Knapp vorbei...

Geschrieben am 25.02.2007 von Bernd Rosen

... ist auch daneben: SFK verliert gegen Baden Baden mit 3,5 : 4,5

Andrei Volokitin
Andrei Volokitin

Im zweiten Spiel des Wochenendes verlor Katernberg in der Schachbundesliga erwartungsgemäß gegen den hohen Favoriten Baden-Baden. Doch mit 3,5 : 4,5 fiel die Niederlage knapper aus, als von den Experten erwartet. Von allen Experten? Nein - Andrei Volokitin und Rainer Wiescholek hatten fest mit mindestens vier Punkten für SFK gerechnet. Doch es hat nicht sollen sein: Zwar siegte Volokitin am Spitzenbrett auch gegen Etinne Bacrot, die Schwarzpartien von Sebastian Siebrecht und Christian Scholz gingen jedoch verloren.

Was Andrei Volokitin am SFK-Spitzenbrett zeigt, ist schier unglaublich. Diesmal fegte er den französischen Spitzenspieler Etienne Bacrot, mit einer ELO-Zahl von 2705 immerhin die Nr. 18 der Welt, in gerade mal 30 Zügen vom Brett. Nach dem verpatzten Auftakt in Hamburg gab er aus 7 Partien nur ein Remis ab und steht jetzt bei 7 Punkten aus 9 Partien.

Martin Senff
Martin Senff

Sergei Erenburg lehnte sogar ein Remisangebot des früheren Europameisters Nisipeanu ab, konnte aber trotzdem nichts Greifbares aus seiner Stellung herausholen. Zu einem schnellen Remis kam auch Erwin l'Ami gegen den Inder Harikrishna. Vladimir Chuchelov akzeptierte in besserer, aber höchst komplizierter Stellung ein Remisangebot, weil ihm einmal mehr die Zeit fehlte. Martin Senff kam wie schon am Vortag durch zähe Verteidigung zur Punkteteilung.

Die Entscheidung gegen SFK fiel an den unteren Brettern: Sebastian Siebrecht versuchte gegen Rustem Dautov vergeblich, seine positionell minderwertige Partieanlage durch taktische Tricks zu rechtfertigen, und Christian Scholz verlor in schwieriger Stellung erst einen wichtigen Bauern und dann das Endspiel. Den Ausgleich "auf der Pfanne" hatte noch am ehesten Georgios Souleidis, der sich im Endspiel deutliche Vorteile erspielt hatte, doch zur Umsetzung fehlten ihm die nötige Bedenkzeit und ein wenig auch die Technik.

Schwierigen Zeiten geht der SV Mülheim Nord entgegen, der das so wichtige Spiel gegen Bann verlor und spätestens jetzt in höchster Abstiegsgefahr schwebt. Baden Baden dagegen ist die Meisterschaft kaum noch streitig zu machen.

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