Personalia

Licht und Schatten

Jesusstatue Vung Tau

Der spielfreie Tag bot Gelegenheit, etwas näher Bekanntschaft mit dem Land des Ausrichters zu schließen: Eine Stadtrundfahrt in Vung Tau und der nachmittägliche Marktbesuch hinterließen zwiespältige Eindrücke bei mir - ebenso wie die 7. Runde, die für meine Schützlinge sehr unterschiedliche Resultate brachte: Filiz ist nach einem weiteren Sieg bis auf einen halben Punkt an die Führenden herangerückt, Jonathan schlug in überzeugender Manier einen ELO-starken Russen und die 8jährige Nadja zerlegte präzise einen Stonewallaufbau ihrer vietnamesischen Gegnerin (was für Eröffnungen bringen die den Kindern nur bei?). Doch Jens büßte mit einer Niederlage aus Gewinnstellung heraus seine Chancen ein, ganz vorne zu landen - entsprechend geknickt war er anschließend.

Haben wir den freien Tag genutzt, um himmlischen Beistand anzurufen? Fast könnte man es annehmen, denn im Mittelpunkt unserer mit Spannung erwarteten Stadtrundfahrt standen ausgerechnet eine Jesusstatue und eine Kirche – und dafür waren wir extra früh aufgestanden, um vor der Abfahrt um 8:30 noch frühstücken zu können. Dass sich der Aufbruch dann um fast 2 Stunden verschob, machte die Sache auch nicht besser. Immerhin gelang es unserem „Hirten“ Hartmut Jorczik auf diesem Kurztrip mühelos, all seine Schäfchen beisammen zu halten.

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Stromausfall

Stromausfall

Ein kurzfristiger Stromausfall und Wassereinbruch im Spiellokal waren die bestimmenden Gesprächsthemen bei Spielern und Betreuern am gestrigen Tag. Leider verlor in dieser Runde auch unser bis dato aussichtsreichster Kandidat Maximilian Berchtenbreiter. Ich selbst konnte mich allerdings über drei Siege meiner Schützlinge freuen und lernte Leser meines Buches Fit im Endspiel kennen. Am Abend gab es einen bunten Abend, der hier "Social and Talents Night" heißt und mit einem Preisfond von immerhin 8.000 Dollar (!) ausgestattet war.

In den letzten Tagen gab es am Abend schon das ein oder andere Mal einen kurzfristigen Stromausfall, der nicht nur das Hotel betraf, sondern auch die Strassenbeleuchtung erlöschen ließ. Heute trat diese Störung während des Turniers auf, Teilnehmer und Schiedsrichter blieben aber ziemlich cool, und letztlich sorgte der Zwischenfall nicht einmal für längeren Gesprächsstoff.

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Spinnenalarm

Eusparassus walckenaeri

„Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort!“ (Schiller) – was habe ich mir nur dabei gedacht, dieses vermaledeite Spinnenfoto überhaupt in meinen letzten Bericht aufzunehmen. Saß die etwa auf einem Schachbrett? Eben!

Liebe Muttis, Vatis, Onkel, Tanten, Omis, Opis, Jugendleiter, Vereinsvorsitzende, Heimtrainer und sonstige zu Hause gebliebenen Verantwortungsträger: Diese Spinne ist zwar riesig, aber völlig ungefährlich! Bei dem Furcht erregenden Untier handelt es sich um eine Riesenkrabbenspinne, genau gesagt um eine Eusparassus walckenaeri, die laut Wikipedia sogar im Mittelmeerraum vorkommt. Lediglich die Weibchen verteidigen tapfer ihre Eier und beißen dann schon mal zu – mehr als eine Schwellung ist aber auch in einem solchen Fall nicht zu befürchten. Nebenwirkungen wie die gestrigen Punktverluste wurden noch nicht beschrieben, auch die kampflosen Ergebnisse in einigen Altersklassen sind nicht auf das Wüten eines kinderfressenden Spinnenmonsters zurückzuführen, sondern Folge der seit der dritten Runde tatsächlich strikt angewendeten Regel, dass die Spieler bei Rundenbeginn am Brett sitzen müssen.

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Post aus Vietnam

Spinnenalarm!Doppelrunden sind brutal – dies mussten heute auch die deutschen Spieler schmerzhaft erfahren. Nach der Vormittagsrunde (Gesamtergebnis: 7 aus 14) sah es noch ganz gut aus, Dennis Wagner, Xiangling Xu und Julian Jorczik spielten sogar auf dem Podest, das den Spitzenbrettern vorbehalten ist. Aber am Nachmittag spielten unsere Vertreter zum Teil wie von der Tarantel gestochen - das Prachtexemplar von Spinne fotografierte Thomas Pähtz unmittelbar an der Turnierhalle; ob das Viech noch lebte, konnte er nicht mal sagen. „Ich habe einfach draufgehalten!“ war sein Kommentar.

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Good Morning, Germany! (3)

Vor dem StartMit einem Traumergebnis überraschte die deutsche Delegation am ersten Turniertag: 12 Punkte aus 14 Partien hätten auch die optmistischsten unter den Wohlwollenden nicht erwartet. Die drei Punkte meiner eigenen "Schützlinge" Filiz Osmanodja, Jens Kotainy und Jonathan Carlstedt kamen allerdings nicht unerwartet, sind sie doch alle in der oberen Hälfte der Startrangliste gesetzt. Tag 3 in Vung Tau:

Das Turnier hat begonnen, und meine Berichte werden zunächst einmal deutlich kürzer ausfallen als gewöhnlich – schließlich bin hier als Trainer engagiert und nicht als Reiseschriftsteller. Nachzutragen ist, dass unsere Gruppe inzwischen komplett ist – auch der „Mann ohne Pass“ hat jetzt seine Dokumente und sich alleine nach Vietnam durchgeschlagen. Heute stand zunächst stand das „Technical Meeting“ auf dem Programm, bei dem turnierspezifische Regularien bekannt gegeben wurden:

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Good Morning, Germany! (2)

DrachentänzerHöhepunkt unseres zweiten Tages in Vietnam war die Eröffnungsfeier. Die Gastgeber hatten keine Kosten und Mühen gescheut, um eine wirklich beeindruckende Show auf die Bühne zu bringen, die sogar live im vietnamesischen Fernsehen gezeigt wurde. Hier die Ereignisse des 2. Tages:

Auch wenn das Turnier erst morgen beginnt, so können wir uns über mangelnde Abwechslung nicht beklagen. Ein ereignisreicher Tag begann zunächst jedoch mit Warten: Auf einen Bus, der uns zur Akkreditierung bringen sollte, dann aber doch nicht kam. Nach einer guten Stunde stellte sich plötzlich heraus, dass es doch ausreicht, wenn der Delegationsleiter mit den Passfotos alleine zum Turnierbüro fährt. Die gewonnene freie Zeit nutzte Thomas Pähtz zu einer Erforschung der näheren Umgebung.

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Good Morning, Germany!

Vung TauMit einem kräftigen und langgezogenen „Good Morning, Vietnam!“ begrüßte Robin Williams in dem gleichnamigen Film als Radiomoderator seine Hörer. In der Folge hatte er immer mehr Probleme damit, sein Auditorium mit schmissigen Hits und positiven Stories bei Laune zu halten und die schmutzige Wirklichkeit des Krieges auszublenden – ich hoffe, im Verlauf dieses Turnieres nicht ähnliche Schwierigkeiten zu haben, gute Nachrichten zu verbreiten. Bis jetzt fällt es mir leicht, denn alle sind wohlbehalten in Vietnam angekommen und die Stimmung ist gut.

Alle sind gut angekommen? - Fast alle. Ein Bisschen Schwund ist immer, und das traf auch auf unsere Delegation zu. Ein für vier Turnierteilnehmer engagierter Privattrainer kam ohne Reisepass zum Flughafen in Frankfurt („So etwas besitze ich gar nicht!“) und musste zu Hause bleiben. Inzwischen kam die Nachricht, dass er die nötigen Formalitäten erledigt hat und morgen nachkommen wird.

Der Rest der Truppe traf gestern nach einem ruhigen Flug planmäßig in Ho Chi Minh City ein, wie das frühere Saigon heute heißt. Gleich vier freundliche junge Damen empfingen uns am Flughafen.

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Schach und Politik

Einen tollen Erfolg feierten jetzt zwei Katernberger beim Politiker-Schachturnier in Berlin: Jürgen Riesenbeck gewann das traditionsreiche Turnier etwas überraschend (wer es für eine Sensation hält, weiß nicht, dass Jürgen noch in den 70er Jahren für SFK in der damals höchsten deutschen Spielklasse aktiv war), wobei er in der Schlussrunde gegen Gerhard Meiwald gewann, der dadurch auf den 3. Platz zurückfiel. Gerhard Meiwald lebt und spielt jetzt in Heide / Schleswig-Holstein, ist aber weiter SFK-Mitglied. Witziges Detail am Rande: Riesenbeck und Meiwald traten beide im Jahr 1962 (!) unserem Verein bei.

Hier zwei Fotos des Turniegers aus jüngeren Tagen (bei einer früheren Veröffentlichung dieser historischen Dokumente wären seine Gegner sicher gewarnt gewesen):

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Wer nie einen Fehler gemacht hat, hat nie etwas Neues ausprobiert.

Albert Einstein

Schachaufgabe

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