SFK6 weiterhin ungeschlagen

Geschrieben am 05.12.2021 von Lukas Schimnatkowski

Ein Bericht von Lukas Rasch

Am dritten Spieltag der Bezirksklasse fuhr unsere sechste Mannschaft nach Mülheim, um gegen den punktgleichen Konkurrenten MH Nord 5 anzutreten. Axel und Friedel halfen aus SFK 7 aus. Kurzfristig kam ein Spieler von unserer Seite nicht, weshalb es leider schon 0-1 stand. Axel versuchte bereits früh über den Königsflügel einzubrechen. Er verpasste sich dabei selbst einen Doppelbauern, um das Zentrum zu sichern und versuchte anschließend seine Türme mit g4, Kh1 und Tg3 ins Spiel zu bringen. Friedel stand sehr passiv und wurde von seinem Gegner mit d4, e4, f4 und kurz darauf f5 ordentlich unter Druck gesetzt.

An Brett 6 spielte Bugrahan wie gewohnt langsam. Im sechsten Zug überlegte er bereits eine volle Stunde! Sein Gegner bekam Raumvorteil am Damenflügel, nachdem Bugrahan sehr passive Züge machte. Sehr offensiv legte Herbert Schmitthöfer die Partie an. Sein König hatte zwar keinen Schutz, jedoch bedrohte er seinen Gegner so sehr, dass der keinen Nutzen daraus ziehen konnte.

Ole spielte an Brett 2, und man merkte ihm an, dass ihn die 5-stündige Partie am Vortag Kraft gekostet hatte. Er spielte sehr schnell und simpel. Sein Gegner stellte den d4 Bauern ein und so bekam Ole einen Freibauern. Das Remisangebot seines Gegners lehnte er sofort ab.

Lukas eröffnete an Brett 1 mit 1.e4 und bekam eine symmetrische Stellung. Er versuchte alle Figuren für einen Königsangriff bereitzumachen und bereitete dazu f4 vor.

Nach knapp 1,5 Stunden meldete Herbert seinen Sieg. Er dominierte den Schwarzspieler und trug einen überragenden Königsangriff vor. Friedel hatte indes Dame, Turm und Läufer gegen Turm und 3 Figuren, welche alle sehr aktiv standen und den freien König bedrohten. Axels Angriff war ein bisschen abgeflacht und beide versuchten bestmöglich die Figuren zu verbessern.

Unterdessen stand Bugrahan sehr gedrückt. Sein Gegner hatte Raumvorteil, jedoch hatte sich Bugrahan ein wenig von seinem anfangs deutlichen Zeitvorteil getrennt. Stefan gewann nach zunächst ruhigerem Spiel eine Qualität, nachdem er seinen Läufer nach d3 zog und der gegnerische Turm auf f1 hing, da dieser sich nicht bewegen konnte.

Nach 3 Stunden verlor Lukas einen wichtigen Zentrumsbauern, versuchte aber mit der Dame den schwachen gegnerischen König zu attackieren. Es gab nur einen Ausweg und diesen fand sein Gegner in der Zeitnotphase nicht, weshalb er das Remisangebot annahm. Friedel hatte seinen Turm gegen Läufer, Bauer und Gegenspiel getauscht. Kurz darauf gewann er, da seine Figuren die unkoordinierten Angriffsfiguren des Gegners gewannen, Zwischenstand: 2,5:1,5!

Axel bekam zunehmend Zeitprobleme. Er musste 15 Züge mit 2 Minuten auf der Uhr schaffen, um die 40 Züge zu erreichen. Diese Partie endete nach über 3,5 Stunden unglücklich zugunsten seines Gegenspielers.

Kurz darauf kam ein weiterer Rückschlag. Ole übersah für einen Zug ein Manöver, wodurch sein Gegner den Springer befragte, ob er nun den Turm oder die Dame decken wollte und gewann damit die Dame gegen einen Turm. Kurz darauf musste Ole aufgeben.

Bugrahans Gegner war nun selbst in Zeitnot und schaffte es trotz Raumvorteil nicht, Material zu gewinnen. Nach fast 4 Stunden erreiichte Bugrahan das Remis. In Anbetracht dessen, dass er bereits nach 6 Zügen nur noch eine halbe Stunde hatte, ging dieses Ergebnis vollkommen in Ordnung.

In der Zwischenzeit hatte Stefan ein Remisangebot seines Gegners konsequent abgelehnt. Um genau 15 Uhr gab Stefans Gegner schlussendlich auf, da sein König von Stefans Turm, König und Freibauer optimal in die Ecke gedrängt wurde.

Nach drei Runden steht SFK 6 nun punktgleich mit Mühlheim auf Platz 4 der Tabelle. Das nächste Spiel ist im Januar gegen Borbeck.

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Die Praxis sollte das Ergebnis des nachdenkens sein, nicht umgekehrt.

Hermann Hesse

Schachaufgabe

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