SFK 1 ist nicht zu stoppen

Geschrieben am 14.04.2019 von Bernd Rosen

NRW-Klasse: SFK behauptet die Tabellenführung

Trotz des Ausfalls von Mr. 100 Prozent Volker Gassmann behauptet SFK 1 die Tabellenführung durch zwei klare Siege gegen Iserlohn und Gütersloh. Gegen Iserlohn gelang sogar ein Grand "ohne vier", denn neben Volker fehlten auch noch Sebastian Siebrecht, Thomas Wessendorf und Rainer Kaeding. Doch überraschend souverän wurde dieser Kampf mit 5,5:2,5 gewonnen, ohne dass eine Partie verloren ging. Gegen Gütersloh brauchten wir dann "nur" zwei Ersatzspieler - hier hieß es am Ende gar 7:1. In der Tabelle liegen wir weiter gleichauf mit Plttenberg, haben aber ein Polster von 3,5 Brettpunkten Vorsprung. Der zweite Platz ist uns bereits sicher - und der würde einen Stichkampf um den Aufstieg bedeuten. Aber nach dem tollen Saisonverlauf trauen wir uns natürlich auch noch einen Sieg gegen Lasker Köln zu, der den direkten Wiederaufstieg bedeuten wiürde.

Obwohl Volker (6 aus 6) als Mannschaftsbester am heutigen Tag von Timo (6,5 aus 7) abgelöst wurde, gehört das Foto zum Beitrag ihm, dem wir auch auf diesem Wege noch einmal gute Besserung wünschen!

Kurzer Blick zurück zum Spiel gegen Iserlohn. Unser zweiter Anzug sitzt:

  • Jan Dette nur Remis, nachdem er lange Zeit eine sehr gute bis gewonnene Stellung hatte
  • Lukas Schimnatkowski nur Remis - auch er stand am Ende deutlich besser
  • Martin Villwock gewann in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern plus Turm dank der aktiveren Figurenstellung und dem besseren König
  • Maximilian Heldt gab in der längsten Partie des Tages in Gewinnstellung Remis, nachdem er vorher allerdings lange schlcht und zweitweise auf Verlust gestanden hatte.

Und so sah es bei den Stammspielern aus:

  • Bernd Rosen's Vorbereitung läuft ins Leere, er landet als Weißer in einem Grünfeldinder und remisiert frühzeitig durch Abholzung.
  • Thomas Neuer holt ebenfalls nichts aus der Eröffnung heraus und remisiert ebenfalls früh
  • Bosko Tomic lotst den starken Julian Scheider schnell in taktische Gewässer, in denen er die bessere Orientierung hat und auch genauer rechnet. Er gewann als Erster seine Partie.
  • Timo Küppers gewann ähnlich wie Martin Villwock: Im Endspiel mit ungleichfarbgen Läufern plus Turm hatte er die aktiveren Figuren.

Insgesamt also ein klarer 5,5:2,5 Erfolg. Da Plettenberg zugleich mit 7:1 gegen Castrop Rauxel gewinnt, schmilzt unser Vorsprung auf 2 Brettpunkte.

Nun also heute gegen Gütersloh. Sebastian hatte ein 7:1 gefordert, und wenn unser Großmeister die Latte so hoch legt, dann müssen wir auch drüber:

  • Max gewinnt sschon in der Eröffnung eine Figur und punktet ohne Mühe. 1:0
  • Bosko rechnet auch heute besser als der Gegner - eine Kombination aus Gabel und Abzug kostet diesen einen ganzen Turm. 2:0
  • Timo lässt einen weißen Springer nach b6, sein Ta7 droht mit Lb8 gefangen zu werden, aber nachdem er sich aus dieser Umklammerung befreit hat bleibt Weiß mit einer Ruine zurück - 3:0
  • Thomas Wessendorf gewinnt in der Eröffnung einen Bauern, kann das gegnerische Gegenspiel aber nicht völlig entkräften und muss sich in einem Doppelturmendspiel schließlich mit Remis begnügen. 3,5:0,5
  • Thomas Neuer erhält zunächst die deutlich aktivere Stellung, gewinnt dann einen Bauern und verwertet den Materialvorteil danach sicher.
  • Bernd Rosen hat mit den schwarzen Steinen schon in der Eröffnung die Initiative übernommen und erhält ein Endspiel mit zwei Mehrbauern. Auf der Suche nach Gegenspiel lässt der Gegner den schwarzen Freibauern auf e3 einen Moment lang aus den Augen, der prompt durchläuft: 5,5:0,5
  • Bernd Dahm hat mit Läufer- gegen Springerpaar schlecht abgewickelt, steht zwischendurch bedenklich. Am Ende muss er seinen Läufer für einen gegnerischen Freibauern geben, dafür erhält sein schwarzer Bg2 aber Unterstützung durch den h-Kollene, und dieses Duo bringt am Ende sogar noch den ganzen Punkt. 6,5:0,5
  • Rainer Kaeding spielt ein Springerendspiel scharf auf Sieg, aber sein Gegner opfert seinen Springer und verschafft sich einen freien Randbauern, der am Ende das Remis garantiert. Wir wundern uns, dass ein so junger Spieler das Endspiel so gut beherrscht, aber schnell findet sich die Erklärung: Er hat Bernd Rosens Buch "Fit im Endspiel" dabei und lässt sich dieses vom Autor signieren. Offenbar hat er mit dem Buch schon gut gearbeitet...

Plettenberg gewinnt gegen Sodingen/Castrop "nur" mit 5,5:2,5, damit ist der alte Abstand von 3,5 Brettpunkten Vorsprung wieder hergestellt. Damit genügt im letzten Saisonspiel nach menschlichem Ermessen ein 4,5 gegen Köln, denn Plettenberg müsste gegen Düsseldorf schon 8:0 gewinnen, um noch gleich zu ziehen.

Alle Ergebnisse und die aktuelle Tabellensituation stehen natürlich auch im NRW - Ergebnisportal.

Für das letzte Spiel der Saison am 12.05.2019 (Heimspiel gegen Lasker Köln) hoffen wir auf zahlreiche Zuschauer, die auch im Anschluss mit uns auf die erfolgreiche Saison anstoßen werden!

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Ich glaube Schach besitzt auch im fortgeschrittenen Alter noch magische Kräfte. Ein rheumatisches Knie wird während einer Schachpartie vergessen, und auch andere Ereignisse werden recht unwichtig, wenn man sie mit einer Katastrophe am Schachbrett vergleicht.

Vlastimil Hort

Schachaufgabe

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