Pokal: Holperiger Start

Geschrieben am 23.10.2021 von Bernd Rosen

Bezirkspokal: SFK siegt glücklich gegen Weiße Dame Borbeck

"Pokal: Läuft" - so haben wir schon oft getitelt. Beim Bezirkspokal gegen Weiße Dame Borbeck glich unser SFK-Mobil aber eher einem Gefährt, bei dem alle vier Räder eine erhebliche Unwucht zeigten, und so war es doch eher überraschend, dass dieses Vehikel nach schlingernder Fahrt irgendwie doch noch ins Ziel eierte:

Matin Villwock (Archvfoto) brachte uns mit 1:0 in Führung. Wie? Das ließ sich auch im Nachhinein nicht sagen. Ich habe sowieso nicht viel gesehen (erst recht nicht auf den anderen Brettern), aber auch nach der Analyse blieb nur das etwas ratlose Fazit: Das war eben der Villwock!

Volker spielte wie immer tiefgründig und fand etliche schwierig zu findenden Züge, deren Subtilität sich erst in der nachträglichen Analyse offenbarte. Auf diese Weise drang er mit seiner Dame auf h7 ein und stand vor dem sicheren Sieg. Den offfensichtlichen Ausheber fand er dann trotz 20minütigen Nachdenkens nicht, statt dessen musste er sich mit einem Remis begnügen.

Ich selbst geriet mit den schwarzen Steinen und gewohnt (zu) optimistischer Eröffnungswahl gegen einen knochentrocken aufspielenden Egbert Loyen schnell in große Schwierigkeiten, vermied auf wunderbare Weise das Matt (hierfür fand ich tatsächlich ein paar "einzige" Züge), landete aber dennoch in einem völlig verlorenen Endspiel. Die einzige Unachtsamkeit meines Gegners erlaubte mir den Rückgewinn des Minusbauern, was ich sofort mit einem Remisangebot kombinierte. Vermutlich war diese Remisofferte mein stärkster Zug in der Partie, dennn die Stellung dürfte auch danach noch immer klar gewonnen sein für Weiß. Doch der Spatz in der Hand erwies sich auch diesmal als zu verlockend...

Aber da war ja auch noch das Duell der beiden Neu-Rentner Armin Meyer und Michael Hillenbrandt. Armin geriet mit den weißen Steinen schnell in eine unangemehme Stellung, da er in einer Maroczy-Stellung auf den schwarzfeldrigen Schwächen sitzen blieb. Mit Mühe lenkte der die Partie in ein Turmendspiel mit Minusbauer, das er nach stundenlanger geduldiger Verteidigung dorthin lenkte, wo der Legende nach alle Turmendspiele landen: im Remishafen. Endstand des Kampfes somit 2,5:1,5 für uns. Irgendwie ins Ziel geholpert...

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Wenn du auf Gewinn spielst, ist ein Remisangebot manchmal der beste Zug.

Alexander Fishbein

Schachaufgabe

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