Personalia

Pokal? Läuft! (2)

Nicht nur beim NRW-Mannschaftspokal sind wir nach dem souveränen Auftritt in Herne noch dabei - auch im Einzelpokal haben wir mit dem Essener Pokalmeister Timo Küppers ein heißes Eisen im Feuer: Nach einem klaren Sieg gegen Stefan Koth iim Achtelfinale und einem nervösen Blitzduell gegen Marius Eckert im Viertelfinale (das erst nach 8 Blitzpartien entschieden war!) wartete im Halbfinale mit dem Mülheimer Ilja Ozerov der erste nominell stärkere Gegner. Ausgerechnet dieses Duell verlief überraschend einseitig: Die von Schwarz gewählte Variante der holländischen Partie gilt aus gutem Grund als nicht ganz vollwertig, und Timo übernahm schon ausgangs der Eröffnung die Initiative am Damenflügel, wehrte die schwarzen Drohungen gegen seinen König mit leichter Hand ab und gewann in nur 28 Zügen überzeugend. Dieser Sieg sichert nicht nur den Einzug ins Finale, sondern auch das Weiterspielen auf NRW-Ebene.

Hier die Partie des Halbfinales zum Nachspielen:

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Willy Rosen ist 85!

Der Internationale Fernschachmeister und FIDE-Meister Willy Rosen, Ehrenmitglied der Schachfreunde Essen-Katernberg und des Essener Schachverbandes, feiert heute seinen 85. Geburtstag. Die Leistungen und Erfolge dieser Ausnahmeerscheinung im deutschen Schachsport können hier nicht annähernd vollständig beschrieben werden, wir müssen uns auf einige herausragende Ereignisse beschränken:

  • 1946, im Alter von 13 Jahren, trat er den Schachfreunden Altenessen 24 bei.
  • 1948 wurde er mit der Essener Stadtauswahl NRW - Jugendmeister
  • 1949 Sieg gegen Exweltmeister Euwe bei einer Simultanveranstaltung
  • 1951 Deutscher Jugendmeister
  • 1953 7. Platz bei der Jugendweltmeisterschaft
  • Bundesligaspieler mit SFK in den 70er und 80er Jahren
  • Fernschach-Nationalspieler in den 70er und 80er Jahren
  • 1993 Deutscher Seniorenmeister
  • 2010 Deutscher Nestorenmeister
  • oftmals Gewinner der Ruhrgebietsmeisterschaft der Senioren, zuletzt 2014
  • oftmals Gewinner der SFK - Vereinsmeisterschaft, zuletzt 2017

Die Bedeutung des Jubilars für den Schachsport weit über Essen hinaus ist mit der Aufzählung seiner Erfolge jedoch nur höchst unvollständig beschrieben:

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Bernd Rosen ist 60!

Seit mehr als 20 Jahren ist FIDE-Meister und DSB-A-Trainer Bernd Rosen der Präsident unseres Vereins, dessen Erfolge ohne ihn nicht möglich gewesen wären. Zu Recht genießt er deutschlandweit als Trainer hohes Ansehen, führte zahlreiche Jugendspieler an die Spitze und wurde daher als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet. Auch bei zahlreichen „Auslandseinsätzen“ für den Deutschen Schachbund bei Jugendmeisterschaften in Vietnam, Italien, Georgien, Brasilien und Kroatien betreute er das deutsche Team.

Genauso hervorzuheben ist aber seine unermüdliche Arbeit für unseren Verein, bei der seine gute Vernetzung mit anderen Vereinen, Trainern und Spielleitern oft hilft. Dank hervorragender Organisation erledigt er Kleinkram wie Turniermeldungen, Spielermeldungen beim DSB, Kurzmitteilungen über Turnierergebnisse etc. sogar aus dem Urlaub. Kaum zu Hause spielt er dann selbst wieder oder begleitet Jugendmannschaften zu Turnieren.

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Was macht eigentlich...Ulrich Geilmann?

Seit dem Rückzug unseres langjährigen Mannschaftsführers in der Schachbundesliga muss diese Vereinsseite ohne die vielgelesenen und immer lebendig geschriebenen Berichte Ulrich Geilmanns auskommen. Doch ruhig geworden ist es um ihn keinesfalls: Nach wie vor ist er als Vizepräsident des Schachbundesliga e.V. aktiv und äußert sich auf schachbundesliga.de in seiner Rubrik Ullis Randnotizen gewohnt pointiert zum Geschehen in der stärksten Liga der Welt.

Wer die Scheuklappen des Spielers ablegt und seinen Blick auch für das Geschehen rund um unser geliebtes Brett vor'm Kopf öffnet, dem ist nicht verborgen geblieben, dass er sich - einmal warmgeschrieben - inzwischen als Autor historischer Schachromane einen Namen macht. Reale Begebenheiten sind dabei mit fiktionalen Elementen kenntnisreich verwoben. Bücher über Alexander Aljechin und Michail Botwinnik sind bereits erschienen, inzwischen hat er seine Aufmerksamkeit auf Mir Sultan Khan gerichtet, vielleicht die faszinierendste und rätselhafteste Gestalt der Schachgeschichte. Anlass genug für die Zeitschrift KARL, ihm in der letzten Ausgabe ein Porträt zu widmen. Das Prädikat "Lesenswert!" gilt in diesem Fall für das Portrait und die Werke des Porträtierten in gleicher Weise.

Was Ulli sonst noch so macht? Heute feiert er Geburtstag, und wir gratulieren herzlichst!

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Katernberger Schachgeschichte[n]: Das 100-Partien-Match

Wir nehmen die Ankündigung des 11. Willi-Knebel-Gedenkturniers (7.-21.3.2018) zum Anlass, um einen Schwank aus dem Leben des Namensgebers unseres Traditionsturniers zum Besten zu geben. Der Erzähler ist unser Schachfreund Norbert Otto (geb. 1954 in Essen), der  im Jahr 1970 in jugendlichem Alter zu den Katernberger Schachspielern stieß, um dort „goldene Jahre“ zu erleben, die in seinem biographischen Buch „Kaddernberch – Eine Kindheit und Jugend im Ruhrpott 1954-1974“ beschrieben sind.

Wir haben aus seinen Erinnerungen eine besonders kuriose Episode ausgewählt, die in den frühen 1970-er Jahren gespielt haben dürfte. In den Hauptrollen: Der vor 10 Jahren allzu früh verstorbene Willi Knebel, der Erzähler selbst und last not least Werner Nautsch als rettender Engel.

Willi Knebel (im Bild rechts 1971 als junger Mann), der sich gerne "Wirbelwilli" nannte, weil er wie ein Wirbelwind Schach spielte (oder zu spielen meinte), "lebte Schach". Er war ehrgeizig, jugendlich frisch und ein echter Freund.

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Winfried Hubert (1933 - 2017)

Mit Bestürzung vernehmen wir, dass unser Mitglied Winfried Hubert vor wenigen Tagen verstorben ist, kurz nach Vollendung seines 84. Lebensjahres. Winfried Hubert trat unserem Verein erst 2015 bei, nachdem er zuvor über Jahrzehnte ein fester Bestandteil des Duisburger Schachlebens war. Sein Umzug nach Essen - der schwindenden Gesundheit geschuldet - bescherte uns einen Schachfreund, der trotz etlicher krankheitsbedingter Abewesenheiten weiterhin mit Begeisterung seinem Hobby, dem königlichen Spiel nachging. Er war ein lebendes Beispiel für Tarraschs Bonmot, dass die Freude am Schach nicht proportional zum Können steht. Wobei er in der Vereinsmeisterschaft 2015/16 mit einem Sieg gegen Günter Liszka erkennen ließ, dass er schachlich auch weit bessere Zeiten hinter sich hatte.

Winfried Hubert hat sich in der kurzen Zeit seiner Vereinszugehörigkeit mit seiner feinen, zurückhaltenden Art und seiner großen Spiefreude Anerkennung und Respekt verschaftt. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

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85 Jahre Erich Krüger

Mit Erich Krüger vollendet heute, am 19.6.2017, einer der herausragenden Vertreter des Deutschen Seniorenschachs sein 85. Lebensjahr.

Geboren 1932 in Cottbus, verschlug es ihn während der Kriegswirren ins badische Offenburg und danach schließlich ins Ruhrgebiet. Dort schloss er sich 1954 der Essener Schachgesellschaft 04 an, und im Jahr 1993 verstärkte er mit den verbliebenen Mitgliedern der ESG 04 die Sportfreunde Katernberg. Mit beiden Vereinen – ESG 04 und SFK – prägte er jahrzehntelang das Geschehen im Essener Schach.

Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben als Amtsanwalt nahm er an zahlreichen Turnieren im Seniorenbereich teil. So spielte er erfolgreich für NRW in der Seniorenmannschaftsmeisterschaft der Landesverbände und war mit dem NRW-Team mehrfach Deutscher Meister. 1998 war er in Weilburg bester Deutscher bei der Senioren-Europameisterschaft. 2000 gewann er den Senioren-Deutschlandpokal.

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Frühling, Sonne, Meer, Wein und Schach

Liebe Schachfreunde, das war ein richtig gelungener Urlaub! Zugegeben: die Ausschreibung: "Amateur Schach Weltmeisterschaft" ist etwas bombastisch. Aber: 314 Spieler aus aller Welt hatten sich eingefunden, darunter aus Chile und Australien mit der weitesten Anreise. Meine Gegner kamen aus Indien, den Niederlanden, England, Polen, Norwegen, Frankreich, der Schweiz und -unüberhörbar- aus Sachsen. Ein Mitglied des regionalen Schachclubs Kos- Stadt war auch dabei. Jüngster Spieler des Turniers 6 Jahre, ältester ganze 92! Gespielt wurde im Helona Resort, einer Strandhotelanlage direkt an der Südküste der Insel. Zu Recht 5 Sterne. 9 Runden Schweizer System, übliche Bedenkzeit, Rating -Gruppen nach ELO 200 gestaffelt. 7 Spieltage, einen Tag frei zur Erkundung der Insel in der Frühlingsblüte.

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Später hatte ich zunehmend Erfolg in entscheidenden Partien. Vielleicht weil ich eine einfache Wahrheit erkannte: nicht nur ich hatte Angst, auch mein Gegner.

Michail Tal

Schachaufgabe

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