Zwischenruf aus Magdeburg

Geschrieben am 29.12.2019 von Bernd Rosen

DVM U14 in Magdeburg

Auch unsere U14 schlägt sich bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft bislang ausgezeichnet: 5 Runden sind in Magdeburg bislang gespielt, und wir liegen mit hervorragenden 6:4 Punkten deutlich über dem Setzlistenplatz. Topscorer ist bis jetzt Lukas Rasch, der nach seiner Startniederlage vier Siege en Suite einfuhr und sich das Prädikat "Topscorer" somit redlich verdient hat.

Aktuell läuft die sechste Runde, die uns mit Nordost Berlin ebenfalls einen Gegner beschert hat, der zwar leicht favorisiert ist, sich aber durchaus noch in Schlagdistanz befindet. Auch hier gilt: Daumen drücken - die Ergebnisse stehen auch bei der U14 zeitnah im Netz. Bei einem weiteren Sieg würden wir morgen sogar noch einmal an die Live-Bretter rücken: https://www.deutsche-schachjugend.de/2019/dvm-u14/

Hier die ersten fünf Runden im Stenogrammstil:

  • Beim Start gegen die Schachzwerge aus Magdeburg müssen wir neidvoll deren Überlegenheit anerkennen: Kein Spieler hatte eine realistische Gewinnmöglichkeit, die 0:4 - Niederlage war selbst in dieser Höhe verdient.
  • Unbeeindruckt von diesem Debakel wird Göppingen mit dem gleichen Resultat abgefertigt: Beim 4:0 musste Nils allerdings hart arbeiten, da er im frühen Mittelspiel eine Figur eingestellt hatte. Sein phantasievoll vorgetragener Angriff über die g-Linie eriwes sich letztlich als erfolgreich, weil sein Gegner einen Moment zu früh die Wachsamkeit verlor und sich trotz Damentausch nicht mehr aus dem Mattnetz befreien konnte.
  • Tübingen schien hinter Brett 1 gar nicht so stark, aber es lief nicht: Jonas stellte zwei wichtige Bauern ein, nachdem er seine Vorbereitung aufs Bett gestellt hatte. Luca bekam mit seinem Isolani kein Spiel, dieser ging verloren und kurz darauf auch das Endspiel. Nils verlor in einer unübersichtlichen und komlizierten Stellung völlig die Kontrolle, landete in einer schrecklich passiven Stellung und wurde dann regelrecht auseinander genommen. Nur Lukas konnte punkten: Er gewann zunächst einen Bauern und verwertete diesen im Endspiel sicher.
  • Das prestigeträchtige NRW-Duell gegen Münster stand als nächstes auf dem Programm. Die auf dem Papier favorisierten Münsteraner zogen aber wie schon bei der NRW-Meisterschaft den Kürzeren: Lukas trug einen blitzsauberen Angriff am Königsflügel vor, Luca nutzte die unglückliche gegnerische Figurenstellung zum Figurengewinn, und Jonas akzeptierte bei vollem Brett und besserer Zeit das Remisangebot seines Gegners im Mannschaftssinn. Zum Schluss verlor leider auch Nils eine taktisch extrem komplizierte Partie.
  • Vorläufiger Schlusspunkt war der weitere Sieg gegen Erlangen: Jonas wurde von seinem starken Gegner schon in der Eröffnung überrascht und geriet fürchterlich unter die Räder. Doch fast zeitgleich sorgten Lukas, dessen Gegner in schwieriger Stellung eine Figur einstellte, und Nils dank gegnerischer Zeitüberschreitung für die Führung. Lukas kämpfte in schwieriger Stellung lange mit dem Rücken zur Wand, konnte dann aber mit einem taktischen Schlag das Blatt noch wenden und siegte ebenfalls.

Unsere Unterstützertruppe besteht neben Ihrem Berichterstatter aus Anke Berresheim, Marco Jahrke und seit gestern auch Familie Rasch - ihnen allen vielen Dank fürs Mitfiebern und Daumen drücken!

Zurück

Die Unwissenheit kommt der Wahrheit näher als das Vorurteil.

Wladimir Iljitsch Lenin

Schachaufgabe

<<  <  >  >>
-