Kantersieg gegen SCA St. Ingbert

Geschrieben am 16.02.2004 von Bernd Rosen

Schachbundesliga

Nach dem schwer erkämpften Sieg in der Schach-Bundesliga über den SV Hofheim rechneten die Sportfreunde Katernberg am Sonntagmorgen mit einem SCA St. Ingbert in Bestbesetzung und dem Aufbäumen der Gastgeber im Kampf um die dringend benötigten Punkte gegen den Abstieg. Doch offenbar glaubt man an der Saar nicht mehr an den Klassenerhalt und schickte ein ersatzgeschwächtes Team an die Bretter. Der SFK-Sieg, der mit 7:1 deftig ausfiel, sollte daher nicht überbewertet werden, da an einigen Brettern der Widerstand nicht allzu groß war. Gleichwohl war der Erfolg für SFK wichtig und richtungweisend; die Planung für die nächste Bundesligasaison kann nun bereits beginnen.

Javier Moreno Carnero und Martin Senff hatten am Vorabend gegen Hofheim fast die Maximalspielzeit von sieben Stunden durchzustehen. Verständlich, dass sie ihre frühzeitig verödeten Stellungen nicht gewaltsam auf Gewinn anlegen wollten und die Partien frühzeitig remis gaben, um unnötige Risiken zu vermeiden.

IM Sebastian Siebrecht Danach gab es Siege am laufenden Band: Bei Igor Glek bahnte sich schon nach 20 Zügen das Matt an, was den Franzosen Emmanuel Bricard zur Aufgabe zwang; Sebastian Siebrecht (Foto rechts) eroberte mit seinen starken Läufern partientscheidendes Material im Zentrum. Auf der Erfolgsspur blieb auch Christian Scholz (jetzt 4:1 Punkte und auf Normen-Kurs für den IM-Titel), der eine beiderseits riskant angelegte taktische Partie sicher gewann. Erwin L'Ami, "Mr. 100%" im SFK-Bundesligateam (6 Siege bei 6 Einsätzen) setzte nach der Abwehr eines Gegenangriffs einen Freibauern in Gewinn um.

GM Vladimir Chuchelov Die beiden Großmeister an den vorderen Brettern der Gastgeber waren allerdings sehr ernst zu nehmende Gegner. Den Franzosen Cyril Marcelin bekämpfte Andrei Volokitin mit Druckspiel an beiden Flügeln, und erst eine tiefgründige Mattkombination (die wie am Vortag gegen Savchenko in einem mattbringenden Turmopfer gipfelte) stellte den Sieg sicher. Volokitin ist jetzt nicht nur die jüngste, sondern auch die erfolgreichste Nr. 1 in der Bundesliga. Vladimir Chuchelov (Foto links) benötigte neben taktischem Geschick auch unbändigen Siegeswillen, um den Russen Vladimir Lazarev mit einem starken Freibauern nieder zu ringen.

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