Locker weiter im NRW - Pokal

Geschrieben am 03.04.2017 von Bernd Rosen

SFK setzt sich gegen St. Tönis und Moers durch

In den ersten beiden Runden des NRW - Mannschaftspokals setzte sich unser Doppelvierer sicher durch. Doppelvierer deshalb, weil unsere beiden Pokalmannschaften bekanntlich das Finale auf Bezirksebene unter sich ausgespielt hatten, anschließend aber nur eine Mannschaft auf NRW - Ebene antreten konnte und deshalb alle Bretter praktisch doppelt besetzt waren. Da jedoch am 02. April unsere U20 in der Jugendbundesliga spielen musste, lag eine salomonische Lösung nahe: Am Samstag spielten von SFK 2 Lukas und Timo, am Sonntag Max und Jan, die aus der U20 bereits herausgewachsen sind. Die Vertreter von SFK 1 wurden ebenfalls auf die beiden Spieltage verteilt, wobei Dr. Thomas Wessendorf wegen der parallel laufenden deutschen Ärztemeisterschaft ausfiel und durch Bernd Dahm ersetzt wurde. Mit Springer St. Tönis und SF Moers standen zwei lösbare Aufgaben auf dem Programm - beide Vereine sind in der Verbandsklasse Niederrhein vertreten.

Am Samstag hatten Marcus Bee, Volker Gassmann, Timo Küppers und Lukas Schimnatkowski keine Mühe mit Springer St. Tönis. Dem Kurzbericht von Volker Gassmann habe ich vor allem entnommen, dass er selbst mit dem "toten Benoni" und Timo mit dem Botwinnik-Aufbau zum Erfolg kam - beides Katernberger Spezialitäten, die im Training oft analysiert wurden. Marcus überspielte seinen Gegner mit den gewohnt positionellen Mitteln, den schönen Sieg von Lukas können Sie weiter unten nachspielen - mit 4:0 also ein perfekter Start in den Wettbewerb.

Am Sonntag war Moers nominell etwas stärker ausgestellt, der Kampf verlief zwar nicht so deutlich, aber ebenfalls recht einseitig. Jan vereinbarte recht früh ein Remis bei vollem Brett, da er keine Idee hatte, wie er seine Stellung weiter verstärken sollte. Max konnte ebenfalls eine positionelle Idee aus unserem Training umsetzen - als es am Ende dann doch noch taktisch wurde, war er natürlich wie gewohnt in seinem Element. Nicht ganz verstanden habe ich die Partie von Bernd Dahm, von der ich aber nur drei Momentaufnahmen mitbekommen habe: Im frühen Mittelspiel schien mir seine Stellung etwas aktiver und chancenreicher zu sein. In Szene zwei war sein Damenläufer plötzlich auf h7 hinter dem Bg6 eingeparkt, und in Szene drei war alles abgetauscht bis auf die Damen und einige Bauern. Angesichts der beiderseits offenen Königsstellung war nur die Frage, wer hier Dauerschach gibt.

Ich selbst saß mit Jurij Vasiljev einen zähen Senior gegenüber, der aktuell auch beim Willi-Knebel-Turnier engagiert ist. Schon früh setzte ich in einem Wolgagambit im Anzug darauf, dass sein Königsläufer auf Dauer schlecht sein würde - ein Konzept, das voll aufging, denn mein Springer erwies sich seinem Läufer im Endspiel als klar überlegen. Zu guter Letzt gab allerdings die bessere Bauernstruktur den Ausschlag, die die Abwicklung in ein gewonnenes Bauernendspiel erlaubte. Auch diese Partie finden Sie im Anschluss zum Nachspielen.

Die nächste Runde im NRW - Pokal findet am letzten Maiwochenende statt und wird für uns sicher härtere Prüfungen bereit halten - alle Ergebnisse stehen bereits im NRW-Portal bereit.

Zwei Partien zum Nachspielen

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Die Praxis sollte das Ergebnis des nachdenkens sein, nicht umgekehrt.

Hermann Hesse

Schachaufgabe

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