Personalia

10 Jahre Gedenken an Willi Knebel

Am 20. März beginnt das 10. Willi-Knebel-Gedenkturnier, welches gleichzeitig die Offene Ruhrgebietsmeisterschaft der Senioren ist. Wie so viele gute Ideen stammt auch diese Idee der inzwischen zum 24. Male ausgetragenen Seniorenmeisterschaft von Willi-Knebel. Seit seinem viel zu frühem Tod im Jahr 2007 firmiert die Meisterschaft als Willi-Knebel-Gedenkturnier

Wir nehmen den 10. Todestag am 29. Juli 2017 und das zum 10. Mal anstehende Willi-Knebel-Gedenkturnier zum Anlass, seine Persönlichkeit und vielfältigen Verdienste für den Schachsport und unseren Verein durch Neuveröffentlichung des auf der Katernberger Homepage im Jahr 2007 erschienenen Nachrufs zu würdigen.

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Olga Faltermann (1925-2016)

Vor wenigen Wochen ist Frau Olga Faltermann, das älteste Mitglied unserer Schachabteilung, im Alter von 91 Jahren verstorben.

Unseren Vereinsabend hat sie auch in ihren letzten Lebenswochen noch regelmäßig besucht. Mit dem Schachspiel begann sie erst nach Ende ihres Berufslebens, um sich auch im Ruhestand ihre geistige Fitness zu erhalten. Nach ihrer Emigration aus der ehemaligen Tschechoslowakei nach Deutschland hat sie sich beruflich aus einer administrativen Tätigkeit heraus durch Interesse und viel Eigeninitiative bemerkenswerterweise zu einer erfolgreichen EDV-Expertin weiter entwickelt, war also vor einem halben Jahrhundert eine der ersten Informatikerinnen, zu einer Zeit als noch kaum jemand wusste was IT oder Informatik eigentlich bedeutet. Nicht nur beruflich war sie flexibel und vielseitig, sondern sie war auch sportlich aktiv und hat noch im Seniorenalter eine Reihe von Erfolgen feiern können.

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Jan Dette gewinnt den Essener Einzelpokal

Unsere Jugend mischt das Essener Schach in dieser Saison gehörig auf: Nach dem Blitztitel für Timo Küppers, der Blitzquali unseres erweiterten Jugendquartetts und dem Finaleinzug von SFK 2 ins Finale des Viererpokals sicherte sich nun Jan Dette den Essener Einzelpokal. Im Finale überspielte er Marian Praß (RW Altenessen) in der Eröffnung nach allen Regeln der Kunst, verlor aber dann den Faden. In der Zeitnotphase wurde die Partie dann durch zwei grobe Fehler entschieden: Zunächst stellte Jan einen Bauern an, wenig später fiel Marians Dame einem Abzugschach zum Opfer. "Der vorletzte Fehler - gewinnt die Partie!" hat schon Tartakower gewusst. Hier die Partie zum Nacchspielen und einige Fotos vom Finale, zur Verfügung gestellt vom Rüttenscheider Spielleiter Hans Krebs:

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Ein Katernberger in New York

Dr. Thomas Wessendorf hat zusammen mit seiner Ehefrau Maria New York besucht und kehrt mit vielen interessanten Eindrücken zurück, bei denen der Kampf um die Schachweltmeisterschaft zwischen Magnus Carlsen und Sergej Karjakin natürlich eine Hauptrolle spielt - hier sein lesenswerter Bericht:

"Oh, really?" war die Reaktion des Taxifahrers auf der Fahrt vom Flughafen JFK nach Downtown Manhattan, auf die Äußerung, wir möchten auch die Schachweltmeisterschaft besuchen. "How interesting", meinte die Angestellte von Bloomingdales nachdem wir erwähnten, dass wieder Remis gespielt worden war. "Wish you a good tournament" sagte die Bedienung im Café, als wir sagten, dass wir später noch zur WM wollten.

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Goldene Ehrennadel für Sebastian Siebrecht

Tue Gutes und rede nicht darüber - nach diesem Motto scheint der Schachbund NRW zu verfahren: Denn schon vor einigen Wochen zeichnete er - vertreten durch seinen Präsidenten Ralf Niederhäuser - GM Sebastian Siebrecht mit der goldenen Ehrennadel und dem Ehrenbrief des Schachbundes Nordrhein-Westfalen aus. Im Verzeichnis der Ehrenträger ist sein Name zwar eingetragen, eine Laudatio sucht man auf der NRW-Seite allerdings vergeblich. Wir wissen schon lange, was wir an Sebastian haben, und können uns daher kurz fassen:

Ausgezeichnet wurde Sebastian Siebrecht für sein vielfältiges Engagement mit dem Ehrenbrief und der goldenen Ehrennadel des Schachbundes NRW. Ralf Niederhäuser, Präsident des SB NRW, hob in seiner Laudatio die mannigfaltigen Aktivitäten des Essener Großmeisters hervor. Ob als Kommentator bei internationalen Spitzenturnieren, Lehrer, Trainer, Organisator, Grundschulaktivist, Rekord-Landesmeister oder Bundesligaspieler: Siebrecht wirkt stets als ein vorbildlicher Repräsentant des Schachsports. Mit seiner Veranstaltungsserie "Faszination Schach" konnte er bundesweit bereits 12.000 Kinder mit dem Schachspiel bekannt machen. In der Riege der Würdenträger des Schachbundes NRW ist der 43jährige Siebrecht mit großem Abstand der jüngste - auch das zeigt, wie sehr sein Wirken in der Schachorganisation geschätzt wird. Aktuelle Informationen zu seinen Aktionen findet man auf seinem Blog.

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Schach ist gelegentlich auch ein Brettspiel

Zur Erinnerung an Prof. Dr. Jürgen Henningsen (verstorben am 14.10.1983) veröffentlichen wir aus seinem schachlichen Nachlass einen seiner Aufsätze, in dem er im „Katernberger Schachspiegel 1975“ sehr lebhaft eines seiner Schachabenteuer schildert.

Prof. Dr. Jürgen Henningsen, ein Schüler des legendären Fritz Sämisch, stieß 1966 zu den Katernbergern und war bis zu seinem allzu frühem Tode im Jahr 1983 eine den Verein prägende Persönlichkeit, die in Erzählungen und Anekdoten bis heute in hohen Ehren gehalten wird. Schach und alles was man spielen konnte war – so wird berichtet - seine zweite Leidenschaft. Die erste Stelle belegte seine Wissenschaft, die Pädagogik. Vielleicht war ihm seine Familie noch wichtiger, mit einem eigenen Sohn und drei adoptierten Kindern aus drei verschiedenen Erdteilen. Seine Vielseitigkeit war imposant, u.a. schrieb er Texte und führte Regie für das Münsteraner Kabarett „Fortschrott“, lernte Chinesisch und schrieb Gedichte, Chansons und Kriminalromane, ganz zu schweigen von der Fülle der von ihm verfassten wissenschaftlich-pädagogischen Publikationen. Aber „Schach war und ist die ewige Droge“ sagte er von sich selbst.

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Werner Nautsch 80 Jahre

FIDE-Meister Werner Nautsch, Grandseigneur des Essener Schachsports, vollendet heute nicht nur sein achtzigstes Lebensjahr, er kann zugleich auf eine beispiellose 70jährige aktive Schachkarriere zurückblicken: Bereits 1946 wurde der 10jährige, der das Schachspiel bei seinem Vater Hugo erlernt hatte, Mitglied von Altenessen 24, zählte danach über Jahrzehnte zur deutschen Spitzenklasse und war noch in diesem Jahr maßgeblich am Aufstieg von SFK 3 in die Regionalliga beteiligt. Sein sportlich bedeutendster Erfolg war der Titel des deutschen Vizemeisters im Blitzschach, den er 1974 errang. Das Blitzschach ist bis heute seine Paradedisziplin geblieben, so war er zuletzt noch am Katernberger Gewinn der Ruhrgebietsmeisterschaft vor zwei Jahren beteiligt.

Dank seiner guten Kontakte in die örtliche Wirtschaft holte der Geschäftsführer eines großen Essener Wohnungsunternehmens zahllose hochkarätige Schachveranstaltungen nach Essen: Ob der Auftritt des damaligen Vizeweltmeisters Timman im Jahr 1994, die Veranstaltung der Deutschen Seniorenmeisterschaft 2005 oder das langjährige Engagement der Sportfreunde Katernberg in der Schachbundesliga – all dies wäre ohne seinen Einsatz nicht möglich gewesen. Für seine Verdienste um den Essener Sport wurde ihm vom Essener Sportbund deshalb bereits 2006 die silberne Ehrennadel verliehen.

Sein organisatorisches Engagement musste der Jubilar in den letzten Jahren mit Rücksicht auf gesundheitliche und familiäre Verpflichtungen zurückfahren, doch seine Liebe zum Schachspiel ist ungebrochen – hier ist er nach wie vor ein findiger, schwer zu besiegender Gegner, ein wahrer Meister seines Sports bis heute.

Lieber Werner - die Sportfreunde Katernberg gratulieren Dir aus vollem Herzen und wünschen Dir (und uns zugleich) noch viele schachlich aktive Jahre. Möge Dir niemand je nachsagen können, Du seiest am Schachbrett altersmilde geworden!

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Trauer um Hartmut Schermeier

Wir trauern um unseren Schachfreund Hartmut Schermeier, der vor wenigen Tagen im Alter von 77 Jahren verstarb. Obwohl wir um seine gesundheitlichen Schwierigkeiten wussten kommt die Nachricht von seinem Tod infolge von Komplikationen nach einem ärztlichen Eingriff unerwartet. Unsere Anteilnahme gilt seiner Ehefrau, den beiden Töchtern und Enkelkindern.

Der Altphilologe Hartmut Schermeier zog nach dem Studium in Berlin nach Essen, wechselte hier beruflich zur Mathematik, schachlich von Lasker Steglitz zur Essener Schachgesellschaft. Der spätere Oberstudienrat zählte schnell zu den stärksten Spielern in Essen. Er pflegte einen vorsichtigen, positionell geprägten Stil und war ein schwer zu bezwingender Gegner, dessen größte Schwäche allenfalls seine Neigung zur Zeitnot war. Seit dem Zusammenschluss der Vereine ESG und SFK schätzten auch wir ihn als einen vielseitig gebildeten, stets kompromissbereiten und engagierten Mitspieler. Gesundheitlich bedingt zog er sich schon vor einigen Jahren vom Turnierschach zurück, bei Privatturnieren und als gelegentlicher Gast beim Spielabend war er jedoch ebenso präsent wie bei unseren Radtouren. Wir werden unserem Schachfreund Hartmut Schermeier ein ehrendes Andenken bewahren.

Seine letzten Turnierpartien spielte Hartmut Schermeier in der Saison 2006/2007 für SFK 3 in der Verbandsklasse. Aus dieser Zeit hier zwei Partien, gespielt in typischem Schermeier-Stil. Selbstverständlich ist auch ein Schwarzsieg mit seiner geliebten Holländischen Verteidigung dabei, die er zeitlebends mit großem Erfolg spielte:

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Spielt nach Theorie, doch vorher prüfet sie!

Kurt Richter

Schachaufgabe

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