U20 weiter siegreich

Geschrieben am 21.11.2011 von Volker Gassmann

Jugendverbandsliga: SFK besiegt SV Horst-Emscher mit 6½:1½

In der Jugendverbandsliga bleibt unsere Jugendmannschaft weiterhin siegreich und führt die Tabelle mit 6:0 Mannschaftspunkten an. Allerdings beträgt der Vorsprung vor unserem nächsten Gegner "Unser Fritz Wanne" nur einen Brettpunkt.

Da wir an den Brettern 4 und 5 kampflos gewannen und an den letzten beiden Brettern schnell ein entscheidender Materialvorteil erzeilt wurde stand der Sieg nie in Frage. Hart gekämpft wurde aber an den anderen Brettern. Jan Dette und Patrick Ruhwedel spielten beide die "Katernberger Variante" 1.e4 e5 2.d4. Möglicherweise waren die Gegner durch den letzten Bericht gewarnt; jedenfalls wagten sie nicht auf d4 zu schlagen, sondern spielten 2. ... d6. Leider hielten sich unsere Jugendlichen nicht an die Empfehlung, die Spannung mit Sf3 aufrecht zu erhalten, sondern gingen mit de5: in ein damenloses Mittelspiel, wo Weiß nur geringen Vorteil hat. 

Trotzdem gelang es beiden, ihren Entwicklungsvorsprung in einigen Druck umzusetzen. Während Jans Gegner sich gut verteidigte, stellte Patricks Gegner bald eine Figur ein und verlor. Die einzige kritische Stellung hatte Lukas Schimnatkowski an Brett 6, der, nachdem sein Gegner nach 1. d4 Sf6 2. c4 c5 mit 3. Sf3 jeglichen Benoni-Versuchen einen Riegel vorgeschoben hatte, anstelle des im Rahmen der Thematurniere vorgestellten Kasparov Gambits eine zu symmetrische Fortsetzung mit e6 und baldigem d5 wählte und in eine passive Stellung geriet und bald einen Bauern verlor. Hier haben die Trainer wohl versäumt, die denkwürdige Partie Volker Gassmann - Bernd Rosen aus Bad Wiessee vorzustellen ...

Zum Glück hatte sein Gegner zum Schluss keine Idee, wie er mit Dame und Turm seinen blockierten Mehrbauern auf d4 ausnutzen konnte und bot Remis an.

Eine taktisch sehr komplizierte Partie gewann Max Heldt, der auch einen Tag vorher beim Viererpokal seine gute Form bewiesen hatte. Unglücklich war die Niederlage von Jan Dette: Nachdem er die ganze Partie über gedrückt hatte, entkam sein Gegner in eine Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Beide Trainer warteten ungeduldig auf den erwartenen Remisschluss, aber Jan spielte lobenswerterweise auf Sieg. Plötzlich glaubte er, mit einem Durchbruch seinen h-Bauern zur Umwandlung zu bringen, übersah jedoch, dass sein Gegner diesen mit Lf8-g7 gerade noch aufhalten konnte. Trotz Minusbauer wäre die Partie mit genauem Spiel immer noch Remis gewesen, aber unter dem Schock verlor Jan den Faden und verlor, so dass unsere Gegner zum Ehrentreffer kamen.

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Sokrates

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