Schach und Shopping

Geschrieben am 07.08.2019 von Axel Cremerius

Bericht zum Schnellschachturnier in Limburg an der Lahn

Unser passives Vereinsmitglied Armin Cremerius machte uns auf das 5. Werkstadt Open in Limburg aufmerksam, das vom Bezirk 9 Lahn in einem Einkaufszentrum veranstaltet wird. Da uns die Ausschreibung gefiel, entschieden wir - Friedel Dicks und Ihr Berichterstatter - daran teilzunehmen. Das hieß für uns erst einmal früh aufstehen, da der Meldeschluss für das Turnier um 9:45 war. Anreise über Hennef, wo wir Armin einsammelten. Obwohl wir in Hennef versehentlich die falsche Auffahrt nahmen, waren wir schon früh am Veranstaltungsort, wo wir überrascht hörten, dass von uns keine Anmeldung eingegangen und das Turnier voll sei. Erst mal große Ratlosigkeit bei uns allen: Alternativ eine Besichtigung der historischen Altstadt und des Romanischen Doms einplanen? Oder lieber einen Shopping-Tag? Zum Glück erschienen nicht alle vorangemeldeten Spieler, so dass alle auf der Warteliste stehenden Spieler mitspielen konnten - es blieben sogar noch einige Plätze frei.

99 Spieler nahmen mit einer leichten zeitlichen Verzögerung den Kampf um Punkte und Preise auf. Die Nummer eins der Setzliste und klarer Turnierfavorit war der in Gießen wohnende Großmeister Alexander Donchenko mit ELO 2618! Es folgten die Internationalen Meister Klaus Klundt und Anatoli Donchenko, der Vater von Alexander. Weiterhin 3 FIDE Meister, darunter Uwe Kersten und mit Olga Birkholz, der neu gewählten Vizepräsidentin des Deutschen Schachbundes, eine weibliche FIDE-Meisterin.

Die Auslosung der ersten Runde brachte an Brett 1. die Paarung Friedel Dicks – GM Alexander Donchenko. Mir gelang ein Kurzsieg gegen einen jugendlichen Anfänger, so dass mir noch Zeit blieb bis zur nächsten Runde. Da konnte ich die Vorteile eines Einkaufszentrums als Spielort ausnutzen und mir eine Hose kaufen. Mit Anprobe reichte die Zeit, um zur nächsten Runde pünktlich am Brett zu sein. Bevor ich mich wieder dem Turnier widme möchte ich noch kurz auf die Location eingehen. Das Einkaufszentrum wurde vor 10 Jahren in einem ehemaligen Eisenbahn Betriebswerk, dessen Anfänge bis ins Jahr 1862 zurückreichen, eingerichtet. Architektonisch kein Vergleich zum Limbecker Platz. Teilweise sieht man das gut auf den beiliegenden Bildern, die alle von Friedel Dicks zur Verfügung gestellt wurden.

Nun weiter zum Turniergeschehen. Bis zur 4. Runde hatten Friedel und ich jeder 2 Punkte, Armin hing mit 1,5 etwas zurück. Danach gab es eine 45minütige Pause, die man gut nutzen konnte um in die benachbarte Altstadt zu spazieren. Die Pause hat Armin am besten verkraftet. Er holte aus den letzten 5 Runden 3,5 Punkte und beendete das Turnier mit 5 Punkten als bester Katernberger. Ich hielt meine 50% und beendete das Turnier mit 4,5 Punkten. Friedel viel leider etwas zurück und erspielte gute 3,5 Punkte. Leider ist bisher keine Tabelle des Turniers veröffentlicht worden, so dass ich nur den Sieger sicher Nennen kann: Nachdem er in der ersten Runde seinen härtesten Gegner bezwungen hatte, war der Weg für den Turnierfavoriten GM Alexander Donchenko frei.

Das Turnier endete ohne jegliche Proteste, was sicherlich auch ein Verdienst der umsichtigen Turnierleitung war. Uns Katernbergern hat der Ausflug ins schöne Limburg viel Spaß gemacht, im nächsten Jahr sind wir gerne wieder dabei. Das Turnier findet immer am vorletzten Samstag der hessischen Schulferien statt - 2020 also am 08. August. Vielleicht kommen dann auch weitere Katernberger mit. Es haben dort viele Jugendliche mitgespielt, so das es auch für die Katernberger Jugendlichen interessant sein dürfte. Frei nach dem Motto: Die Kinder gehen Schachspielen, die Eltern gehen Shoppen.

Da die Saison für SFK 7 am 22.09. beginnt, spielen wir am 21.09. ein weiteres Schnellturnier zur Vorbereitung. Diesmal geht es nach Rheydt. Wer Interesse hat mitzufahren kann mich gerne ansprechen.

Zurück

Das Denken für sich allein bewegt nichts, sondern nur das auf einen Zweck gerichtete und praktische Denken.

Aristoteles

Schachaufgabe

<<  <  >  >>
-