SFK U20 II verliert das Endspiel 3:3

Geschrieben am 07.04.2019 von Bernd Rosen

Jugendverbandsliga: Stichkampf gegen Mülheim Nord

Mit einem Unentschieden verlieren - das gibt es wohl nur im Schach (gegenteilige Hinweise bitte an die allerdings noch einzurichtende Emailadresse dazulernen@sfk-schach.de). Unsere 2. Jugendmannschaft verlor mit genau diesem Ergebnis das Endspiel der Jugendverbandsliga gegen Mülheim: Die oberen drei Bretter verloren ihre Partien, der hintere Mannschaftsteil punktete voll - die Berliner Wertung sprach da eine sehr eindeutige Sprache. Unsere Glückwünsche gehen an den SV Mülheim Nord, dem so der Wideraufstieg in die NRW-Jugendliga gelang. Unsere Truppe dagegen "darf" einen neuen Anlauf in der nächsten Saison nehmen.

Im Großen und Ganzen entsprach dieses Ergebnis auch den DWZ-Erwartungen: Anna und Cem würden gegen ihre nominell stärkeren Gegner einen schweren Stand haben, zumal beiden die Spielpraxis fehlt. Dafür besaßen wir hinten leichte bis deutliche DWZ-Vorteile - am deutlichesten bei Lasse, der denn auch nach einer knappen Stunde für die 1:0 Führung sorgte: In einem Sizilianer entschied sich sein Gegner in etwas unbequemer Stellung für die lange Rochade. Eine Entscheidung, die nicht anders als suizidal zu bezeichnen ist, was Lasse mit wenigen überzeugenden Zügen nachwies. Kurz vor dem unabwendbaren Matt gab sein Gegner auf. Isabel geriet in der Eröffnung in Schwierigkeiten, konnte sich aber herausarbeiten und gewann dann ein vermutlich nur gleich stehendes Endspiel. Auch Cems König geriet am Damenflügel in Schwierigkeiten, und dies zudem bei einem Minusbauern. Obwohl Schwarz den sofortigen Knockout mit einem naheliegenden Springeropfer auf b3 verpasste, konnte Cem sich doch nicht halten: 2:1. Anna war am Spitzenbrett in eine typische schlechte Französisch-Stellung mit dem schlechten Damenläufer geraten, auch ihr halfen weder Zähigkeit noch ein Verzweiflungsangriff durch g7-g5 - am Ende siegte Weiß und Mülheim glich aus zum 2:2.

Wie Nico seine Partie gewann habe ich nicht mitverfolgen können, da Jan Dette (danke!) die Mannschaftsführung übernommen hatte. Als ich seine Stellung zuletzt gesehen hatte, warf Schwarz die Bauern alle nach vorn, ohne dass ich aber Sorgen um Nico's König hatte. Vermutlich konnte Nico im Endspiel die entstandenen Schwächen ausnutzen - jedenfalls sorgte er für das 3:2.

Somit blieb Alexander übrig, den ich eigentlich auch auf der "Haben-Seite" geführt hatte - schließlich hat er zuletzt weit über seiner aktuellen Wertungszahl gespielt, so dass ich ihn auch gegen die nominell etwa gleichwertige Carolin Frank als Favoriten sah. Leider missriet ihm die Eröffnung komplett - bei fehlender Entwicklung hatte er sich auch noch einen schwachen Bauern auf c6 eingehandelt. Am Ende berichtet Jan von einem Endspiel, das wegen des Minusbauern verloren ging - schade, aber auf jeden Fall auch eine starke Leistung der Mülheimer Spielerin! Endstand 3:3

Die Einzelergebnisse stehen auch Im Ergebnisportal NRW (dort sind Heim- und Gastmannschaft versehentlich vertauscht eingegeben worden, aber sonst ist alles richtig eingetragen)

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Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

Seneca

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