OIBM Bad Wiessee 2002

Geschrieben am 14.11.2002 von Bernd Rosen

Katernberger Delegation beim grössten Open Deutschlands

Die Offene Bayerische Meisterschaft in Bad Wiessee (Tegernsee) ist alljährlich das größte und stärkstbesetzte Schachturnier in Deutschland. Wegen der für Schachturniere ungewöhnlich guten Preisdotierung ist stets Weltelite am Start; der amtierende Weltmeister Ruslan Ponomariov und Alexander Khalifman, einer seiner Vorgänger, kämpften hier schon um Punkte und Preise. Unter diesen Umständen hängen die Trauben für lupenreine Amateure natürlich hoch. Vier SFK-Spieler reisten dennoch an, um gleich in doppeltem Sinn Höhenluft zu schnuppern.

Zufrieden mit seinem Abschneiden durfte dabei FIDE-Meister Dr. Thomas Wessendorf sein, der mit 6,5:2,5 Punkten auf dem 44. Platz (bei 510 Teilnehmern!) einkam, gleichauf mit zahlreichen Großmeistern, und keine einzige Partie verlor. Typisch für das Selbstbewusstsein des verhalten gestarteten Esseners war die letzte Runde, die ihm als Gegner den renommierten Großmeister Stefan Kindermann bescherte. Als der Österreicher mit einer Zugwiederholung sein Interesse an einer Punkteteilung andeutete, wich Wessendorf aus und willigte erst nach Kampf in das Remis ein.

Bad Wiessee 2002v.l.n.r. Willi Knebel, Bernd Rosen, Edwin Otremba, Werner Nautsch,
Jonas Wessendorf, Dr. Thomas Wessendorf (Foto Maria Wessendorf)

FIDE-Meister Bernd Rosen kam mit respektablen 6:3 Punkten auf Platz 74, während FIDE-Meister Werner Nautsch nach zunächst gutem Turnierverlauf in der 8. Runde eine haushoch gewonnene Stellung einzügig "in den Teich" setzte und sich von diesem Schreck auch in der Schlussrunde nicht mehr erholte. Sein 210. Platz mit 4,5:4,5 Punkten spiegelt keineswegs die viele Runden lang gebotenen Leistungen wider.

Edwin Otremba, der Vierte im Bunde, erkrankte während des Turniers und konnte zwei Partien nicht spielen. Der 385. Platz mit 3,5:3,5 Punkten dürfte ihn weniger befriedigen als seine Galavorstellung in der 2. Runde gegen eine hochgehandelte starke bayerische Nachwuchsspielerin. Das vom Team des TV Tegernsee stets bestens organisierte Turnier war dennoch fest in Katernberger Hand: Bereits zum 3. Mal war Willi Knebel als Hauptschiedsrichter tätig.

Willi Knebel

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