Knapp und deutlich

Geschrieben am 25.01.2014 von Bernd Rosen

Deutsche Pokalmeisterschaft: SFK siegt mit 2,5:1,5 gegen Ilmenau

Die erste Runde der Deutschen Pokalmeisterschaft führte uns in das Örtchen Siershahn in Rheinland-Pfalz. Da haben wir vor etlichen Jahren schon mal in der 2. Liga gespielt, diesmal also DSB-Pokal. Das Auslosungsglück, das uns schon auf NRW-Ebene zur Seite stand, blieb uns auch heute treu: Mit dem SV Ilmenau (Thüringen) zog Schiedsrichter von Häfen das auf dem Papier leichteste Los. Wir waren nominell an allen Brettern stärker, und zumindest die beiden Weißpartien von Martin Villwock und Dr. Volker Gassmann sahen auch schon frühzeitig sehr freundlich aus. Max Heldt an 4 war dagegen schlecht aus der Eröffnung gekommen, an meinem Brett war eine schwerblütige Positionspartie entstanden, in der ich die frühe Entwicklung des Damenläufers nach b2 als strategischen Fehler nachzuweisen versuchte.

Volker überspielte seinen Gegner dann im frühen Mittelspiel nach allen Regeln der Kunst und siegte im Mattangriff. Martin zeigte wie schon in den letzten Mannschaftspartien Schwächen im Abschluss: Er versäumte es, seine schöne Angriffspartie mit einem Springeropfer auf f7 zu krönen und musste statt dessen ein Endspiel mit einer Minusfigur Remis halten, was ihm auch recht sicher gelang, da er alle gegnerischen Bauern abtauschte.

Ich selbst behielt Recht: Als mein Gegner im 43. Zug seinen Läufer reumütig wieder nach c1 beordert hatte, stand er längst auf Verlust. Leider ließ ich im Endspiel die nötige Genauigkeit vermissen und verpasste einge Male einen klaren Gewinn. Dafür hielt Max mit tollem Kampfgeist seine schlechte Stellung Remis - der Mannschaftssieg fiel dennoch etwas zu knapp aus.

Schon morgen früh müssen wir wieder ran, dann wartet mit dem starken Zweitligisten Wiesbaden ein deutlich stärkerer Gegner auf uns.

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Wenn Dein Gegner dir ein Remis anbietet, versuche herauszufinden, weshalb er glaubt schlechter zu stehen.

Nigel Short

Schachaufgabe

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