Lösen und gewinnen!

Geschrieben am 24.12.2006 von Bernd Rosen

Logo NRZWeihnachtliches Schachrätsel in der NRZ
20 Sachpreise zu gewinnen!

Schon zum 12. Mal präsentiert die in Essen erscheinende Neue Ruhr Zeitung ihren schachinteressierten Leserinnen und Lesern zu Weihnachten ein Preisrätsel mit vier Schachaufgaben, bei dem es 20 Sachpreise zu gewinnen gibt. Einsendeschluss: 15. Januar 2007. Die Rätselaufgaben finden Sie bei auch auf unserer Seite:

"Ich glaube nicht an Psychologie, ich glaube an gute Züge."
(Bobby Fischer, Schachweltmeister)
Aufgabe 1
1) Weiß zieht: Matt in 4 Zügen
Wenn Sie in dieser Stellung das Matt vermeiden wollen, müssen Sie aber schon gewaltig starke Züge finden! Diese Aufgabe veröffentlichte Philip Stamma, der Begründer des modernen Schachproblems, bereits im Jahr 1737!
 
"Schach ist ein Reich, wo sich die menschliche Phantasie frei entfalten kann."
(David Bronstein, Großmeister)
Aufgabe 2
2) Weiß zieht und gewinnt!
Der legendäre David Bronstein starb am 5. Dezember dieses Jahres im Alter von 82 Jahren. Die Diagrammstellung stammt aus einer Schnellpartie, die er 1993 in Brüssel gegen Michail Gurewitsch spielte.
 
"Schach kuriert Kopfschmerzen!"
(John Maynard Keynes, englischer Mathematiker und Ökonom).
Aufgabe 3
3) Weiß zieht und gewinnt!
"Alles eine Frage der Dosierung!" möchte man dem englischen Wirtschaftswissenschaftler erwidern. Ihre Lösung sollte exakt 23 Halbzüge umfassen - da sind Nebenwirkungen natürlich nicht ausgeschlossen!
 
"Die Fehler sind da, Sie warten nur darauf gemacht zu werden."
(Dr. Savielly Tartakower, Großmeister)
Aufgabe 4
4) Weiß zieht und gewinnt!
In dieser Stellung sind die Fehler besonders naheliegend, daher möchte ich Ihnen einen Hinweis mit auf den Weg geben: Ohne die schwarzen Bauern auf f5 und g4 wäre diese Stellung Remis - also nicht zu gierig sein!

Um die 12. Ausgabe der weihnachtlichen Schachrätsel in der NRZ erfolgreich zu lösen, müssen Sie sich wieder in verschiedenen Disziplinen unseres königlichen Spiels beweisen. Schachproblem, Studie und praktische Partie sind bei den Aufgaben aus drei Jahrhunderten vertreten:

Schon vor über 1000 Jahren kannten die Araber komponierte Endspielaufgaben, die Mansuben. Im Jahre 1737 veröffentlichte der Syrer Philip Stamma eine Sammlung von 100 Schachaufgaben und begründete das moderne Schachproblem. Beispiel Nr. 1 illustriert ein attraktives Mattbild.

Aufgabe Nr. 2 ist eine Hommage an den jüngst verstorbenen Großmeister David Ionowitsch Bronstein. Obwohl er 1951 als Herausforderer an Weltmeister Michail Botwinnik scheiterte (diesem genügte ein 12:12 Unentschieden zur Verteidigung seines Titels) und danach nie wieder ins WM-Finale vordringen konnte, zählte er zu den populärsten Spielern der Gegenwart. Grund hierfür war sicher sein origineller Spielstil, der vom Geist der Schachromantik inspiriert schien und mehr auf Schönheit als auf Zweckmäßigkeit ausgerichtet war.

Aus meiner eigenen Praxis (Bernd Rosen - Thomas Rodewies, Essen 1994) stammt Aufgabe Nr. 3 - leider blieb die wunderschöne Variante wie so oft hinter den Kulissen.

Unsere Nr. 4 ist wieder schachhistorisch bedeutsam: Josef Kling und Bernhard Horwitz gaben im Jahr 1851 eine Sammlung von Endspielaufgaben heraus, deren Titel Chess Studies (Studien) seitdem als Name dieser Form des Kunstschachs gebräuchlich ist. Der schwarze König hat sich nach dem Motto My home is my castle in der Ecke eingenistet und lauert nur darauf, dem unbedachten Angreifer ein triumphierendes "Patt" entgegen zu schleudern.

Insgesamt werden wir wieder zwanzig Preise (Schachbücher und -software) unter den richtigen Einsendungen verlosen. Schicken Sie Ihre Lösungsvorschläge bitte bis zum 15. Januar 2006 an: Bernd Rosen, Krablerstr. 29, 45326 Essen oder per Email an bernd.rosen@sfk-schach.de. Lösungen und Gewinner werden in der NRZ vom 4. Februar 2007 bekannt gegeben.

Weihnachtszeit - Geschenkezeit! Ich wünsche mir von Ihnen viele richtige Lösungen und für das neue Jahr zahlreiche schachliche Leckerbissen aus Ihrer Schachpraxis zur Veröffentlichung in dieser Schachspalte. Ihnen wünsche ich ein frohes und friedliches Weihnachtsfest - und natürlich viel Spaß beim Lösen!

Bernd Rosen

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Im Schach ist es erst dann möglich, ein großer Meister zu werden, wenn man die eigenen Fehler und Mängel erkannt hat. Genau wie im Leben.

Alexander Aljechin

Schachaufgabe

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