August 2019

14.08.2019 21:33 von Bernd Rosen

Trauer um Peter Boden

Peter Boden ist tot. Er starb am vergangenen Sonntag im Alter von 68 Jahren an den Folgen seiner schweren Erkrankung. Peter wer? werden viele Schachfreunde fragen. Tatsächlich - Peter war niemand, der sich selbst in den Vordergrund drängt oder der durch eine überragende Spielstärke auf sich aufmerksam macht. Die älteren unter uns erinnern sich aber noch gut an den zuverlässigen Spielleiter des Essener Schachverbandes, der dieses Amt in den 80er Jahren über viele Jahre mit Engagement und Akribie ausführte. Ursprünglich beim SV Altenessen 30 beheimatet, wechselte er irgandwann zu unserem Verein. Gemeinsam mit ihm unternahm ich meine ersten Schritte als SFK-Spielleiter. Gerne erinnere ich mich daran, dass wir schon damals ein Saisonheft mit allen Mannschaftsterminen herausgaben - vor der Computerära eine Aufgabe, die viel fummelige Kleinarbeit erforderte. Damals erlebte ich auch, dass sich hinter seiner oft ein wenig abweisenden, bärbeißigen Fassade ein Pfundskerl mit einem ganz eigenen Humor verbarg, auf den hundertprozentig Verlass war.

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07.08.2019 19:10 von Axel Cremerius

Schach und Shopping

Unser passives Vereinsmitglied Armin Cremerius machte uns auf das 5. Werkstadt Open in Limburg aufmerksam, das vom Bezirk 9 Lahn in einem Einkaufszentrum veranstaltet wird. Da uns die Ausschreibung gefiel, entschieden wir - Friedel Dicks und Ihr Berichterstatter - daran teilzunehmen. Das hieß für uns erst einmal früh aufstehen, da der Meldeschluss für das Turnier um 9:45 war. Anreise über Hennef, wo wir Armin einsammelten. Obwohl wir in Hennef versehentlich die falsche Auffahrt nahmen, waren wir schon früh am Veranstaltungsort, wo wir überrascht hörten, dass von uns keine Anmeldung eingegangen und das Turnier voll sei. Erst mal große Ratlosigkeit bei uns allen: Alternativ eine Besichtigung der historischen Altstadt und des Romanischen Doms einplanen? Oder lieber einen Shopping-Tag? Zum Glück erschienen nicht alle vorangemeldeten Spieler, so dass alle auf der Warteliste stehenden Spieler mitspielen konnten - es blieben sogar noch einige Plätze frei.

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05.08.2019 21:11 von Bernd Rosen

Erinnerungen an Karl-Heinz

Mit Karl-Heinz Podzielny hat nicht nur das Essener Schach seinen wohl schillerndsten Vertreter verloren, wie ich in meinem kurzen Nachruf auf der Homepage des ESV schrieb - auch in unserem Verein war Karl-Heinz von 1972 - 1980 Mitglied und maßgeblich an vielen Erfolgen unserer 1. Mannschaft bis hin zur Qualifikation für die Schachbundesliga beteiligt. Wenn ich gezögert habe, auch an dieser Stelle aus Sicht des Vereins etwas zu schreiben, dann aus dem Gefühl heraus, dass es schon eines Dostojewski bedürfte, diesem so widersprüchlichen Menschen gerecht zu werden, dessen Weggang aus dem Verein auch mit einem persönlichen Zerwürfnis einher ging. Nun habe ich aber gesehen, dass auch der Dirk Paulsen es richtig gut hingekriegt hat. Seinen Nachruf beim Schach-Ticker muss man vielleicht nur in einem Punkt korrigieren: Natürlich muss es Podzblitz heißen, den Potzblitz gab es ja schon vorher!

Und dann erreicht mich heute eine Mail von Norbert Otto, der (wie der Schreiber dieser Zeilen auch) noch zusammen mit Karl-Heinz in der Katernberger Jugendmannschaft gespielt hat. Auf dieser Homepage hat er bereits erklärt, warum in den 70er Jahren mitten in der Nacht eine Schachuhr per Taxi von Essen nach Wattenscheid reiste, und auch seine Erinnerungen an Karl-Heinz lassen eine Zeit wieder lebendig werden, die schon lange vergangen ist. Leider habe ich kein Foto von Karl-Heinz aus der damaligen Zeit gefunden, statt dessen jedoch ein Foto des Autors Norbert Otto von 1974. Das passt irgendwie auch, denn so ähnlich sahen wir damals alle aus...

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04.08.2019 17:54 von Bernd Rosen

Pokal? Läuft und läuft und läuft...

Mit seinem Sieg im Finale des Ruhrgebietspokals qualifizierte sich Timo Küppers wie im Vorjahr (damals "nur" als Finalist) für den NRW-Pokal. Dieser wird traditionell zu Beginn der Folgesaison gestartet, das Finale auf Deutscher Ebene findet dann im Frühjahr statt.

In der ersten Runde traf Timo am vergangenen Freitag auf Stefan Dzierzenga (Siegburg), der nominell zwar schwächer war, die Partie nach missglückter Eröffnung aber lange offen halten konnte. Am Ende brachte Timo die langfristigen Pluspunkte seiner Stellung dann doch zur Geltung. Der Eindruck der Zuschauer, dass die Beiden eine sehr inhaltsreiche Partie spielten, erhärtet sich beim Nachspielen der Begegnung, die Timo für uns analysiert hat:

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04.08.2019 13:09 von Jan Dette

Plan und Gegenplan

So langsam muss man schon System dahinter vermuten: Zum dritten Mal stellte Bernd Rosen im Rahmen unserer Sommerschach - Reihe eine siziilanische Nebenvariante vor, und zum dritten Mal erwiesen sich die von ihm empfohlenen Gegenpläne anscheinend als so stichhaltig, dass die Gegenseite im anschließenden Thematurnier ziemlich unter die Räder geriet. Diesmal war es die "Moskauer Variante" 1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.Lb5+, die Schiffbruch erlitt: +9 =4 -12 ist ein aus weißer Sicht äußerst bescheidenes Ergebnis.

Das Thematurnier konnte Bernd zum zweiten Mal in Folge mit 4:1 Punkten gewinnen. Erneut profitierte er allerdings davon, dass sein Hauptkonkurrent (diesmal Thomas Wessendorf) in der letzten Runde unterlag:

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Der Unwissende findet bei den Unwissenden mehr Glauben als der Wissende.

Sokrates

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