2016

07.10.2016 15:31 von Bruno Müller-Clostermann

Schach ist gelegentlich auch ein Brettspiel

Zur Erinnerung an Prof. Dr. Jürgen Henningsen (verstorben am 14.10.1983) veröffentlichen wir aus seinem schachlichen Nachlass einen seiner Aufsätze, in dem er im „Katernberger Schachspiegel 1975“ sehr lebhaft eines seiner Schachabenteuer schildert.

Prof. Dr. Jürgen Henningsen, ein Schüler des legendären Fritz Sämisch, stieß 1966 zu den Katernbergern und war bis zu seinem allzu frühem Tode im Jahr 1983 eine den Verein prägende Persönlichkeit, die in Erzählungen und Anekdoten bis heute in hohen Ehren gehalten wird. Schach und alles was man spielen konnte war – so wird berichtet - seine zweite Leidenschaft. Die erste Stelle belegte seine Wissenschaft, die Pädagogik. Vielleicht war ihm seine Familie noch wichtiger, mit einem eigenen Sohn und drei adoptierten Kindern aus drei verschiedenen Erdteilen. Seine Vielseitigkeit war imposant, u.a. schrieb er Texte und führte Regie für das Münsteraner Kabarett „Fortschrott“, lernte Chinesisch und schrieb Gedichte, Chansons und Kriminalromane, ganz zu schweigen von der Fülle der von ihm verfassten wissenschaftlich-pädagogischen Publikationen. Aber „Schach war und ist die ewige Droge“ sagte er von sich selbst.

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05.10.2016 18:42 von Bernd Rosen

Blitzmeister Timo

Bei der Essener Blitzeinzelmeisterschaft war SFK in diesem Jahr ausschließlich durch junge Spieler vertreten, die sich jedoch prächtig schlugen: Timo Küppers bestätigte seine Erfolge der letzten Zeit mit dem ersten Platz in diesem Wettbewerb: Aus 20 Runden erzielte er 17 Punkte  - einen halben Zähler mehr als der Setzlistenerste Dr. Philipp Limbourg (Mülheim Nord), den er im direkten Vergleich bezwingen konnte. Hinter dem Dritten Siegfried Kunisch (SC Listiger Bauer) teilte Lukas Schimnatkowski zusammen mit dem Blitzspezialisten Norbert Fink den 4. Platz. Auch für ihn ein ausgezeichnetes Ergebnis!

Weitere SFK - Ergebnisse: Maximilian Heldt belegte Platz 6 mit 12 Punkten, Jan Dette erreichte Rang 11 mit 10,5 Punkten. Bemerkenswert auch der Mut unserer ganz jungen Spieler: Jonas Jahrke holte 4 Punkte, und der noch DWZ-lose Konstantin Stolzmann erkämpfte ein Achtungsremis. Hier die Abschlusstabelle:

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03.10.2016 15:31 von Bruno Müller-Clostermann

Junges SFK2-Team siegt erneut im Viererpokal

Das für den Viererpokal neuformierte Jugend- bzw. Junioren-Team setzte sich nach dem 2,5-1,5-Erstrundensieg gegen die Kettwiger SG auch in der zweiten Runde durch. Diesmal in der Besetzung Timo Küppers, Jan Dette, Lukas Schimnatkowski und Max Heldt mit einem 2,5.1,5-Sieg gegen die Schachfreunde Überruhr.

Max hatte ein angebotenes Morra-Gambit mit Sf6 abgelehnt und konnte nach knapp 20 Zügen eine Figur und die Partie gewinnen. Lukas erhielt in einem b3-Franzosen (mit Weiß) nach ungeplantem "Bauernopfer" mehr als nur Kompensation und erhöhte auf 2:0. Jans Gegner erhielt gegen dessen Bird-Eröffnung mit einem eigentlich harmlosen Lf5-Aufbau gutes und schließlich siegreiches Spiel. Den Endstand von 2,5:1,5 zu Gunsten von Katernberg erzielte Timo mit einem mitternächtlichen Remis; leider gelang es ihm in seiner guten Stellung nicht, einen Mehrbauern zu einem vollen Punkt verwerten.

Dadurch hat SFK 2 genau wie SFK 1 die dritte Runde des Viererpokals erreicht. Alle Ergebnisse der Runde 2 hier im Ergebnisportal.

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02.10.2016 23:40 von Bruno Müller-Clostermann

SFK 3: Der 80-Plus-Express rollt!

In Runde 2 der Regionalliga Ruhr empfing SFK 3 in der Zeche Helene das Team vom freundlichen Konkurrenten SV Mülheim Nord 3. SFK 3 hat seit dem 26. September neben Erich (84) und Willy (83) mit Werner (80) drei Spieler der Kategorie 80+ in seinen Reihen! Und alle drei haben volle Punkte eingefahren! Deswegen die Überschrift mit dem „80-Plus-Express“ und im Bild die Briefmarken-Sonderedition anlässlich des 80. Geburtstags von Werner Nautsch.

Bei seinem glänzenden Schachauftakt ins 9. Lebensjahrzehnt überzeugte Werner auch mit der Breite seines Repertoires in Form des Zuges 1. b4! Wir kennen von ihm die Anfangszüge 1. f4, 1. e4, 1.d4, 1. c4 und jetzt also endlich Orang-Utan. Offensichtlich hatte Werner seine Gegnerin mit 1. b4! auf für sie unbekanntes Terrain geleitet und erhielt schnell eine aussichtsreiche Stellung. Er drohte sogar die verirrte schwarze Dame zu fangen und konnte entscheidend Material und die Partie gewinnen. 1:0!

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02.10.2016 20:04 von Jan Dette

Die VM-Auslosung ist raus

Die Setzliste der Vereinsmeisterschaft wird von Titelverteidiger Bernd Rosen und seinem Vater Willy Rosen angeführt. Insgesamt beteiligen sich 26 Vereinsmitglieder an der Meisterschaft, darunter sind 8 Junioren (U25) und 10 Senioren (Ü60). Hier die Startrangliste und die Auslosung der ersten Runde, die bis zum 04.11.2016 gespielt werden muss:

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26.09.2016 00:00 von Bernd Rosen

Werner Nautsch 80 Jahre

FIDE-Meister Werner Nautsch, Grandseigneur des Essener Schachsports, vollendet heute nicht nur sein achtzigstes Lebensjahr, er kann zugleich auf eine beispiellose 70jährige aktive Schachkarriere zurückblicken: Bereits 1946 wurde der 10jährige, der das Schachspiel bei seinem Vater Hugo erlernt hatte, Mitglied von Altenessen 24, zählte danach über Jahrzehnte zur deutschen Spitzenklasse und war noch in diesem Jahr maßgeblich am Aufstieg von SFK 3 in die Regionalliga beteiligt. Sein sportlich bedeutendster Erfolg war der Titel des deutschen Vizemeisters im Blitzschach, den er 1974 errang. Das Blitzschach ist bis heute seine Paradedisziplin geblieben, so war er zuletzt noch am Katernberger Gewinn der Ruhrgebietsmeisterschaft vor zwei Jahren beteiligt.

Dank seiner guten Kontakte in die örtliche Wirtschaft holte der Geschäftsführer eines großen Essener Wohnungsunternehmens zahllose hochkarätige Schachveranstaltungen nach Essen: Ob der Auftritt des damaligen Vizeweltmeisters Timman im Jahr 1994, die Veranstaltung der Deutschen Seniorenmeisterschaft 2005 oder das langjährige Engagement der Sportfreunde Katernberg in der Schachbundesliga – all dies wäre ohne seinen Einsatz nicht möglich gewesen. Für seine Verdienste um den Essener Sport wurde ihm vom Essener Sportbund deshalb bereits 2006 die silberne Ehrennadel verliehen.

Sein organisatorisches Engagement musste der Jubilar in den letzten Jahren mit Rücksicht auf gesundheitliche und familiäre Verpflichtungen zurückfahren, doch seine Liebe zum Schachspiel ist ungebrochen – hier ist er nach wie vor ein findiger, schwer zu besiegender Gegner, ein wahrer Meister seines Sports bis heute.

Lieber Werner - die Sportfreunde Katernberg gratulieren Dir aus vollem Herzen und wünschen Dir (und uns zugleich) noch viele schachlich aktive Jahre. Möge Dir niemand je nachsagen können, Du seiest am Schachbrett altersmilde geworden!

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25.09.2016 22:00 von Bernd Rosen

Traumstart für SFK 2

Das war ein Auftakt nach Maß: Nachdem wir in der vergangenen Spielzeit mit vier Niederlagen in Folge gestartet waren und erst im letzten Spiel der Saison mit dem Sieg über den Spitzenreiter Wuppertal den Klassenerhalt gesichert hatten, knüpften wir diesmal nahtlos an diese guten Leistungen an und besiegten den Bochumer SV 02 knapp aber verdient mit 4,5:3,5. Gewonnen haben mit den beiden Rosens die beiden ältesten Spieler der Mannschaft, aber Timo (mit der m.E. besten Partie des Tages) und Patrick steuerten auch 1,5 Jugendpunkte bei. Marcus Bee und Martin Villwock (mit Qualitätsvorteil im Endspiel) remisierten ebenfalls, nur Thomas Wessendorf und Volker Gassmann mussten sich nach langer Gegenwehr geschlagen geben. Das Foto kommt diesmal aus dem Archiv - ich musste spielen!

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24.09.2016 15:42 von Bernd Rosen

Trauer um Hartmut Schermeier

Wir trauern um unseren Schachfreund Hartmut Schermeier, der vor wenigen Tagen im Alter von 77 Jahren verstarb. Obwohl wir um seine gesundheitlichen Schwierigkeiten wussten kommt die Nachricht von seinem Tod infolge von Komplikationen nach einem ärztlichen Eingriff unerwartet. Unsere Anteilnahme gilt seiner Ehefrau, den beiden Töchtern und Enkelkindern.

Der Altphilologe Hartmut Schermeier zog nach dem Studium in Berlin nach Essen, wechselte hier beruflich zur Mathematik, schachlich von Lasker Steglitz zur Essener Schachgesellschaft. Der spätere Oberstudienrat zählte schnell zu den stärksten Spielern in Essen. Er pflegte einen vorsichtigen, positionell geprägten Stil und war ein schwer zu bezwingender Gegner, dessen größte Schwäche allenfalls seine Neigung zur Zeitnot war. Seit dem Zusammenschluss der Vereine ESG und SFK schätzten auch wir ihn als einen vielseitig gebildeten, stets kompromissbereiten und engagierten Mitspieler. Gesundheitlich bedingt zog er sich schon vor einigen Jahren vom Turnierschach zurück, bei Privatturnieren und als gelegentlicher Gast beim Spielabend war er jedoch ebenso präsent wie bei unseren Radtouren. Wir werden unserem Schachfreund Hartmut Schermeier ein ehrendes Andenken bewahren.

Seine letzten Turnierpartien spielte Hartmut Schermeier in der Saison 2006/2007 für SFK 3 in der Verbandsklasse. Aus dieser Zeit hier zwei Partien, gespielt in typischem Schermeier-Stil. Selbstverständlich ist auch ein Schwarzsieg mit seiner geliebten Holländischen Verteidigung dabei, die er zeitlebends mit großem Erfolg spielte:

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Was nennen die Menschen am liebsten dumm? Das Gescheite, das sie nicht verstehen.

Marie von Ebner-Eschenbach

Schachaufgabe

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