Vorentscheidungen in Solingen!?

Geschrieben am 01.02.2015 von Ulrich Geilmann

SFK holt nur einen Punkt gegen Solingen und Mülheim

Den an diesem Wochenende angesetzten Begegnungen gegen Solingen und Mülheim kamen in meinen Augen bereits Schlüsselfunktionen zu und da wir nicht ordentlich gepunktet haben, muss man sich angesichts des verbleiben Restprogramms nun getrost darauf einrichten, den Klassenerhalt zumindest nicht mehr aus eigener Kraft zu schaffen. Doch der Reihe nach:

Hatte ich eigentlich die richtige Erwartungshaltung vor dem Wochenende? Ich hätte doch wissen müssen, dass beide Teams starke und erfahrene Bundesligamannschaften sind. Und machen wir uns nichts vor: Selbst unter Berücksichtigung des Umstandes, dass es in dieser Saison zumindest bei den Mülheimern nicht ganz optimal lief, war unsere durchschnittliche Punktausbeute gegen diese Cracks (zumindest seit dem ich das überblicken konnte) von einigen wenigen Sternstunden mal abgesehen, eher mau.

Aber, bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zuletzt. Deshalb hatte ich beschlossen, uns zumindest so teuer wie möglich zu verkaufen und das hieß das aufrüsten.

Obwohl also ursprüngliche die Jahresplanung völlig anders aussah, schickten wir mit GM Andrei Volokitin, GM Yuriy Kryvoruchko, GM Evgeny Romanov, GM Nazar Firman, GM Ilja Zaragatski, GM Sebastian Siebrecht, IM Robert Ris und WGM Sarah Hoolt die unter Berücksichtigung der Verfügbarkeit zu diesem Zeitpunkt vermutlich spielstärkste Besetzung ins Feld. Frei nach dem Motto: Wenn nicht jetzt, wann dann!?

Das Team wollte sich bereits am Freitag in Solingen treffen, um sich gemeinsam auf dieses wichtige Wochenende einzustimmen. Aus beruflichen Gründen klappte das dann aber bei Ilja, Sebi und Sarah nicht. Bei unserem ukrainischen Mannschaftsteil wäre das dann auch noch beinahe in die Hose gegangen, weil der gebuchte Flug nicht wie avisiert nach Dortmund führte, sondern aufgrund der Witterungsverhältnisse bereits in Paderborn endete. Bernd, der die drei Knaben einsammeln wollte, stand also in einer leeren Abfertigungshalle. Ich saß gerade in einer dienstlichen Besprechung als mich diese Nachricht erreichte.

Doch die Lösung war schnell gefunden: Ab in den Zug!

So scharte sich gegen Abend ein mehrheitlich dem slawischen Sprachraum geprägter Haufen um den Teamchef.

Ich hatte wie immer eine möglichst zentral gelegene Bleibe ausgesucht, so dass wir immerhin die Auswahl zwischen drei akzeptablen Restaurants und einem Burger-King hatten. Verhungern würden wir also nicht.

Wie verabredet trafen wir uns also um 19.30 Uhr vor der Rezeption. Vorher hatten Evgeny und ich aber noch einen kleinen Spaziergang gemacht. Evgeny suchte ein Geschäft, in dem er eines der berühmten Solinger Klingen erwerben wollte. Für mich war das ein Déjà-vu. Das gleiche hatte ich Jahre zuvor versucht und war an dieser Aufgabe kläglich gescheitert. Ihm ging’s da nicht anders und wir kehrten etwas enttäuscht zum Hotel zurück. Dort angekommen bemerkten wir dann aber eine kleine Vitrine und dort lagen dann die gesuchten Schätze. Lachend zitierte ich das passende deutsche Sprichwort: „Warum denn in die Ferne schweifen…“. Evgeny war jedenfalls glücklich, sein Souvenir ergattert zu haben.

Der Weg führte uns dann in eine der von mir vorausgewählten Gaststätten. Um es kurz zu machen: geschmeckt hat’s! Und zwar so gut, dass wir uns gleich für den nächsten Abend einen entsprechend großen Tisch sicherten. Die Tischgespräche reichten dabei von Magnus Carlsen bis Don Corleone und erreichten Ihren Höhepunkt mit einer entsprechenden Mafia-Parodie des Berichterstatters. Doch um 22.00 Uhr war auch dieser Abend zu Ende. Ich beendete den Reigen satt und müde.

Und was soll ich sagen? Meine Mattigkeit reichte, um ohne Baldrian sofort einzuschlafen! Zwar wurde ich dann durch die eine oder andere Stoffwechselaktivität wieder wach, aber insgesamt war es eine sehr erholsame Nacht.

Deshalb war es eigentlich kein Wunder, dass ich am nächsten Morgen schon wieder um 7.00 Uhr quirlig wurde. Ab ins Bad, Klamotten drüber und ab ans Frühstücksbuffet! Der Tag konnte beginnen.

Nach einem kleinen Spaziergang und einer etwas größeren Ruhephase im Hotel ging’s dann um 13.00 Uhr zum Turniersaal, der natürlich bereits perfekt vorbereitet war. Als erfahrener Bundesligaligist wissen unsere Solinger Freunde halt, worauf es ankommt.

Inzwischen meldeten Ilja, Sebastian und Sarah ihre Ankunft. Die Spiele konnten beginnen.

Ein kurzer Plausch mit unserem Reisepartner und Schwupps standen die Begegnungen fest. Wir hatten ein starkes Solinger Team erwartet und so sah die Aufstellung auch aus:

Brett SG Solingen - SF Katernberg
1 Ragger - Volokitin
2 L’Ami - Kryvoruchko
3 Nikolic - Romanov
4 Naumann - Firman
5 Handke - Zaragatski
6 Appel - Siebrecht
7 Andersen - Ris
8 Wegerle - Hoolt

Eigentlich hatten wir uns ja auf eine Frauenbegegnung am 8. Brett gefreut, doch die tags zuvor bereits gesichtete Alina l’Ami sollte für eine anstehenden Zweitligabegegnung geschont werden. Schade, hätte dem Image der Bundesliga gut getan.

Da in der Eröffnungsphase in der Regel nur selten etwa anbrennt, gönnte ich mir den Luxus erst spät auf die Bretter zu schauen. Stattdessen verleibte ich mir zunächst ein leckeres Putenschnitzel mit Kartoffelsalat ein. Außerdem konnten im Nebenraum mit qualifizierter Moderation einige aktuelle Bundesligapartien, die auf der Liveplattform übertragen wurden, diskutiert werden.

Mein erster bewertender Blick erfolgte also erst nach gut 2 Stunden Spielzeit. Die zum Teil sehr dynamischen Mittelspiele sahen zumindest interessant aus. Insgesamt war ich aber nicht unzufrieden. Eine angebotene Wette auf den Kampfverlauf wollte ich allerdings dann doch noch nicht wagen.

Um 16.45 Uhr kamen die ersten Katernberger Schlachtenbummler auf die Galerie und wer genau hinsah, konnte feststellen, dass wir zumindest an den vorderen drei Brettern anfingen, tüchtig Ärger zu machen. Natürlich muss man auch erwähnen, dass Nazar und Sarah nach eigentlich guter Eröffnungsarbeit nicht ganz so rosig standen. Aber da auch Sebastian, Ilja und Robert hoffnungsvolle Positionen hatten, lag so etwas wie eine Überraschung in der Luft. Meine Strategie schien Früchte zu tragen.

Die nahende Zeitkontrolle bedeutet immer eine Steigerung der Anspannung für Spieler und Zuschauer. Dem einen kommt’s zu Gute und der andere leidet. So ging es bei den Partien auf und ab. Zunächst fuhr aber Yuriy ganz souverän den ersten Punkt ein. (1:0). Scheinbar ging es parallel dazu bei Robert aber den Bach runter; jedenfalls spuckte er zunächst einen Bauern. Dabei hatte er eigentlich doch schon recht gut gestanden…

Sarah profitierte indessen von dem Druckausgleich und erspielte sich ein insgesamt eher glückliches Remis. Aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. (1,5:0,5).

Nach der Zeitenwende ergab sich dann folgendes Bild:

  • Andrei – Mehrbauer. Nach meinem Gefühl vielleicht sogar Gewinnoptionen, wenn er seine Bauern schnell nach vorn spielen kann. Aber Turmendspiele haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze
  • Evgeny – Materialvorteil. Hier sah ich Katernberg eindeutig auf der Siegerstraße.
  • Nazar – schwere Kost. Bauer zu wenig und Stellung klar schlechter. Den Verlust muss man einplanen.
  • Ilja – vermutlich leicht besseres Endspiel, aber gewiss kein einfacher Weg.
  • Sebastian – spürbar aktivere Stellung, aber ob die Remisbreite tatsächlich überschritten war? Ich zweifelte zumindest daran.
  • Robby – alles wieder gut. Ebenfalls eher bessere Gesamtaussichten. Vermutlich hatte ich mich bei der Zwischenbewertung zu sehr damit begnügt, das Material zu zählen.

Wow! Das könnte tatsächlich was werden! Daran änderte auch der kurz danach leider tatsächlich zu registrierende Partieverlust von Nazar nichts. Solingen glich aus (1,5:1,5). Naja, wenigstens hat Nazar aufgehört zu rauchen, was zumindest seiner Gesundheit gut tut!

Aber auch klar besser stehende Endspiele müssen erstmal gewonnen werden.

Trotz deutlicher Bemühungen musste sich beispielsweise Evgeny in ein Remis fügen und bestätigte diese allgemeingültige Schachweisheit so zu seinem und meinem Unbehagen. (2:2).

Es blieb insoweit nach wie vor spannend, denn – so sagt ein weiterer sybillinischer Sinnspruch - nichts ist wirklich entschieden bevor es entschieden ist!

Sebastians Remis bestätigte dann allerdings zunächst wieder meine zugegeben grobe Ersteinschätzung nach der Zeitkontrolle. (2,5:2.5). Wir waren aber nach wie vor auf einem guten Weg!

Trotzdem bildeten sich bei der Betrachtung der Restpartieren ernste Zweifel, ob sich mein Traum, mit zwei Mannschaftspunkten aus dieser Begegnung heraus zu kommen, tatsächlich erfüllen würde. Andrei und Robby hatten nämlich schleichend ihre Gewinnstellungen ins Remis verdaddelt und so hoffte ich, dass sich Ilja bewusst war, dass er mit seinem Mehrbauern wieder eine Schlüsselpartie spielte.

Doch diese Hoffnung war trügerisch, denn er selbst sah sich scheinbar nicht in der Lage, seinen Mehrbauern zum Gewinn zu führen und spielte ebenfalls Remis. (3:3). Erwin l’Ami sprach von einem „unglaublichen Mirakel“. Ich sah das genauso.

Zwischendurch galt es allerdings unserem Reisepartner Respekt zu zollen, der gegen Mülheim wieder einmal einen überraschenden Sieg einfuhr!

Tatsächlich spielte Robby dann auch nur Unentschieden (3,5:3.5) und obwohl Andrei noch einige praktische Chancen hatte, sah ich auf aufgrund seiner zwischenzeitlichen Zeitprobleme kaum noch einen Weg, ein Remis zu vermeiden. Und so kam es dann auch. Trotz letzter Tricks gelang es Andrei nicht, Ragger hinters Licht zu führen. Pattstellung. (4:4).

Hier noch mal das amtliche Endergebnis in der Gesamtschau:

  SG Solingen - SF Katernberg Erg.
1 Ragger - Volokitin ½ : ½
2 L’Ami - Kryvoruchko 0 : 1
3 Nikolic - Romanov ½ : ½
4 Naumann - Firman 1 : 0
5 Handke - Zaragatski ½ : ½
6 Appel - Siebrecht ½ : ½
7 Andersen - Ris ½ : ½
8 Wegerle - Hoolt ½ : ½

Was bleibt, ist die traurige Erkenntnis, einen Mannschaftspunkt verschleudert zu haben. Das anschließende Abendessen war denn auch von gewissem Wehmut geprägt. Wir hatten es in der Hand und haben die Chance auf einen etwas angenehmeren Tabellenplatz selbst zerbröselt. Morgen waren deshalb doppelte Anstrengungen erforderlich!

Der nächste Tag begann früh. Ich haderte die ganze Nacht über mit dem Vortagesergebnis. Doch man musste nach vorne sehen, denn wer zurückblickt läuft auch schon einmal leicht gegen einen Laternenpfahl.

Nach den Morgenritualen und einem guten Frühstück musste ich jedoch erstmal mein Auto enteisen, da es doch ein wenig gefroren hatte. Um 9.00 Uhr war ich dann wieder im Spiellokal und bereitete mich auf den Tag vor.

Früher habe ich immer mein Notebook mitgeschleppt. Heute begnüge ich mich mit einem internetfähigen Tablet-Computer. Das Ding passt in eine kleine Handtasche und ist fast genauso leistungsstark wie ein Laptop. Wenn das mit der technischen Revolution so weiter geht, kann ich meine Berichte künftig in meine Armbanduhr sprechen und gleichzeitig gestochen scharfe Bilder oder HD-Videos liefern. Vermutlich wird das dann auch noch in Echtzeit ins Internet gestellt. Ist schon ein Wahnsinn.

Doch zurück ins Hier und Jetzt. Im Vergleich zum Vortag gab’s aufstellungstechnisch keine wesentlichen Veränderungen.

Brett SF Katernberg - Mülheim Nord
1 Volokitin - Navarra
2 Kryvoruchko - Landa
3 Romanov - Fridman
4 Firman - Tregubov
5 Zaragatski - Berelovitsch
6 Siebrecht - Hausrath
7 Ris - Feygin
8 Hoolt - Saltaev

Auf dem Papier eine weitgehend ausgeglichene Begegnung.

Daniel Fridman ist übrigens seit ein paar Wochen stolzer Vater! Von hier aus deshalb noch einmal herzliche Glückwünsche an den frisch gebackenen Papa!

Mein Team kam bis auf einen Nachzügler pünktlich an. Doch auch der erreichte das Spiellokal ohne wirklichen Zeitverlust.

Unser nächstes Schicksalsspiel begann, wobei man in dieser Saison getrost von einem Abstiegsschlamassel reden musste, denn aktuell war buchstäblich die halbe Liga in Gefahr, die nächste Saison wieder in eine der unteren Ligen verbringen zu dürfen.

Im Nebenraum startete übrigens um 11.00 Uhr unter Leitung des bekannten Ruhrgebietsschiedsrichters Jürgen Göldenboog die Zweitligabegegnung Solingen – Aachen. Auch eine illustre Veranstaltung, zumal man Aachen Aufstiegsambitionen nachsagt. Da lohnte sich der eine oder andere Blick!

Allerdings galt zunächst eine Ersteinschätzung der Katernberger Eröffnungsarbeit vorzunehmen. Da gab’s aber eigentlich nicht viel zu meckern. Ein wenig außer der Reihe war sicher die Partie zwischen Andrei und dem tschechischen Ausnahmetalent David Navara. Hier stand bereits so etwas wie ein Endspiel auf dem Brett. Ansonsten mehr oder minder klassische Buchvarianten. Genau genommen verdiente jedoch auch Iljas Position genauere Betrachtung, denn sein Gegner, Alexander Berelovitsch, hatte bereits seine Zentralbauern in eine Angriffsstellung gebracht. Das versprach eigentlich nichts Gutes. Ilja ist übrigens frisch gebackener Geschäftsführer der Internetplattform chess 24 geworden. Alles Gute für den neuen Job und viel Erfolg!

Bis zur Mittagszeit, die ich mit Kartoffelsalat und Würstchen einläutete, tat sich kampfstrukturell betrachtet wenig, wobei allerdings zusehends die Visiere geöffnet wurden. Ein gutes Beispiel hierfür war Sebastians Stellung, in der er seine zentral stehenden Springer und einen großen Raumvorteil dazu nutzte, die schwarze Stellung zu massieren. In diesem Sinne hatten aber auch viele andere Partien etwas zu bieten.

Schade eigentlich, dass sich an diesem Wochenende so wenig Zuschauer einfanden und noch bedauerlicher, dass diesmal nur ein einziger Katernberger Fanschal den Weg in den Turniersaal fand. Vermutlich verkrochen sich die übrigen Schlachtenbummler grad bequem hinter dem heimischen Ofen bei der Liveübertragung. Ich finde ja, nur live ist echt, aber da bin ich wohl zu schachverrückt. Trotzdem wäre es schön gewesen, etwas mehr Rückhalt zu spüren, zumal es heute ja doch irgendwie um die Wurst ging. Doch was hilft das Lamentieren, wichtig ist auf dem Brett.

Hier ging das Belauern zunächst weiter. Vermutlich würde sich damit die aufgestaute Energie dann in der 4. Spielstunde entladen.

Zunächst folgte jedoch ein Remis bei Sebastian. Daniel Hausrath gelang es, sich von den lästigen Springern zu befreien und so die Stellung deutlich zu vereinfachen. Insoweit ging das Unentschieden sicher in Ordnung. (0,5:0,5).

Dann blitzte zum ersten Mal das auf, was mich in den nächsten Stunden immer mehr deprimieren würde. Zunächst erwischte es Ilja. Er hatte – wie bereits erwähnt - die ganze Zeit hindurch eine nicht ganz einfache Position und wenn man unter Druck steht, greift man auch schon einmal fehl. Das gilt auch für Großmeister (0,5:1,5).

Doch obwohl objektiv noch nichts entschieden war, machte sich bei mir irgendwie bereits ein ungutes Gefühl breit. Ich spürte bei der Betrachtung der Partien intuitiv, dass dieser Nachmittag noch weh tun würde. Zumindest war festzustellen, dass sowohl Andrei als auch Evgeny und Nazar bereits ihren Stellungen hinterher liefen. Virtuell sorgten zu diesem Zeitpunkt zwar Yuriy und Robby noch für einen gewissen Ausgleich, aber das konnte alleine keinen Staat machen, zumal ich bei Sarah im Moment auch keinen wirklichen Fortschritt erkennen konnte und sie sich schon seit geraumer in deutlicher Zeitnot befand.

Danach ging alles sehr schnell. Kurz vor 14.00 Uhr gab Evgeny auf. (0,5:2,5). Ein grober Fehlgriff von Robert (0,5:3,5) und ein Remis bei Yuriy (1:4) führten eigentlich schon zum Knockout.

Nach der Zeitkontrolle verblieb bei objektiver Beurteilung keine Partie mit Katernberger Gewinnchancen. Im Gegenteil: Andrei, Nazar und Sarah kämpften eher um ihr Überleben.

Gegen 15.00 Uhr ging es dann auch bei Andrei weiter abwärts und der nachfolgende Verlust war nicht mehr zu vermeiden. (1:5). Nazar ging es 20 Minuten später ebenso. (1:6). Ein schreckliches Wochenende.

Blieb noch eine sich tapfer schlagende Sarah. Während unsere Ukrainer dann dankenswerter Weise von Stefan Zell zum Flughafen nach Dortmund gebracht wurden, schien sich Sarah immer weiter konsolidieren. Ihr König drang sogar schon in die gegnerische Stellung ein. Ich dachte schon, dass sie eventuell sogar gute Chancen hätte, den Katernberger Ehrentreffer zu landen. Doch dann ging sie ihrem Gegner auf dem Leim. Der strickte eine fiese Mattfalle, der man nur unter partieentscheidendem Materialverlust entrinnen konnte. (1:7).

Ein wahrhaftiges Debakel zumal wir damit auch noch fast allen unseren Konkurrenten geholfen haben. Nachfolgend noch einmal die detaillierte Ergebnisliste:

  SF Katernberg - Mülheim Nord Erg.
1 Volokitin - Navarra 0 : 1
2 Kryvoruchko - Landa ½ : ½
3 Romanov - Fridman 0 : 1
4 Firman - Tregubov 0 : 1
5 Zaragatski - Berelovitsch 0 : 1
6 Siebrecht - Hausrath ½ : ½
7 Ris - Feygin 0 : 1
8 Hoolt - Saltaev 0 : 1

Glückwünsche nach Mülheim.

Aus Katernberger Sicht kann man dieses Wochenende getrost vergessen. Gescheitert als es darauf ankam. Die nächsten Gegner (Eppingen und Baden-Baden) sind bestimmt nicht leichter.

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Man braucht zwei Jahre um sprechen zu lernen und fünfzig, um schweigen zu lernen.

Ernest Hemingway

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