SFK besiegt Heiligenhaus souverän mit 6:2

Geschrieben am 15.01.2003 von Bernd Rosen

WDB - Porz II wird nach Riesenpanne vermutlich neu angesetzt

Christian Scholz

Die SFK-Schachspieler haben das Siegen doch noch nicht verlernt! Im Zweitliga-Heimspiel bezwangen sie in der GRUGA die SGEM Heiligenhaus sicher mit 6:2 und wahrten so ihre letzte Chance auf einen Spitzenplatz. GM Igor Glek strapazierte in seiner Partie die Nerven der Fans wieder einmal über Gebühr, als er in für ihn typischer Weise sein Zeitlimit bis zur letzten Sekunde auskostete, bevor die Punkteteilung feststand. Ganz anders GM Andrei Volokitin: Der 16-jährige Ukrainer widerlegte das ungenügend vorbereitete Angriffsspiel seines Gegners und kam zu einem leichten Sieg. Sebastian Siebrecht hat seine gute Form der Deutschen Meisterschaft konservieren können; gegen seine völlig überforderte Gegnerin landete er einen nie gefährdeten Sieg. Auch Martin Senff, dem zwischenzeitlich die Qualität abhanden gekommen war, setzte sich sicher durch. Endlich ist bei Christian Scholz (Foto) der Knoten geplatzt. In komplizierter Stellung behielt er den Durchblick, unterband gegnerische Angriffsversuche mit eigenem Gegenspiel und holte seinen ersten vollen Punkt für SFK. Falko Meyer hingegen kassierte nach der Widerlegung seines total überhastet vorgetragenen Angriffs die erste Niederlage bei den Katernbergern. Matthias Thesing remisierte, um den Mannschaftssieg sicher zustellen, und Dirk Hennig bog eine bedrohliche Mittelfeldstellung noch zum Sieg um.

Der sportliche Ausgang des anderen Zweitligaspiels mit Essener Beteiligung ist ohne Bedeutung, da das Spiel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wiederholt wird. Für ihr Gastspiel bei SF Weiße Dame Borbeck hatte die 2. Mannschaft der SG Porz beantragt, den Start von 10 auf 11 Uhr zu verlegen. Diesem Antrag hatte Bundesliga-Leiter Jürgen Kohlstädt (Hamburg) stattgegeben und die Entscheidung in den offiziellen Verlautbarungen publiziert. Bei den Porzern war der eigene Antrag dann aber offensichtlich in Vergessenheit geraten, und so stand das Team kurz vor 10 Uhr vor dem noch verschlossenen Wilhelm-Heine-Haus. WDB-Coach Siegfried Kipper machte vergeblich auf die Verlegung aufmerksam, hatte aber die offizielle Verlautbarung nicht parat. Da auch Schiedsrichter Guido Leimkühler (Hattingen) die Zeitänderung "überlesen" hatte und selbst der telefonisch konsultierte Bundesligaleiter seine Entscheidung nicht greifbar hatte, verkürzte der Schiedsrichter den kurz vor 11 Uhr erschienenen Borbeckern die Bedenkzeit pro Partie um 45 Minuten (was nur bei einem Verschulden der Borbecker korrekt gewesen wäre). Dadurch war Chancengleichheit natürlich nicht mehr gegeben; das Ergebnis (4,5:3,5 für die Gäste) ist unter diesen Umständen für WDB zwar achtbar, aber vermutlich bedeutungslos. Inzwischen bemühen sich die Beteiligten bereits um einen Termin für die Neuansetzung des Spiels.

Willi Knebel

Alle Einzelergebnisse finden Sie auch in dieser Saison wieder auf der Seite des Deutschen Schachbundes unter www.schachbund.de/SchachBL/2blw00e.htm.

Zurück

Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts.

Max Planck

Schachaufgabe

<<  <  >  >>
-