Guter Start für U16

Geschrieben am 21.03.2016 von Volker Gassmann

Zu einem deutlichen, dem Spielverlauf nach jedoch zu hohen 3,5 : 0,5 Sieg gegen die sehr junge Mannschaft aus Münster kam unsere U16 Mannschaft in der Auftaktrunde der NRW U16 Mannschaftsmeisterschaft.

Bis auf den schnellen und hochverdienten Sieg von Cem mit Schwarz in seinem geliebten Elefantengambit verlief der Kampf jedoch nicht so einseitig wie aus unserer DWZ-Überlegenheit erhofft:

Nachdem Timo in einer Karlsbader Struktur nach dem sinnlosen Dd8-a5-d8 von Schwarz schnell den Bauern h7 gewonnen hatte sah er bereits wie der sichere Sieger aus. Da opferte sein Gegner erfindungsreich aber kaum korrekt seinerseits mit Lh2:+ eine Figur, und Timo geriet nach mehreren Fehlern nicht nur in eine schwierige Stellung, sondern zudem zunehmend in Zeitnot. Bald hatte der Gegner Turm + 2 Bauern gegen 2 Springer, aber Timos Stellung hielt gerade noch.

Nikita hatte unterdessen nach Abtausch seines f5 gegen e4 kurz rochiert obwohl der Gegner das Läuferpaar besaß und das Zentrum nicht blockiert war. Auch hier ging ich vom Schlimmsten aus, aber Nikita verteidigte sich sorgfälig und konnte zunächst die Damen tauschen und später mit einem Scheinopfer in ein Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern abwickeln. Zwischenzeitlich waren allerdings mehr Angreifer in direkter Nachbarschaft seines Königs aufgetaucht als meinem Blutdurck guttat.

Isabel wiederum hatte mit Weiss einen c3-Sizilianer misshandelt und konnte nach Lc8-a6 nur mittels eines trickreichen Not-Bauernopfers rochieren. Kurz darauf verlor sie noch einen zweiten Bauern. Dann schaffte sie es jedoch, nach Damentausch den wichtigen schwarzen Mehrbauern am Damenflügel zurückzugewinnen und kam zu einem Endspiel S+3 gegen L+4 Bauern am Königsflügel, in dem ihr Gegner kein Durchkommen sah und selbst Remis anbot.

An den Brettern von Timo und Nikita blieb die Spannung bis zur Zeitkontrolle im 40. Zug erhalten. Timo führte nach mehreren Fehlern seines Gegners sichtbar erleichtert den Siegeszug aus. Auch Nikitas Gegner verdarb das nur wenig schlechter stehende Endspiel und musste bald seinen Läufer gegen Nikitas Freibauern geben. Anschließend verwertete Nikita seinen Vorteil sicher.

Bis auf mangelnde Ausdauer und fehlende Endspielpraxis spielten die jungen Spieler aus Münster deutlich stärker als ihre DWZ und werden sicher kein Kanonenfutter in dieser Gruppe. Unsere Mannschaft wird sich dagegen steigern müssen, um die Qualifikation für die Deutsche zu schaffen!

Zurück

Lernen ohne Denken ist vergebliche Mühe, und Denken ohne Lernen ist gefährlich.

Konfuzius

Schachaufgabe

<<  <  >  >>
-