Sturz auf Platz 10

Geschrieben am 17.03.2007 von Bernd Rosen

Logo BundesligaBundesliga: SFK verliert gegen Eppingen mit 3,5:4,5

In einem engen Match unterlag SFK dem SC Eppingen knapp mit 3,5:4,5 und stürzt in der Tabelle auf Platz 10 ab. Zeitgleich erspielte der SV Mülheim Nord ein 4:4 gegen Tegernsee - zu wenig, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen.

Georgios Souleidis
Georgios Souleidis

Überraschend hatten die Eppinger auf Jugendweltmeister Arik Braun verzichtet, kamen aber dennoch mit einer schlagkräftigen Mannschaft ins Revier. Der lange Zeit ausgeglichene Kampf zweier auf dem Papier gleichwertiger Mannschaften wurde einmal mehr in der Zeitnotphase entschieden. Zunächst kam Georgios Souleidis, der kurzfristig für den verhinderten Christian Scholz eingesprungen war, zu einem sicheren Remis gegen Großmeister Lothar Vogt. Auf Remis geradezu abonniert ist Erwin l'Ami, der auch diesmal nichts aus seinem Anzugsvorteil machte und bereits zum achten Mal in dieser Spielzeit den Punkt teilte. Das dritte Unentschieden steuerte Andrei Volokitin bei. Nach frühem Damentausch besaß er zwischenzeitlich zwar einen Mehrbauern, angesichts der ungleichfarbigen Läufer war die Remisbreite jedoch nie überschritten.

Vladimir Chuchelov
Vladimir Chuchelov

Eine starke Partie spielte Vladimir Chuchelov gegen den ungarischen Großmeister Peter Acs. Mit den schwarzen Steinen übernahm er frühzeitig die Initiative, griff energisch am Königsflügel an und stellte seinen Gegner nach einem Qualitätsopfer vor ein undeckbares Matt. Dieser Erfolg wurde jedoch zunichte gemacht durch die Niederlagen von Sebastian Siebrecht und Igor Glek: Siebrecht überschritt im 36. Zug in Verluststellung die Zeit, und Glek verpasste in einer dramatischen Zeitnotschlacht im 39. Zug den Sieg und ließ im 40. Zug das mögliche Remis aus. Allerdings hatte er lange eine schlechtere Stellung verteidigen müssen - ein Sieg hätte den Partieverlauf auf den Kopf gestellt.

Martin Senff
Martin Senff

Die Katernberger Niederlage war besiegelt, als auch Nazar Firman seine Partie aufgeben musste. Nach einem starken Qualitätsopfer seines Gegners hatte er mutig einige Bauern ins Geschäft gesteckt, konnte sich aber keine ernsthaften Angriffsmöglichkeiten verschaffen. Den Schlusspunkt setzte Martin Senff, der positionell immer besser stand und in einem präzise geführten Endspiel zum Erfolg kam.

Im Kampf der Mülheimer gegen Tegernsee endeten alle Partien nach zum Teil langwierigem Kampf Remis. Da Wattenscheid gleichzeitig gegen Kreuzberg gewann, beträgt der Rückstand auf Platz 12 jetzt praktisch uneinholbare fünf Punkte.

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Das Schachspiel ist ein Kampf, aber hauptsächlich wohl gegen die eigenen Fehler.

Unbekannt

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