SFK3: Sieg reicht nicht zum Klassenerhalt

Geschrieben am 07.05.2017 von Bruno Müller-Clostermann

5,5:2,5-Sieg gegen SV Wattenscheid 2

"SFK 3 verabschiedet sich aus der Regionalliga" hatte ich nach der letzten Niederlage in Brackel getitelt. Leider erwies sich diese voreilige Prognose letztlich als richtig. Wir haben zwar in der Schlussrunde mit einem 5,5:2,5-Sieg alles getan, um unsere kleine Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, aber das notwendige Übermaß an Glück hat uns Caissa dann doch nicht gegönnt.  

Aber jetzt der Reihe nach: Das SFK3-Heimspiel gegen SV Wattenscheid 2 in der Regionalliga Ruhr begann mit einem für mich unerwarteten Materialtransport von der Parterre in den blauen Raum (2. OG). Neben dem Spielmaterial waren durch das Nadelöhr in Form der „geschlossenen Gesellschaft“ im Bistro auch einige Tische und Stühle zu transportieren, nicht zuletzt um auch dem geduldigen Schiedsrichter ("Goldi" hat sowieso die Ruhe weg!) seinen Arbeitsplatz einzurichten.

 

Die zweite Panne traf die gegnerische Mannschaft aus Wattenscheid, die wegen kurzfristiger Erkrankung eines Spielers nur zu siebt antreten konnte. Dadurch wurde immerhin die dritte Panne - mangelnde Versorgung mit Kalt- und Warmgetränken in der 2. Etage - einigermaßen geheilt: Der freie Spieler (das war ich selbst, jetzt als "not-playing-captain") konnte sich nach Ablauf der Karenzzeit (30 Minuten) um Wasser und Kaffee für die beiden Mannschaften kümmern.

 

Zum Spielverlauf: Nach der kampflosen 1:0-Führung erreichten wir nach einem Schwarzremis von Bernd Dahm am Spitzenbrett mit relativ schnellen Siegen von Werner Nautsch (Sämisch-Variante gegen Königsindisch), dem angriffslustigen Jürgen Riesenbeck (mit 2.c3 gegen Sizilianisch) und "Stonewaller" Jan Dette einen frühen und perfekten Zwischenstand von 4,5:0,5. Damit war der Mannschaftssieg schon gesichert, aber wir wollten ja mehr!

 

Die Stellung von Jürgen ist ein Foto wert. Das "Zwischenschach" mit Tg4xg7 brachte dem frischen Senioren-Ruhrgebietsmeister zwei Bauern und ein leicht gewonnenes Endspiel, das sich sein Gegner nicht mehr im Detail zeigen lassen wollte.

Es liefen noch die Partien von Willy Rosen (Brett 2, zunehmend problematisch), Erich Krüger (Brett 3, hoffnungsvoll) und Ralf Stremmel (Brett 5, etwas für sehr zähe Verteidiger), aus denen wir noch einen Punkt brauchten, um unser Wunschergebnis von mindestens 5,5 Brettpunkten zu erreichen, das noch eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt offen ließ.

 

Leider konnte Willy seine bedrängte Stellung gegen die auf die zweite Reihe eingedrungenen schwarzen Schwerfiguren nicht halten, aber Erich schien auf der Siegerstraße zu sein. Am Ende kam es anders, da Ralf seine zeitweise desolate Stellung doch noch irgendwie konsolidieren konnte und ein sicheres Remis erreichte. Und aus dem erwarteten vollen Punkt von Erich wurde dann doch nur ein Remis, vgl. Bild. Endstand: 5,5:2,5.

 

Die in dieser Schlussrunde gegeneinander gepaarten Mitkonkurrenten um den Abstieg - Ahlen 1 und Mülheim Nord 3 - taten uns leider nicht den Gefallen sich mit 4:4 zu trennen. In diesem Falle hätten wir noch den rettenden Platz 7 erreicht! Nach dem 5:3-Sieg von Ahlen konnten wir nur Mülheim Nord 3 und SV Hamm 1 überholen, sind also nur auf Tabellenplatz 8 und müssen für die Verbandsliga planen.

 

Weitere Informationen im NRW-Ergebnis-Portal ---> https://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2016/1861/

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Dort ist es immer leichter einen Schatz zu Tage zu fördern, wo bereits irgendjemand eine Handvoll Münzen aufgefunden hat.

Igor Saizew

Schachaufgabe

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