Verloren!

Geschrieben am 24.11.2007 von Bernd Rosen

ImageBundesliga - Kurzbericht zum Derby gegen Mülheim Nord

Gut gekämpft und doch verloren - so lautet das Fazit nach dem Lokalderby gegen Mülheim Nord. Auch wenn wieder einmal fast bis zur letzten Minute gespielt wurde, zeichnete sich die Niederlage schon zur Zeitkontrolle ab. Bis dahin hatte Erwin l'Ami keinen Nutzen aus der Schwäche des weißen Königsflügels ziehen können - Daniel Fridman pochte auf Läuferpaar und Zentrum, und die erwiesen sich als die stärkeren Trümpfe. Evgeny Postny musste in einem Nimzoinder ebenfalls das Läuferpaar bekämpfen, verstand es aber besser, dynamische Kompensation dafür zu erhalten. Ein sicheres Remis stand am Ende der Partie.

Igor Glek
Igor Glek

Die Schlüsselpartien verloren Igor Glek und Stelios Halkias mit den weißen Steinen. Igor Glek überschätzte seine Chancen im Endspiel zunächst und wurde letztlich das Opfer einer tückischen Mattidee des jungen Vachier-Lagrave. Unglücklich verlief das Debut von Stelios Halkias, der gegen Vladimir Potkin im Mittelspiel stark drückte und auch ein Remisangebot ablehnte. Doch Potkin verteidigte sich sehr geschickt, nach einem Qualitätsopfer erwies sich die weiße Kompensation schließlich als unzureichend.

Georgios Souleidis kam zu einem Remis gegen Mihail Saltaev, nachdem er zunächst besser und am Ende klar schlechter gestanden hatte. Martin Senff stand gegen Vadim Malakhatko etwas unter Druck, verteidigte jedoch mit Geschick ein letztlich sicheres Remis. "Wir haben beide nicht verstanden, was in der Partie eigentlich vor sich ging - ein Remis ist insofern ein gerechtes Ergebnis!" kommentierte Nazar Firman den Verlauf der wohl aufregendsten Partie des Tages gegen Vitali Golod, in der beide Könige selbst im Endspiel ständig neuen Angriffen ausgesetzt waren.

Christian Seel
Christian Seel

Den Ehrentreffer für SFK erzielte Christian Seel gegen Alexander Berelovich: Er hatte sich ebenfalls frühzeitig das Läuferpaar und die etwas günstigere Bauernstruktur gesichert, wickelte dann in ein Turmendspiel mit einem starken Freibauern ab und verwertete den Vorteil technisch sauber.

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Das Rationale am Menschen sind die Einsichten, die er hat. Das Irrationale an ihm ist, dass er nicht danach handelt.

Friedrich Dürrenmatt

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