August 2017

29.08.2017 21:12 von Bernd Rosen

Diesmal nur Bronze

Wie in den Vorjahren bildeten Katernberger das Rückgrat des Essener Teams beim nun schon traditionellen Städtevergleichskampf: Nachdem der Aufruf auf der ESV-Seite und eine Mail an alle Vereine eine einzige (!) Meldung nach sich zogen, stand die Mannschaft nach einem Streifzug beim SFK-Vereinsabend relativ schnell, schließlich sagten mit Marian Praß und Jörg Ball noch zwei Akteure zu, die auch schon früher mit von der Partie waren. Am Ende wurden es mit einem Nachzügler sogar 11 Spieler, die pünktlich in Oberhausen an den Start gingen.

Die Essener Auswahl war nominell eher stärker als in den Vorjahren, aber die Konkurrenz aus Oberhausen und Bochum hatte vor allem an den vorderen Brettern mächtig aufgerüstet, so dass wir in der Setzliste nur auf Platz 3 rangierten. Genau diesen dritten Platz nahmen wir auch am Ende ein, der deutliche 6:4 Erfolg gegen den späteren Sieger Bochum zeigt jedoch, dass auch mehr drin gewesen wäre. Aber die hohe Startniederlage (3,5:6,5) gegen Oberhausen und vor allem das schwache 5:5 gegen Gelsenkirchen in der 3. Runde waren ein zu schlechter Start. Der Kantersieg (9:1) gegen Bottrop kam dann zu spät.

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25.08.2017 23:17 von Bernd Rosen

Volker setzt den Schlusspunkt

Volker Gassmann stellte zum Abschluss der diesjährigen Sommerschach-Reihe erneut die Vorstoßvariante von Caro-Kann in den Mittelpunkt, und zwar die Tal-Variante 1.e4 c6 2.d4 d5 3.e5 Lf5 4.h4!?, die dem Exweltmeister Michail Tal in seinem WM-Kampf gegen Botwinnik zwar kein Glück brachte, aber dennoch bis heute seinen Namen trägt. Am besten präpariert war diesmal aber der Vortragende, der das Turnier mit 4,5 Punkten vor dem erneut starken Martin Villwock (4) gewann.

Die Einschätzung, dass die Tal-Variante deutlich solider ist, bestätigte sich auch in der Schlussrechnung: Mit 53% der Punkte holte Weiß eine durchaus normale Punktausbeute.

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20.08.2017 08:04 von Bernd Rosen

Martin kann Caro-Kann

"Unklar" war vermutlich die Einschätzung, die Volker Gassmann während seiner Einführung in die scharfe Caro - Kann - Vorstoßvariante am häufigsten verwendete. In einer knappen Stunde präsentierte er eine Fülle von Angriffs- und Verteidigungsideen für beide Parteien, wobei neben etwas älteren Partien aus der Blütezeit der Variante um die Jahrtausendwende auch brandaktueller Stoff eingearbeitet war: Die Partie Kasparov-Navara vom Comeback - Turnier des Exchampions war gerade mal zwei Tage alt!

Ausgangspunkt war die Stellung nach 1.e4 c6 2.d4 d5 3.e5 Lf5 4.Sc3 e6 5.g4. Am besten kam Martin Villwock mit dieser kompromisslosen Spielweise klar, was vermutlich daran liegt, dass das Opferspiel genuiner Bestandteil seiner schachlichen DNA ist und die geforderten scharfen Varianten ihm daher wie auf den Leib geschneidert scheinen. Jedenfalls gewann er das Turnier mit dem Maximum von 5 Punkten aus 5 Partien vor Timo Küppers (4), Jan Dette und Willy Rosen (je 3,5). Für Weiß scheint die Variante übrigens nicht empfehlenswert: 45% Punktausbeute sind ein verdächtig schlechter Wert.

Wir schließen die Sommerschach-Reihe am Freitag, dem 25.08. mit Teil 2 der Caro - Kann - Story. Beginn wie immer um 18 Uhr, und natürlich sind auch diesmal Gäste herzlich willkommen!

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17.08.2017 17:16 von Bruno Müller-Clostermann

Katernberger Senioren in Berlin

Willy Rosen und Erich Krüger bewiesen bei den Deutschen Senioreneinzelmeisterschaften in Berlin-Spandau ihren langen Atem. Beide erreichten in der Nestorenwertung die Preisränge. Willy sicherte in der Schlussrunde durch ein Remis gegen den starken Christoph Herbrechtsmeier und mit insgesamt 6 Punkten seine gute Platzierung, während Erich eine vorteilhafte Stellung leider nicht zum vollen Punkt nutzen konnte und mit einem Remis und in Summe 5 Punkten zufrieden sein musste.

Unser Bild zeigt die sechs Nestorenpreisträger, eingerahmt von DSB-Seniorenreferent und Turnierleiter Gerhard Meiwald (linker Flügelmann und übrigens seit >50 Jahren SFK-Mitglied) und den neuen DSB-Präsidenten Ullrich Krause (rechts außen). Dazwischen – von links nach rechts entsprechend der Rangfolge aufgereiht - Jefim Rotstein, der übrigens das Double schaffte (Sieger und Meister bei den Senioren und(!) den Nestoren), daneben Boris Khanukov, dem das gleiche Kunststück im Vorjahr gelungen war, der Drittplatzierte Boris Tchetchelnitski, Willy Rosen, Dieter Villing und Erich Krüger.

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16.08.2017 18:06 von Bernd Rosen

Jürgens Schachnovelle

"Nur" 15 Aktive fanden sich ein, um den Vortrag von Jürgen Kraft über das Belgrader Gambit zu verfolgen und die gewonnenen Erkenntnisse beim anschließenden Thematurnier zu erproben. Doch wer nicht dabei war, der hat "echt was verpasst", wie wir im Ruhrgebiet sagen: In einem historisch / literarischem Exkurs schlug Jürgen einen weiten Bogen von den Anfängen des Belgrader Gambits über den Ausbruch des 2. Weltkrieges und Stefan Zweigs Schachnovelle bis in die Nachkriegszeit. Dabei bekannte er freimütig, dass die nähere Untersuchung der Varianten seine Begeisterung für diese Spielweise doch arg gemindert hat, da Schwarz neben der Annahme auch über komfortable Ablehnungen verfügt. Um den Spaß zu erhalten, war beim Turnier allerdings die Annahme des Gambits Pflicht, also die Zugfolge 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 Sf6 4.d4 exd4 5.Sd5 Sxe4.

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05.08.2017 09:58 von Bruno Müller-Clostermann

Gäste-Trio siegt beim Sommerblitz

Das unserem Sponsor innogy gewidmete Sommerblitzturnier zog erfreulicher Weise 27 Teilnehmer an, darunter 10 Nicht-SFKler. Der jüngste Teilnehmer im Feld war Jonas Jahrke (11 Jahre), der in Runde 4  dem ältesten Teilnehmer Willy Rosen (84) eine Niederlage beibringen konnte. Nach 11 Runden lagen vier Spieler eng zusammen an der Spitze und hatten mit 9 bzw. 8,5 Punkten einen deutlichen Vorsprung auf die Plätze 5-14, wo sich 10 Spieler mit 6,5 und 6 Punkten drängten.

Platz 1 erreichte Eugen Heinert (OSC Rheinhausen) mit einem einzigen Buchholzpunkt Vorsprung vor dem punktgleichen Jörg Ball (SC Listiger Bauer), beide 9 Punkte. Mit dem dritten Treppchenplatz und 8,5 Punkten komplettierte Becir Birdaini (SC RW Altenessen) den Triumph eines Gäste-Trios (im Bild). Dahinter wurde Marcus Bee mit ebenfalls 8,5 Punkten bester Katernberger.

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Gute Spieler sind in der Regel schlechte Kiebitze - gute Kiebitze in der Regel schlechte Spieler.

E. Ramin

Schachaufgabe

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