November 2002

29.11.2002 20:07 von Bernd Rosen

IM Matthias Thesing siegt beim ersten Start

Eine souveräne Vorstellung gab IM Matthias Thesing bei seiner ersten Teilnahme im Blitz-GrandPrix: Bereits 2 Runden vor Schluß lag er mit sage und schreibe 21 Punkten aus 21 Partien uneinholbar an der Spitze des Feldes. Da war es nicht weiter tragisch, dass er den Turniersaal in Windeseile verlassen musste, um den Zug nach Münster noch zu erreichen (Dank an den Kurier Dieter Deppe, Ersatzmann Michael Wolff steuerte noch einen Punkt in der letzten Runde bei).

Wer gedacht hatte, Bernd Laudage könnte die Abwesenheit der Großmeister nutzen, um seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auszubauen, sah sich getäuscht. Er spielte diesmal unter Form und wurde nur 6. Auch IM Sebastian Siebrecht agierte nicht so souverän wie gewohnt, so dass der Weg frei war für Dragan Curic, der seine bisher beste Platzierung in einer Einzelrunde des Grandprix erreichte. Unverwüstlich präsentierte sich auch FM Werner Nautsch, der erneut bester Senior wurde und auf den 3. Platz kam.

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14.11.2002 19:03 von Bernd Rosen

OIBM Bad Wiessee 2002

Die Offene Bayerische Meisterschaft in Bad Wiessee (Tegernsee) ist alljährlich das größte und stärkstbesetzte Schachturnier in Deutschland. Wegen der für Schachturniere ungewöhnlich guten Preisdotierung ist stets Weltelite am Start; der amtierende Weltmeister Ruslan Ponomariov und Alexander Khalifman, einer seiner Vorgänger, kämpften hier schon um Punkte und Preise. Unter diesen Umständen hängen die Trauben für lupenreine Amateure natürlich hoch. Vier SFK-Spieler reisten dennoch an, um gleich in doppeltem Sinn Höhenluft zu schnuppern.

Zufrieden mit seinem Abschneiden durfte dabei FIDE-Meister Dr. Thomas Wessendorf sein, der mit 6,5:2,5 Punkten auf dem 44. Platz (bei 510 Teilnehmern!) einkam, gleichauf mit zahlreichen Großmeistern, und keine einzige Partie verlor. Typisch für das Selbstbewusstsein des verhalten gestarteten Esseners war die letzte Runde, die ihm als Gegner den renommierten Großmeister Stefan Kindermann bescherte. Als der Österreicher mit einer Zugwiederholung sein Interesse an einer Punkteteilung andeutete, wich Wessendorf aus und willigte erst nach Kampf in das Remis ein.

Bad Wiessee 2002v.l.n.r. Willi Knebel, Bernd Rosen, Edwin Otremba, Werner Nautsch,
Jonas Wessendorf, Dr. Thomas Wessendorf (Foto Maria Wessendorf)

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Die Seele aller gelingenden Tätigkeit ist doch das tiefe Selbstvertrauen.

Wilhelm von Humboldt

Schachaufgabe

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