SFK 3 macht Aufstieg perfekt

Geschrieben am 17.02.2014 von Bruno Müller-Clostermann

6:2-Heimsieg gegen SV Unser Fritz

Nach dem 7. Sieg in der 7. Runde liegt SFK 3 mit 14 Mannschafts- und 42,5 Brettpunkten unangefochten an der Tabellenspitze und steht (sehr wahrscheinlich!) vorzeitig als Aufsteiger in die Verbandsliga fest. Der Abstand zum Zweitplatzierten RW Altenessen beträgt 3 Punkte und sogar 6 Punkte zum Drittplatzierten SV Unser Fritz, der durch die aktuelle Niederlage in der Zeche Helene nur noch theoretische Aufstiegschancen hat.

Der Mannschaftskampf war nach zwei Stunden noch völlig offen, nur die Partie von Jürgen Armbrüster schien aussichtlos zu stehen. Tatsächlich wurde diese Partie auch als erste entschieden, allerdings mit dem überraschenden Ergebnis, dass sich unser Mannschaftskapitän aus seiner misslichen Lage befreien und sogar den vollen Punkt einfahren konnte!

Die Siegesserien von Holger Stratmann (jetzt 5 aus 5 in SFK 3 und 2 aus 2 bei Gasteinsätzen in SFK 2) und Edgar Schmitz (4-ter Sieg in Folge) wurden auch in diesem Kampf nicht unterbrochen und führten zu einem beruhigenden Vorsprung. Besonders bemerkenswert war die Partie von Edgar, der als Schwarzer mit der ehemals als passiv verkannten Philidor-Verteidigung schon früh einen mächtigen Kombinationswirbel entfachte. In der entscheidenden Phase gab es innerhalb von nur 5 Zügen gegen den unrochierten weißen König 5 taktische Schläge in Form von Figurenopfer, Fesselung, noch eine Fesselung, Bauerngabel und Abzugsschach. Sehr spektakulär! Nach einer ungeplanten Niederlage von Jürgen Riesenbeck, der in hoffnungsvoller Stellung den Faden verloren hatte, ergab sich ein komfortabler Halbzeitstand von 3:1.

Einen Einstand nach Maß feierte Günther Liszka bei seinem ersten SFK3-Gastspiel; nach gegnerischem Bauernraub konnte er genügend Initiative entwickeln, die schließlich zu entscheidendem Materialgewinn und zum 4:1 führten. Den Siegtreffer zum 5:1 durfte ich selbst beisteuern; in einer über fast 35 Züge beiderseits sehr gut gespielten Partie (so nachträglich mit Datenbanken und Houdini, Fritz & Co festgestellt), verpasste mein Gegner in den ebenfalls beiderseits wenig präzisen Zügen 35-40 mehrfach die Remisfortsetzung und überschritt in vermutlich verlorener Stellung die Zeit.

Werner Nautsch – mit den schwarzen Steinen - sah seinen modernen Verteidigungsaufbau einem bedrohlichen weißen Ansturm mittels h4, g4, Le3, Dd2 und Lh6 ausgesetzt. Aber mit einem Verteidigungsspringer auf f8 (mit dem man ja bekanntlich niemals Matt gesetzt werden kann! ;-) und einer optimistischen Grundhaltung gelang es Werner die Damen zu tauschen und zunächst in ein Endspiel mit gleichen Chancen einzulenken. In der 6. Spielstunde war´s dann ein Turmendspiel mit einem schwarzen Mehrbäuerchen, welches unaufhaltsam der gegnerischen Grundreihe zustrebte. 6:1!

Die schwierigste Aufgabe hatte Ralf Stremmel mit den schwarzen Steinen an Brett 1 gegen einen nominell deutlich stärkeren Gegner; der spielentscheidende Unterschied in einer beiderseits von Schwächen freien und symmetrischen Stellung war das weiße Läuferpaar, welches trotz (oder grade wegen?) des stark reduzierten Materials unwiderstehlichen Druck auf den schwarzen Königsflügel ausübte. Endstand 6:2.

Erich Krüger - mit bisher 5 Punkten aus 6 Partien sehr erfolgreich - konnte diesmal nicht mit dabei sein, sondern das erfreuliche Endergebnis nur aus der Ferne bestaunen. Ich erlaube mir aus Anlass unseres vorzeitig gesicherten Aufstiegs als nachträglichen Beitrag von Erich die Siegeshymne zur Katernberger Tabellenführung zur Anhörung zu empfehlen: „Die Petersburger Schlittenfahrt“ gespielt von „The Krüger Brothers“!

Die Tabelle nach der 7. Runde: Ergebnisportal NRW

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Lew Polugajewski

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