Katernberger U20 bei der DVM

Geschrieben am 28.12.2019 von Jan Dette

Gelungener Auftakt bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft

Acht siegesgewillte Katernberger haben sich auf den weiten Weg zur DVM U20 nach Braunschweig gemacht. Neben den Hauptakteuren am Brett, namentlich Timo Küppers, Lukas Schimnatkowski, Nikita Gorainow, Noel Gallas, Anna Döpper und Cem Celik, sind die beiden Trainer / Betreuer Jan Dette und Martin Grünter mit vor Ort. Patrick Gallas, der Vater von Noel, unterstützt ebenfalls und komplettiert das Team.

Dass wir uns auch auf einer Deutschen Meisterschaft nicht verstecken müssen, zeigt schon der Blick auf die Teilnehmerliste: Mit einer Durchschnitts-DWZ von 1984 befinden wir uns als Nummer 6 der Setzliste im oberen Mittelfeld. Erwartungsgemäß konnten wir in der ersten Runde dann auch deutlich mit 5:1 gegen USV TU Dresden gewinnen.

In der Nachmittagsrunde wurde die Luft dann schon dünner. Gegen stark aufspielende und favorisierte Regensburger mussten wir uns nach hartem Kampf knapp mit 2:4 geschlagen geben. Während Timo, Lukas und Noel nicht über ein Remis hinauskamen, musste Anna hart für das Unentschieden kämpfen und konnte sich über die Punktteilung freuen. Cem hingegen verpasste im Morra-Gambit eine starke Fortsetzung und verlor nach einer weiteren Ungenauigkeit noch mehr Material und musste das Handtuch werfen. Auch Nikita kam schon in der Eröffnung unter die Räder, gab in der Not eine Qualität, ohne jedoch ausreichendes Spiel hierfür nachweisen zu können.

Gegen fünf Baden-Badener gingen wir in Runde 3 kampflos in Führung. Auch die Vorbereitung traf voll ins Schwarze und sorgte für angenehme Ausgangsstellungen an den restlichen Brettern. Nachdem Timo in komplizierter Stellung eine Stunde seiner Bedenkzeit investierte, konnte er den Gewinnweg ausfindig machen und für den zweiten vollen Punkt sorgen. Da Anna sich wieder mal im Endspiel ins Remis retten konnte und auch Noel eine unangenehme Stellung gut verteidigte, sicherte Nikita mit einem weiteren Unentschieden den Mannschaftssieg. Leider musste Lukas sich nach zwischenzeitlich sehr guter Stellung noch geschlagen geben. 3,5:2,5 das Endergebnis für Katernberg!

In der vierten Runde wollten wir die Tabellenspitze angreifen, wurden allerdings von den erstgesetzten Magdeburgern deutlich in die Schranken gewiesen. Lediglich unser jüngster Spieler Noel konnte ein Remis ergattern und einen halben Ehrenpunkt retten. Alle anderen mussten sich zum Teil nach hartem Kampf geschlagen geben.

Am Sonntag war die Mannschaft dann allerdings wieder top motiviert sich für die herbe Niederlage zu rächen und bereitete bis spät abends noch Überraschungswaffen für den Kampf gegen Trier vor. Der Plan ging auf: Nikita und Noel kamen sehr gut aus der Eröffnung und konnten direkt die Initiative ergreifen, die wenig später in volle Punkte verwandelt wurde. Auch Cem zeigte sich in guter Verfassung, schnappte sich zwei Bauern, wehrte die Drohungen des Gegners ab, um dann selbst den Mattangriff einzuleiten. Timo sicherte mit einem Remis den Mannschaftssieg ab und auch Anna verwertete ihren Vorteil zuverlässig. Lukas kämpfte wieder einmal am längsten, aber willigte schlussendlich auch in eine Punkteteilung ein. Mit einem 5:1-Sieg im Rücken ging es als Nächstes an vorderster Front gegen den späteren Turniersieger aus Hamburg.

Am Nachmittag konnten wir lange mit den Hamburgern mithalten und es entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe. Cem griff seinen Gegner früh an, fand allerdings keinen Weg durch dessen Verteidigung und einigte sich auf Remis. Auch Lukas erhielt eine aussichtsreiche Stellung, konnte seinen Angriff jedoch nicht weiter verstärken und begnügte sich mit Remis. Das dritte Remis steuerte Nikita bei. In komplizierter Stellung fand er eine gute Verteidigung, die seinen Gegner zur Stellungswiederholung zwang. Dass man gegen die Hamburger auch gewinnen kann, zeigte Noel eindrucksvoll. In weiser Voraussicht bildete er im Mittelspiel einen Freibauern, damit dieser im späteren Springerendspiel zur Dame wurde und die Partie entschied. Einen bitteren Nachgeschmack hinterließen die Niederlagen von Anna und Timo, da sie jeweils ihre Endspiele einzügig verspielten und somit nicht weiter um Remis kämpfen konnten. Unterm Strich eine knappe 2,5:3,5-Niederlage.

Am nächsten Morgen sollte gegen Augsburg nochmal ein Sieg her. Jedoch stand dieses Vorhaben unter keinem guten Stern, da Cem sich früh verrechnete und die Segel strich. Timo glich bald aus, indem er spektakulär den gegnerischen König in der Mitte mattsetzte. Anna und Nikita einigten sich mit ihren Gegnern friedlich auf Remis. Aussichtsreich sah es bei Noel aus. Durch starke Drohungen, gewann er eine Qualität. Leider griff er in der Zeitnotphase daneben und fand sich in einem sehr schlechten Endspiel wieder, dass er jedoch meisterhaft verteidigte und so einen halben Punkt rettete. Lukas derweil konnte eine weitere Niederlage nicht abwenden. Wieder eine knappe 2,5:3,5-Niederlage.

Am Ende stand Tabellenplatz 10 mit 6 Mannschaftspunkten. Wer sich die Partien und Ergebnisse genauer anschauen möchte, kann dies weiterhin unter https://www.deutsche-schachjugend.de/2019/dvm-u20/ tun.

Jan Dette und Martin Grünter

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Die Lüge ist gegenüber der Wahrheit im Vorteil: Sie tritt in vielerlei Gestalt auf, die Wahrheit dagegen nur in einer.

Voltaire

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