Rückschlag in der Jugendbundesliga

Geschrieben am 20.01.2020 von Timo Küppers

SFK verliert in Porz mit 4,5:1,5

Die Aufstellung von Porz konnte man durchaus als Kampfansage interpretieren: Offensichtlich war die Erinnerung an die Vorjahresniederlage noch zu frisch um zu vergessen, dass Porz damals als amtierender Deutscher Meister eine klare Niederlage gegen uns bezog und letztlich sogar die Qualifikation für die DVM verpasste. Fast an allen Brettern hatten wir also gegen deutlich stärkere Gegner zu kömpfen, am letzten Brett betrug der DWZ-Unterschied gar krasse 500 Punkte. Dennoch haben wir zunächst gut dagegen gehalten:

Aik hatte mit Weiß gegen die Französische Verteidigung früh einen Bauern geopfert und dafür in Form des Schwarzfelders gute Kompensation erhalten. Noel bekam gegen Jonas Gallasch genau die vorbereitete Variante im Bogoinder aufs Brett und hatte daher schnell die angenehmere Stellung mit Zeitvorteil. Yakub hatte im Franzosen mit b5 einen Bauern gegen Tarrasch geopfert und schien zunächst die Lage gut unter Kontrolle zu haben. Auch Ersatzspielerin Isabel hielt zunächst gut mit.

Doch mit zunehmender Spieldauer wendete sich das Blatt: Aik holte den Bauern zurück, übersah dabei jedoch eine Möglichkeit, die direkt zum Ausgleich führte. Noel verlor nach und nach den Faden, auch Yakub hatte immer weniger für den Bauern, und bei Isabel machten sich die 500 Punkte irgendwann auch bemerkbar. Somit lagen wir dann doch mit 0,5:3,5 uneinholbar zurück.

Jonas hatte inzwischen seine Schwierigkeiten auf den weißen Feldern aus der Eröffnung überwunden und konnte super auf Gewinn spielen. Sein Gegner verteidigte sich aber zäh, sodass auch hier nur ein halber Punkt raussprang.

Ich selbst hatte eine sehr komplizierte Stellung auf dem Brett, in der ich großen Vorteil erhielt, nachdem ich ein angebotenes Figurenopfer abgelehnt hatte. Als es jedoch auf den 40. Zug zuging habe ich, ohne Zeitnot, das Gegenspiel komplett unterschätzt, sodass sich die Situation komplett drehte. Nach der Zeitkontrolle hatte ich alle Mühe, den Laden zusammenzuhalten, um dann in der zweiten Zeitnotphase wieder gewinnträchtigen Vorteil aufzubauen. Doch diesmal war es mein Gegner, der durch eine trickreiche und starke Verteidigung meine Gewinnversuche abwehren konte, sodass auch hier zum Schluss nur das Remis zu Buche stand.

Alles in allem hätte der Kampf sicherlich auch zu unseren Gunsten ausgehen können. Nach wie vor können wir jedoch die Qualifikation zur DVM aus eigener Kraft schaffen.

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Oft bringt ein stiller Zug das Erdbeben.

Richard Retí

Schachaufgabe

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