Schützenhilfe für Anna leistete!), reichten Annas 6:1 Punkte gar zum ersten Platz. Klar, dass sie als NRW-Meisterin ebenfalls mit nach Willingen zur Deutschen Jugendmeisterschaft fährt.

Erstmals in der Vereinsgeschichte ist SFK bei den nationalen Titelkämpfen der Schachjugend mit drei Spielerinnen vertreten. Wir ernten damit die Früchte einer kontinuierlichen engagierten Jugendarbeit, genauso wie die Spielerinnen sich mit diesen Erfolgen selbst für ihren Einsatz in Wettkampf und Training belohnen.

Damit sind wir aber erst am Samstag angelangt. Am Sonntag gab es dann als Sahnehäubchen noch einige Erfolge unserer Mannschaften zu feiern: SFK 2 siegte in Lippstadt und verließ erstmals in dieser Saison die Abstiegsränge. Das rettende Ufer ist zwar noch nicht erreicht, aber immerhin wieder in Sichtweite. SFK 4 sicherte sich mit einem Sieg gegen Werden 2 im letzten Saisonspiel die Vizemeisterschaft in der Bezirksliga und hat zumindest die Teilnahme an der Aufstiegsrunde sicher. Noch besser machte es SFK 7, das sich mit einem 5:1 in Holsterhausen den ersten Platz in der 1. Kreisklasse sicherte und damit den Aufstieg bereits sicher hat. Ein Sonderlob an dieser Stelle den Mannschaftsführern Edgar Schmitz (SFK 4) und Achim Kühn (SFK 7): Edgar hielt mit unermüdlichem Enthusiasmus die Motivation seiner Mannen hoch, die fast ohne Ersatzspieler durch die Saison kamen. SFK 7 konnte nur einmal komplett antreten und profitierte vor allem von den vielen starken Jugendspielern, die an den untere Brettern viele wichtige Punkte holten.

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