SFK7 siegt weiter

Geschrieben am 19.01.2022 von Axel Cremerius

In der Kreisliga hatten wir in der 3. Runde die Mannschaft von Mülheim-Nord 7 zu Gast. Diese war mit zwei Siegen noch verlustpunktfrei und für uns der erwartet schwere Ggner. Da Markus Kontny (Brett 4) und Achim Kühn (Brett 5) verhindert waren, kam neben unserem Stammersatz Friedrich Günter Klas noch Günter Struck aus der achten Mannschaft zu einem Einsatz. Bei unserem Gegner Mülheim Nord fehlte hingegen nur deren dritter Stammspieler. Somit waren beide Mannschaften in etwa gleichwertig besetzt, wobei Mülheim an den oberen Brettern leichte DWZ Vorteile besaß, an den unteren Brettern wir.

Ziemlich schnell erspielte sich Sam Becker an Brett 4 eine vorteilhafte Stellung und gewann frühzeitig eine Leichtfigur. Auch an Brett 6 hatte Günter Struck bereits Stellungsvorteile erspielt. An Brett 5 gewann Friedrich Günther Klas eine Figur, vergaß das wohl kurze Zeit später wieder und gab seine Partie früh Remis. Spielstand 0,5-0,5! Das machte aber in dem Moment nicht viel aus, da Sam Becker weiteres Material einsammelte und die Partie sicher gewann. Eine fehlerfreie Partie von Sam und ein schöner Sieg. Spielstand 1,5-0,5!

Nun machte auch Günter Struck an Brett 6 den Sack zu und gewann letzlich sicher seine Partie, indem er im Turmendspiel seine verbundenen Freibauern am Damenflügel in Richtung achte Reihe schickte. Spielstand 2,5-0,5. Meine Partie an Brett 1 hatte nie die Remisbreite überschritten und so bot ich meinem Gegner Remis, das er bei diesem Spielstand zunächst ablehnte. Nachdem ich die Stellung weiter vereinfacht hatte, bot dann mein Gegner kurze Zeit später selber Remis, was ich dann auch annahm. Spielstand 3-1.

Es fehlte also nur noch ein Remis zum Mannschaftssieg. An Brett 3 bekam es Daniel Klaus mit dem DWZ-stärksten Mülheimer Joachim Wolter (1649) zu tun. Daniel stand lange Zeit gedrückt, da er es leider verpasst hatte, die Initiative mit einem Bauernvorstoß im Zentrum zu übernehmen. Dadurch hatte er später Probleme mit seinem passiven Läufer gegen den aktiven gegnerischen Springer und geriet zum Schluss in ein Mattnetz. Schade, Spielstand nur noch 3-2.

Damit hing alles an der letzten Partie von Friedel Dicks an Brett 2 gegen seine Gegnerin Svetlana Cipkes. Friedel stand zwischenzeitlich schlechter, weil seine Gegnerin ein starkes Läuferpaar hatte. Irgendwie wickelte sie das ganze aber in ein Leichtfiguenenendspiel mit zwei Mehrbauern und verschiedenfarbigen Läufern ab. Somit hatte Friedel wieder die Chance, das Endspiel doch noch Remis zu halten. Friedel spielte in dieser Phase sehr genau, seine Gegnerin nicht immer, sodass er sich eine nur schwer einnehmbare Festung errichten konnte. Nach einigen weiteren Zügen sah auch seine Gegnerin kein Weiterkommen und bot Remis, was Friedel dankend annahm. Tatsächlich hätte es einen erstaunlichen Gewinnweg gegeben. Schwarz hätte beide Mehrbauern opfern müssen, um die weiße Verteidigung zu überlasten:

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Endstand also auch dank der kämpferischen Leistung von Friedel 3,5-2,5! Die 4. Runde folgt am 06.02.22 in einem weiteren Heimspiel gegen Kupferdreh 3.

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Sitze auf Deinen Händen!

Dr. Siegbert Tarrasch

Schachaufgabe

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