Oktober 2008

23.10.2008 19:36 von Bernd Rosen

Spinnenalarm

Eusparassus walckenaeri

„Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort!“ (Schiller) – was habe ich mir nur dabei gedacht, dieses vermaledeite Spinnenfoto überhaupt in meinen letzten Bericht aufzunehmen. Saß die etwa auf einem Schachbrett? Eben!

Liebe Muttis, Vatis, Onkel, Tanten, Omis, Opis, Jugendleiter, Vereinsvorsitzende, Heimtrainer und sonstige zu Hause gebliebenen Verantwortungsträger: Diese Spinne ist zwar riesig, aber völlig ungefährlich! Bei dem Furcht erregenden Untier handelt es sich um eine Riesenkrabbenspinne, genau gesagt um eine Eusparassus walckenaeri, die laut Wikipedia sogar im Mittelmeerraum vorkommt. Lediglich die Weibchen verteidigen tapfer ihre Eier und beißen dann schon mal zu – mehr als eine Schwellung ist aber auch in einem solchen Fall nicht zu befürchten. Nebenwirkungen wie die gestrigen Punktverluste wurden noch nicht beschrieben, auch die kampflosen Ergebnisse in einigen Altersklassen sind nicht auf das Wüten eines kinderfressenden Spinnenmonsters zurückzuführen, sondern Folge der seit der dritten Runde tatsächlich strikt angewendeten Regel, dass die Spieler bei Rundenbeginn am Brett sitzen müssen.

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22.10.2008 19:31 von Bernd Rosen

Post aus Vietnam

Spinnenalarm!Doppelrunden sind brutal – dies mussten heute auch die deutschen Spieler schmerzhaft erfahren. Nach der Vormittagsrunde (Gesamtergebnis: 7 aus 14) sah es noch ganz gut aus, Dennis Wagner, Xiangling Xu und Julian Jorczik spielten sogar auf dem Podest, das den Spitzenbrettern vorbehalten ist. Aber am Nachmittag spielten unsere Vertreter zum Teil wie von der Tarantel gestochen - das Prachtexemplar von Spinne fotografierte Thomas Pähtz unmittelbar an der Turnierhalle; ob das Viech noch lebte, konnte er nicht mal sagen. „Ich habe einfach draufgehalten!“ war sein Kommentar.

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21.10.2008 21:52 von Bernd Rosen

Nach Remagen!

© Schachbundesliga e.V

Auf einen alten Bekannten könnten wir beim Bundesligawochenende in Remagen treffen: Dr. Robert Hübner, der stärkste deutsche Spieler seit Weltmeister Lasker und uns Katernbergern seit einem Gastspiel in den 60er Jahren freundschaftlich verbunden, verstärkte zu Saisonbeginn die Auswahl des Gastgebers.

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21.10.2008 19:20 von Bernd Rosen

Good Morning, Germany! (3)

Vor dem StartMit einem Traumergebnis überraschte die deutsche Delegation am ersten Turniertag: 12 Punkte aus 14 Partien hätten auch die optmistischsten unter den Wohlwollenden nicht erwartet. Die drei Punkte meiner eigenen "Schützlinge" Filiz Osmanodja, Jens Kotainy und Jonathan Carlstedt kamen allerdings nicht unerwartet, sind sie doch alle in der oberen Hälfte der Startrangliste gesetzt. Tag 3 in Vung Tau:

Das Turnier hat begonnen, und meine Berichte werden zunächst einmal deutlich kürzer ausfallen als gewöhnlich – schließlich bin hier als Trainer engagiert und nicht als Reiseschriftsteller. Nachzutragen ist, dass unsere Gruppe inzwischen komplett ist – auch der „Mann ohne Pass“ hat jetzt seine Dokumente und sich alleine nach Vietnam durchgeschlagen. Heute stand zunächst stand das „Technical Meeting“ auf dem Programm, bei dem turnierspezifische Regularien bekannt gegeben wurden:

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21.10.2008 17:17 von Bernd Rosen

Good Morning, Germany! (2)

DrachentänzerHöhepunkt unseres zweiten Tages in Vietnam war die Eröffnungsfeier. Die Gastgeber hatten keine Kosten und Mühen gescheut, um eine wirklich beeindruckende Show auf die Bühne zu bringen, die sogar live im vietnamesischen Fernsehen gezeigt wurde. Hier die Ereignisse des 2. Tages:

Auch wenn das Turnier erst morgen beginnt, so können wir uns über mangelnde Abwechslung nicht beklagen. Ein ereignisreicher Tag begann zunächst jedoch mit Warten: Auf einen Bus, der uns zur Akkreditierung bringen sollte, dann aber doch nicht kam. Nach einer guten Stunde stellte sich plötzlich heraus, dass es doch ausreicht, wenn der Delegationsleiter mit den Passfotos alleine zum Turnierbüro fährt. Die gewonnene freie Zeit nutzte Thomas Pähtz zu einer Erforschung der näheren Umgebung.

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18.10.2008 17:48 von Bernd Rosen

Good Morning, Germany!

Vung TauMit einem kräftigen und langgezogenen „Good Morning, Vietnam!“ begrüßte Robin Williams in dem gleichnamigen Film als Radiomoderator seine Hörer. In der Folge hatte er immer mehr Probleme damit, sein Auditorium mit schmissigen Hits und positiven Stories bei Laune zu halten und die schmutzige Wirklichkeit des Krieges auszublenden – ich hoffe, im Verlauf dieses Turnieres nicht ähnliche Schwierigkeiten zu haben, gute Nachrichten zu verbreiten. Bis jetzt fällt es mir leicht, denn alle sind wohlbehalten in Vietnam angekommen und die Stimmung ist gut.

Alle sind gut angekommen? - Fast alle. Ein Bisschen Schwund ist immer, und das traf auch auf unsere Delegation zu. Ein für vier Turnierteilnehmer engagierter Privattrainer kam ohne Reisepass zum Flughafen in Frankfurt („So etwas besitze ich gar nicht!“) und musste zu Hause bleiben. Inzwischen kam die Nachricht, dass er die nötigen Formalitäten erledigt hat und morgen nachkommen wird.

Der Rest der Truppe traf gestern nach einem ruhigen Flug planmäßig in Ho Chi Minh City ein, wie das frühere Saigon heute heißt. Gleich vier freundliche junge Damen empfingen uns am Flughafen.

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07.10.2008 21:42 von Ulrich Geilmann

Das erste Wochenende!

Ulrich Geilmann

Neues Spiel – neues Glück. Die Schachbundesliga 2008/2009 hat begonnen. Mit den Kämpfen gegen Wattenscheid und Solingen kam es zu einer Neuauflage der letztjährigen Startbegegnungen, die ja bekannter Maßen ersatzgeschwächt verloren gingen. Diesmal wollten wir es besser machen.

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05.10.2008 21:38 von Bernd Rosen

Teilerfolg in Solingen

© Schachbundesliga e.V

Mit einem leistungsgerechten Unentschieden trennten sich die Sportfreunde Katernberg und Aljechin Solingen in der Schachbundesliga. "Mit dem einen Punkt gegen zwei höher einzuschätzende Mannschaften können wir zufrieden sein!" zog Bundesliga-Obmann Werner Nautsch eine verhalten positive Bilanz des ersten Doppelspieltages.

Die früheren Weltklassespieler Glek und Jussupow einigten sich frühzeitig auf ein Remis, in allen anderen Partien wurde erbittert gekämpft. Neuzugang Viktor Laznika brachte SFK mit einem mustergültig herausgespielten Sieg in Führung: Zunächst lockte er die gegnerischen Figuren mit einem starken Freibauern zum Damenflügel, anschließend schlug er am Königsflügel zu – eine tolle Vorstellung des Vize-Europameisters!

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Wer Großes versucht ist bewundernswert, auch wenn er fällt.

Seneca

Schachaufgabe

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