Traumstart für SFK 2

Geschrieben am 25.09.2016 von Bernd Rosen

NRW - Klasse: SFK 2 besiegt Bochum 02

Das war ein Auftakt nach Maß: Nachdem wir in der vergangenen Spielzeit mit vier Niederlagen in Folge gestartet waren und erst im letzten Spiel der Saison mit dem Sieg über den Spitzenreiter Wuppertal den Klassenerhalt gesichert hatten, knüpften wir diesmal nahtlos an diese guten Leistungen an und besiegten den Bochumer SV 02 knapp aber verdient mit 4,5:3,5. Gewonnen haben mit den beiden Rosens die beiden ältesten Spieler der Mannschaft, aber Timo (mit der m.E. besten Partie des Tages) und Patrick steuerten auch 1,5 Jugendpunkte bei. Marcus Bee und Martin Villwock (mit Qualitätsvorteil im Endspiel) remisierten ebenfalls, nur Thomas Wessendorf und Volker Gassmann mussten sich nach langer Gegenwehr geschlagen geben. Das Foto kommt diesmal aus dem Archiv - ich musste spielen!

Die Gäste waren zwar (für uns überraschend) ohne ihr neues Spitzenbrett Michail Zaitsew angetreten, aber dennoch bärenstark besetzt und an den ersten 7 Brettern mit klar besseren DWZ- und ELO-Zahlen ausgestattet. Auf unserer Seite fehlten mit Sarah Hoolt und Marcin Kolago gleich zwei Spitzenbretter, Willy Rosen sprang als Ersatzmann ein. Als Erster neutralisierte Marcus Bee die Aktivität von IM Bernd Schneider und kam zu einem sicheren Remis - bei der ersten Zeitkontrolle war dies die einzige entschiedene Partie! Nach der Zeitkontrolle gab der frühere Katernberger und in der Fremde zum IM gereifte Achim Illner seine hoffnungslose Stellung gegen mich auf, was im Nachhinein die Schlüsselpartie sein sollte: Denn nachdem ich ein angebotenes Bauernopfer akzeptiert hatte, stand ich stark unter Druck und konnte den Laden nur mit Mühe zusammen halten. Bei deutlich schlechterer Zeit und in Ermangelung aktiver Pläne bot ich Remis, was Achim verschmähte. Kurz darauf ermöglichte er mir, den Bauern zurück zu geben und dafür aber meine Figuren zu aktivieren. Objektiv war die Position immer noch im Gleichgewicht, aber mit dem psychologischen Umschwung kam er nicht klar, geriet selbst in Zeitnot und stellte im Endspiel eine Figur ein.

Wesentlich unspektakulärer verliefen die beiden anderen Siege: Timo Küppers war seinem rund 200 Punkte stärkeren Gegner in dieser Partie sowohl strategisch als auch taktisch klar überlegen und führte eine immer bessere Stellung souverän zum Sieg. Hut ab!

Willy Rosen hatte als einziger einen von der Wertungszahl her etwa gleichwertigen Gegenspieler. In einem Franzosen tauschte er im Vertrauen auf die Überlegenheit seines Springers gegenüber dem schlechten Läufer schnell ins Endspiel ab, das sich dank eines entfernten Freibauern dann auch tatsächlich als gewonnen erwies. Patrick Imcke stand immer besser, fand aber den Türöffner nicht, und auch Martin Villwock musste sich trotz Mehrqualität im Endspiel mit einem Remis begnügen. Trotzdem waren die nötigen 4,5 Punkte damit im Sack, und die beiden Niederlagen zu verschmerzen: Thomas Wessendorf hatte gegen WGM Anna Zatonskih mit den schwarzen Steinen wohl eine bessere Stellung erreicht, büßte in der Zeitnot aber einen Bauern ein und stemmte sich danach vergeblich gegen die Niederlage. Auch die Stellung von Volker Gassmann gegen IM Detlev Heinbuch gefiel mir im Mittelspiel besser. Trotzdem geriet er in Nachteil und kämpfte bis in die siebte Spielstunde hinein bravourös mit Turm und zwei Läufern gegen Dame und Springer, letztlich aber vergeblich.

Nach dem Schlingerkurs der letzten Jahre wollen wir nicht übermütig werden und sprechen zunächst mal von zwei Punkten gegen den Abstieg. Hier meine Partie gegen Achim Illner:

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Es genügt ja nicht, selbst Erfolg zu haben. Man will auch sehen, dass die andern erfolglos bleiben.

Budd Schulberg

Schachaufgabe

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