Guter Start für unsere Jugend

Geschrieben am 21.09.2015 von Volker Gassmann

SFK startet mit Sieg gegen Mülheim in die Saison der NRW-Jugendliga West

im Vorfeld hatte ich für das Auftaktspiel unserer ersten Jugendmannschaft gegen Mülheim Nord mit nur leichten Vorteilen für uns insbesondere an den hinteren Brettern gerechnet. Da aber bei Mülheim neben dem Spitzenspieler Valentin Buckels auch Brett 4 ersetzt werden musste, während wir "nur" auf unser Brett 1 Patrick Imcke verzichten mussten waren wir in der Favoritenrolle.

Tatsächlich kam Anna am 6. Brett gegen ihren sehr jungen Gegner mit Schwarz schnell in Vorteil, gewann eine Figur und setzte wenig später den gegnerischen Wanderkönig Matt. Auch an den übrigen Brettern hatten wir überwiegend leichten bis deutlichen Vorteil. Eine interessante Stellung hatte Max in einem ungewöhnlichen Spanier mit Weiß gegen Mio Simanowksi: Nach La4-b3-d5 und Sd5: sah es zunächst so aus, als käme Schwarz mit seinem Läuferpaar zu Königsangriff. Max fand aber das schöne Manöver Sc3-d1-e3, wonach der Springer zusammen mit dem Bauern d5 und der Dame d3 den armen Lc8 dominierten - die anderen Leichtfiguren waren abgetauscht. Max öffnete dann die c-Linie mit c4 und hatte deutlichen Vorteil. Mio sah sich genötigt, mit c5 und dc6:ep einen Bauern zu geben, aber der Freibauer auf c6 kostete bald eine Figur.

Unterdessen geriet allerdings Henrik nach eigentlich guter Eröffnung auf Abwege und konnte seine am Damenflügel verknoteten Figuren nicht koordinieren: Mülheim erzielte den Ausgleich. Zum Glück stellte Nikita mit einem sicheren Sieg die Führung wieder her. Da Max mit seiner Mehrfigur der Sieg sicher schien war der Mannschaftssieg greifbar.

Allerdings spitzten sich an den Brettern 2 und 3, wo alle Spieler sich mit hypermodernen Aufstellungen zu übertrumpfen suchten, die Ereignisse erst in der letzten halben Stunde zu: Timo hatte mit Schwarz gegen Reti mit Doppelfianchetto eine sehr gute Stellung mit starker Initiative am Damenflügel. Lukas kämpfte gegen Königsindisch und hatte ebenfalls eine gute Stellung. Die Zeitnot aller vier Spieler an diesen beiden Brettern sorgte jedoch bald für beiderseitige Fehler: Timo vergab zunächst seinen Vorteil und stellte dann eine Figur ein. Bei Lukas war mir nicht klar, ob er die durch ein Bauern-Opfer (oder Einsteller) in sein Lager gelockte gegnerische Dame fange könnte oder nicht. Zum Glück gelang dies und nach Verlust einer weiteren Figur gab der Gegner auf.

Sehr originell der Partieschluss bei Timo, der im 38. Zug seine Dame stehen ließ und mit b3-b2 den gegnerischen Turm mit Umwandlung zu schlagen drohte: Er bot nach Ausführung seines Zuges Remis an - beide Spieler hatten etwa noch eine Minute Zeit. Jedenfalls psychologisch geschickt, denn der Gegner nahm sofort an. Damit war der Kampf entschieden und Max stellte bald den Endstand von 4,5 : 1,5 her.

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Wenn es nur eine einzige Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen.

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