SFK besiegt Hofheim mit 5:3

Geschrieben am 16.02.2004 von Bernd Rosen

Schachbundesliga

GM Andrei VolokitinVerheißungsvoller Auftakt beim Bundesliga-Wochenende in St. Ingbert für die Schachspieler der Sportfreunde Katernberg: Nach dem 5:3 über den SV Hofheim steht der Aufsteiger im Mittelfeld der Liga und dürfte mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.

 Zu Beginn des Wettkampfes gab es am Spitzenbrett das inzwischen gewohnte Bild. Der 17-jährige ukrainische Großmeister Andrei Volokitin, wie immer bestens vorbereitet, legte gegen seinen Landsmann Stanislav Savchenko los wie die Feuerwehr und hatte schnell nicht nur die überlegene Stellung, sondern auch einen einstündigen Zeitvorteil erspielt. Nach einem gewaltsamen Befreiungsversuch des Hofheimer Spitzenspielers erzwang Volokitin mit einem Turmopfer schon nach drei Spielstunden die Kapitulation.

 

Für das 1:1 war Igor Glek verantwortlich. Der in Essen lebende russische Großmeister hatte sich in einer engagiert geführten Partie positionelle Vorteile erspielt und war, ganz gegen seine Gewohnheit, auch sparsam mit der Bedenkzeit umgegangen. Am Ende war jedoch alles umsonst: In der Zeitnotphase verfiel Glek in seinen alten Fehler und verlor durch Zeitüberschreitung.

IM Erwin l'Ami Der in der laufenden Spielzeit erstmals eingesetzte Erwin L'Ami (Foto rechts) brachte SFK erneut in Führung. In einem unüberschaubaren "Handgemenge" am Damenflügel behielt der Holländer mit kühlem Kopf den Durchblick und gewann mit einem unstoppbaren Freibauern. Kurz darauf remisierte Vladimir Chuchelov, nachdem ein Angriff auf der geöffneten h-Linie von seinem Großmeisterkollegen Jörg Hickl abgeschlagen worden war.

Noch einmal musste SFK den Ausgleich hinnehmen. Sebastian Siebrecht konnte sein Turmendspiel nicht halten und verlor. IM Javier Moreno Carnero Christian Scholz, der nach verwickeltem Partieverlauf in einem chancenreichen Endspiel gelandet war, übersah einen raffinierten Gewinnzug und musste sich mit Remis zufrieden geben, bevor Javier Moreno Carnero (Foto links) mit seinem ersten Partiegewinn im SFK-Team die Weichen endgültig auf Sieg stellte. Der Spanier hatte sich in der Eröffnung auf ein riskantes Spiel eingelassen und ein gegnerisches Springeropfer provoziert. Mit großem kämpferischem Einsatz verteidigte er danach seinen gefährdeten König und erreichte am Ende ein Endspiel, in dem sein Turm eine gegnerische Bauernwalze stoppen musste, was mit Hilfe des Gegners auch gelang. Den Schlusspunkt setzte Martin Senff, der schon frühzeitig auf Gewinn gestanden hatte, sich dann aber schwer tat, den Vorteil zu realisieren.

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